Test des Nokia 6500 Classic

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Einführung

Test-Datum: 11.01.2008
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Nokia 6500 Classic: Draufsicht
Nokia lässt sich als Weltmarktführer selten die Butter vom Brot nehmen: Ob pures Multimedia, mobiles Büro oder stylisches Designerhandy, die Finnen bedienen praktisch jeden Markt. Nur in einem Feld zeigte sich die sonst siegessichere Nummer 1 unterrepräsentiert: Im Reigen der extrem flachen Handys waren vor allem Motorola und Samsung aktiv, und auch Sony Ericsson mischte mit. Jetzt bringt Nokia mit dem 6500 Classic erstmals ein Mobiltelefon mit weniger als zehn Millimetern Dicke. Wir haben den Flachmann ins Testlabor geschickt, und seine Wettbewerbsfähigkeit auf die Probe gestellt.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia 6500 Classic: VerpackungEin zartes, flaches Pappschächtelchen begrüßt den Besitzer eines Nokia 6500 Classic, vorne mit dem Abbild des Handys versehen, sowie seinem Namen. Wer mehr über den Inhalt erfahren will, muss die Verpackung um 180 Grad drehen. Dort auf der Rückseite sind die allerwichtigsten Features kurz zusammengefasst. Der Karton ist hervorragend stapelbar: Seitlich ist der Name des Handys noch einmal in riesigen Lettern aufgebracht, sodass man beim Griff ins Regal keinen Fehler macht.

Klappt man die dünnen Pappe auf, bleibt der Eindruck einer etwas billig geratenen Schachtel: Ein hauchdünner schwarzer Karton, in den ein kleiner „Form und Funktion"-Flyer eingelassen wurde, ergänzt das recht befindliche Handy. Schönes Motto übrigens, wobei die Schachtel zwar ihren Punkt bei der Funktion machen mag, die Form, zumindest jene der Verarbeitung, ist doch eher schäbig. Einmal mehr feiert hier vermutlich der Shareholder-Value seinen Sieg, denn eine ähnliche Umverpackung wäre vor kurzem vielleicht in der billigsten Einsteiger-Serie zu finden gewesen.

Direkt darunter findet man das mitgelieferte Zubehör. Und das ist den Umständen entsprechend ordentlich: Den Kunden erwarten der Akku, das Ladegerät, das Stereoheadset mit Micro-USB-Anschluss, ein USB-Datenkabel, die obligatorische CD-ROM mit der PC Suite sowie das jetzt komplett in schwarz-weiß gehaltene Handbuch. Früher, als alles besser war, wäre das Handbuch farbig gewesen.

Nokia 6500 Classic: Lieferumfang
 
Die inside-handy Wertung: 87%

Verarbeitung & Design

Nokia 6500 Classic: offenes Gerät hinten
Nokia 6500 Classic: TastenUm das 6500 Classic in Betrieb zu nehmen, erfordert es keine Anleitung oder anderweitigen Aufwand: Hier passt alles perfekt zusammen. Die SIM-Karte findet ihren Platz, der Akku rastet so ein, dass man das Gefühl bekommt, der wolle da nicht wieder weg. Doch das Gefühl trügt: Genauso einfach, wie er einrastet, lässt er sich auch wieder entfernen. Ein echter Minuspunkt ist lediglich die Heckklappe aus weichem und haptisch wenig ansprechendem Plastik. Diese lässt sich zwar einfach aufschieben und wieder entfernen, macht aber keinen sehr langlebigen Eindruck.

So, nun ist es betriebsbereit, also sollten wir das Gerät selbst einmal betrachten. Das 6500 Classic ist auf der Vorderseite wirklich ansehnlich, und das auch unabhängig von seiner Form. Das Handy macht einen weitestgehend hochwertig verarbeiteten Eindruck, der Metallrahmen des Hauptgehäuses - leicht gebürstetes schwarzes Aluminium, so scheint es, ist gelungen, gut auf einander abgestimmt und anscheinend auch sehr robust. Das Gehäuse ist recht griffig, und da, wo man ein Stückchen Metall in der Hand hält, fühlt es sich auch wertig an. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, und der offenbart sich hier in Gestalt der schwarzen Akkuklappe, die sich so gar nicht mit dem Rest des Handys anfreunden will: Sie fühlt sich nicht nur sehr billig an, sie schmiert auch beim leichtesten Fingerabdruck schrecklich schnell voll.

Die Elemente der Vorderseite sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Ein großes, schwarzes und doch spiegelndes Display, gleich darunter die gut aufeinander abgestimmten Bedientasten sowie der Rest der Tastatur, alle mit einem kleinen, silbernen Rand abgesetzt. Die Tasten sind im oberen Bereich gut handhabbar, und das, weil sie ausreichend groß dimensioniert ausfallen, dabei aber nicht zu groß wirken. Das gleiche Bild offenbart sich bei den normalen numerischen Tasten: Auch wenn sie auf den ersten Blick schmal, sind sie auch mit dickeren Fingern gut zu bedienen. Also ein Allrounder, der auf schlank macht. Schöne Idee.

Nokia 6500 Classic: GrößenverhältnisKommen wir zu dem, was das Handy außen sonst noch umgibt: Auf der Unterseite des Handys befindet sich auf gleicher Höhe des schmalen Lautsprecherschlitzes auch die dezente Kamera sowie der schmale Blitz, um auch im Dunklen noch Bilder machen zu können. An der Oberkante herrscht Schlichtheit: Hier findet man nur den Mini-USB-Anschluss, welcher zum Laden oder Datentransfer genutzt wird. Mehr findet man nicht, das Handy ist einfach nur, nun ja, Handy.

Die Spaltmaße sind minimal und die Tasten weisen keinerlei Angriffsflächen für Schmutz und Staub auf. Das Handy wirkt trotz seines weitestgehend edlen Auftretens sehr robust. Es scheint auch einen Sturz ohne größere Schäden überstehen zu können, Testen wollten wir es jedoch nicht. Die Micro-USB-Anschlussstelle - für Headset, Ladekabel und USB-Kabel auf der Oberseite - lässt sich das Anschließen von Zubehör konfliktfrei gefallen. Es hält gut und dürfte nicht unbeabsichtigt, etwa in der Tasche, herausrutschen.

Wie schon die Größe von gerade einmal 110 x 45 x 9,5 Millimetern ist auch das Gewicht von 94 Gramm überaus stimmig. Das 6500 Classic wirkt keineswegs zu leicht, sondern sogar schon etwas schwer und damit wertvoll. Auf der anderen Seite sind 94 Gramm in der Hosentasche geradezu nichts, und wer es dort positioniert, bemerkt es schon nach kurzer Zeit nicht mehr.

Nokia 6500 Classic: LadekabelAnsonsten liegt es hervorragend in der Hand, die Tasten sind ohne große Verrenkungen erreichbar und auch im Dunkeln gut zu erfühlen. Blind SMS-Tippen ist schwierig, die minimalen Erhöhungen auf der Taste „5" sind nicht wirklich nützlich. Gut angelegt hingegen sind die Funktionstasten, ist doch zwischen diesen ausreichend Platz, um nicht aus Versehen falsch zu drücken. Gut, viele sind es ja auch nicht.

Der Vibrationsalarm ist gut spürbar, funktioniert auch mit Klingelton und ist leise genug, um im Theater nicht die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Navigieren in den verschiedenen Menüs und das Steuern der Musik erleichtert der leicht bedienbare Navi-Key in der Mitte des Gerätes erheblich.

 
Die inside-handy Wertung: 91%
 
 

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