Nach dem 6500 Classic legt Nokia die Slider Variante nach, die ab dem 3. Quartal 2007 auf dem deutschen Markt erhältlich ist. Neben einem eleganten Äußeren und einem raffinierten Schiebemechanismus versprechen die Finnen das erste Mobiltelefon im mittleren Preissegment, dass die Kunden mit außergewöhnlichen Möglichkeiten einer hervorragenden Optik in seinen Bann ziehen wird. Lesen Sie hier, ob Nokia mit dem 6500 Slide tatsächlich ein überdurchschnittliches Multimedia Handy geschaffen hat oder ob sich hinter dem Slider nur warme Luft verbirgt. Inside-handy.de hat den Test gemacht und dem Slider auf den Zahn gefühlt.
Verpackung & Lieferumfang
Die Verpackung des Nokia 6500 Slide macht durch eine ungewöhnlich flache Form von nur 3,5 Zentimetern auf sich aufmerksam. Der rechteckige Karton, der in den Farben Grau und Orange gehalten ist, macht von außen einen übersichtlichen Eindruck und passt gut zum Endprodukt. Auf der Vorderseite ist das Handy abgebildet sowie Herstellername und Modellbezeichnung aufgedruckt. Auch die Seiten der Verpackung sind mit dem Nokia und dem 6500 Slide Schriftzug versehen. Technische Daten und das Handy in verschiedenen Ansichten gibt es auf der Rückseite zu sehen.
Klappt man die Verpackung auf, so fällt einem direkt das 6500 ins Auge, denn der restliche Inhalt ist von einer schwarzen Abdeckung verdeckt. Wird diese Abdeckung aufgeklappt offenbart sich der komplette Lieferumfang. Allerdings wirkt das Innere der Verpackung billig und erinnert stark an eine Eierschachtel aufgrund des Materials und dessen Form. Der Lieferumfang setzt sich wie folgt zusammen: Handy, Akku, Nokia AV Kabel, Ladekabel, USB Datenkabel, PC Suite, 512 Megabyte Speicherkarte, Videoausgangskabel, Trageriemen und Benutzerhandbuch. Das Benutzerhandbuch ist nur in Deutsch gehalten und wirkt auf den ersten Blick recht ordentlich aufgebaut und übersichtlich. Sucht man später aber nach Details offenbart das Handbuch einige Lücken in Sachen Vollständigkeit.
Die inside-handy Wertung:
84%
Verarbeitung & Design
Das Öffnen und Schließen der Akkuabdeckung funktioniert problemlos. Per Knopfdruck springt die Abdeckung aus ihrer Verrieglung und lässt sich einwandfrei entnehmen. Auch das Ein- und Ausbauen des Akkus stellt kein Problem dar. Er lässt sich einfach entnehmen und einsetzen. Der SIM Karten Slot sitzt oberhalb vom Akkusteckplatz und auch hier gibt es keine Probleme beim Einschieben bzw. beim Herausziehen der Karte. Der Slot für die Speicherkarte sitzt direkt unter dem SIM Karten Steckplatz. Das Nokia 6500 Slide kommt in der klassischen rechteckigen Form daher. Auf den ersten Blick macht das Gerät einen robusten, aber dennoch eleganten Eindruck. Mit den Maßen von 96.5 x 46.5 x 16.4 Millimetern und einem Gewicht von 125 Gramm ist der Slider sicherlich kein zierliches Mobiltelefon, aber es lässt sich trotzdem gut in der Hemd- oder Hosentasche verstauen.
Auf der Vorderseite des Handys ist der Nokia Schriftzug zwischen Display und Navigationskey aufgedruckt, die Rückseite ist mit den Schriftzügen Carl Zeiss und Nokia versehen. Seine elegante Note verdient sich das 6500 aufgrund der verbauten Teile. Eine Kombination aus gebürsteten Edelstahlelementen und poliertem schwarzem Kunststoff sprechen für hochwertige Qualität. Nachteilig ist, dass jeder Fingerabdruck seine Spuren hinterlässt. Auch die Verarbeitung der Tasten und Schalter wirkt qualitativ gut. Minuspunkte handelt sich der Slider bei den Spaltmaßen der Akkuabdeckung ein. Diese sind für ein Mobiltelefon dieser Klasse zu groß, so dass Staub und andere Verschmutzungen ins Gehäuseinnere eindringen können. Gleiches gilt für das Ober- und Unterteil. Bei den Spaltmaßen der Steckverbindungen wurden keine Kompromisse gemacht, alle Stecker sitzen fest in der dafür vorgesehenen Anschlussbuchse. Der Aufschiebemechanismus funktioniert tadellos. Zum Aufschieben und Zusammenschieben muss ein gut gewählter Widerstand überwunden werden. Auf der rechten Seite des Handys befinden sich der Lautstärkeregler und die Kamerataste sowie Kamerafokus als äußerliche Bauteile. Eine Öse für den Trageriemen sitzt auf der gegenüberliegenden Seite. Allerdings muss die Akkuabdeckung geöffnet werden, um den Trageriemen ordnungsgemäß in der Öse zu verankern.
Oben befinden sich der Anschluss für das Ladekabel, die Entriegelungstaste für die Akkuabdeckung, der USB Anschluss und die Anschlussbuchse für den Nokia AV Ausgang. Leider ist die Anschlussbuchse für das Ladegerät nicht durch eine Klappe oder ähnliches geschützt, so dass hier leicht Schmutz eindringen kann. Äußerliche Bauteile auf der Rückseite sind der Lautsprecher links unten sowie das Blitzlicht und die Kameralinse links oben. Im zusammen geschobenen Zustand stehen dem Benutzer nur der Navigationskey, zwei Funktionstasten rechts und links neben dem Navikey, sowie die grüne und die rote Hörertaste zur Verfügung. Schiebt man das 6500 Slide auf kommt eine konventionelle Zifferntastatur zum Vorschein. Die Fühlbarkeit der Tasten ist gut. Ein leises Knacken bestätigt das Drücken der Tasten. Die Tasten stehen kaum aus der Oberfläche heraus sind aber dennoch sehr gut spürbar und auch die Druckpunkte sind sehr gut gewählt. Geübten Schreibern sollte das Blinde Tippen keine Probleme bereiten. Alles in allem verfügt das Gerät über eine gute Haptik und verspricht eine hohe Lebensdauer der Tasten. Der Vibrationsalarm ist etwas schwach. Befindet sich das Handy nicht in direktem Kontakt zum Körper ist dieser nicht wahrnehmbar. Der Vibrationsalarm ertönt gleichzeitig mit dem Klingelton und kann optional ausgeschaltet werden.
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