Test des Nokia 6300

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 13.04.2007
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Nokia 6300: Draufsicht


Nokia ist ein Hersteller mit einer beeindruckenden Historie an Dauerbrennern: Immer wieder produzieren die Finnen ein Modell, das in Nachfrage und Kundengunst ganz oben steht. Nach dem 6320i und dem 6233 soll nun das 6300 den Platz in der ersten Reihe einnehmen. Der Hersteller gibt sich dabei ganz unbescheiden: „Das Nokia 6300 Mobiltelefon wurde für Nutzer entwickelt, die ein Mobiltelefon mit umfassenden Funktionen in einem besonders ansprechenden, raffinierten Design wünschen.“ Wer seinem eigenen Produkt derartige Vorschusslorbeeren verleiht, der darf einen ausführlichen Test nicht scheuen. Wir haben das flache Handy in unser Testlabor geschickt.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia 6300: VerpackungDas Nokia 6300 wird im Nokia-üblichen Hartkarton geliefert. Die Verpackung ist hier der ungefähr so groß, wie man es von einem Nokia-Karton nun einmal erwartet, auch wenn inzwischen im Gegensatz zu früher keine jung-dynamischen Menschen mehr die Pappe zieren, sondern nur noch dezente Farben und Muster sowie eine Abbildung des Handys selbst.  Öffnet man die Hülle, erblickt man zunächst das Handy selbst, erst darunter kommt das Zubehör zum Vorschein: Akku, Ladegerät und Headset sowie die Bedienungsanleitung und die PC-Suite-Software, mit welcher die Inhalte vom PC aufs Handy kommen, und auch umgekehrt. Um auch multimedial starten zu können, liegt dem Paket eine 128 Megabyte große MicroSD-Karte bei. Ob die Speicherkapzität mittelfristig reichen wird, darf zu Recht angezweifelt werden, doch im Vergleich zu den 64-Megabyte-Kärtchen oder den gar nicht erst vorhandenen Erweiterungen bei Handys anderer Hersteller, ein echter Pluspunkt.

 

Nokia 6300: Lieferumfang
 

Verarbeitung & Handhabung

Nokia 6300: zerlegt in Bestandteile


Nokia 6300: TastaturOptisch ist das Nokia 6300 ein echter Leckerbissen: Ein gelungener Mix aus silbernem Kunststoff und Klavierlack werten das Handy optisch sehr auf. Dabei vermittelt jedoch die Tastatur samt ihrer Umrandung, die bis unter die Funktionstasten geht, den irritierenden Eindruck, es handele sich hier um einen aufgeschobenen Slider. Die Tasten des Nummernfeldes sind ungefähr zwei Millimeter tiefer angebracht, und fügen sich optisch und haptisch gut in das Gesamtkonzept ein. Auch die Rückseite ist hübsch anzuschauen: Hier herrscht im oberen Gehäuseteil weiterhin der schwarze Klavierlack vor, der Rest des Gehäuses besteht aus der Abdeckung der Batterie, welche freundlich im oberen Teil auf die Auflösung der Kamera (2 Megapixel) hinweist. Auf den ersten Blick etwas fehl am Platz erscheinen die rechts und links an den Seiten angebrachten weißen Kunststoffflächen, bei diesen handelt es sich um Leuchtflächen, die verpasste Anrufe anzeigen können.

Die Handhabung ist beim Zusammensetzen ein wenig fummelig: Obwohl das Handy von Nokia kommt, sollte man sich nicht an die alte Handy-Weisheit Nokia=einfach halten. Die SIM-Karte und den Akku einzulegen ist noch recht einfach, schlichtes Drücken tut seinen Dienst. Doch will man den Akkudeckel dann zum Abschluss auf das Gerät drücken, ist Gewalt gefragt: Die neben den Leuchtflächen angebrachten Klemmen bieten jede Menge Widerstand, der überwunden werden möchte. Es erinnert doch etwas an einen kindersicheren Verschluss, den ja erfahrungsgemäß Kinder am einfachsten aufbekommen.  Auch keine leichte Arbeit: Die Micro-SD-Speicherkarte ist zwar lobenswerterweise seitlich auch im laufenden Betrieb entnehm- und wieder einschiebbar, doch hilft das wenig, wenn man sie nicht zu fassen bekommt. Der Fingernagel sollte schon ein Stück länger sein, vor allem, um den Speicher wieder im Gerät zu versenken.

Nokia 6300Die Spaltmaße sind sehr gering, was das Eindringen von Staub recht unwahrscheinlich macht. Die schwarz lackierten Seitentasten fügen sich optisch schön in das Handy ein, und auch die Leuchten an den Seiten fallen nach dem Zusammenbau schon gar nicht mehr so sehr auf wie beim zerlegten Nokia 6300. Die diversen Zusatzkomponenten wie das (extra zu erwerbende) USB-Datenkabel, das Headset und das Ladegerät, die am unteren Teil des Gerätes angeschlossen werden, sitzen fest und haben nur ein geringes Spiel. Prima: Hier setzt Nokia auf internationale Standards wie den kleinen USB-Anschluss und einen 2,5-Millimeter-Klinkenstecker. Zum Entfernen zieht man an den jeweiligen Komponenten, die mit, wie es scheint, genau dem richtigen Maß an Energie herausgezogen werden können. Ebenfalls ein Pluspunkt: Alle in einander greifenden Teile sind solide verarbeitet.  Die Tasten haben jeweils einen sehr präzisen Druckpunkt und sitzen gut in den einzelnen Gehäuseteilen. Sie „klicken“ angenehm, wenn man sie drückt. Man bekommt beim Tippen den Eindruck, ein sehr solide verarbeitetes Gerät in Händen zu halten. Die einzelnen Tasten sind leicht zu treffen und haben eine praktische Größe. Da fast alle Tasten die gleichen Abmessungen haben, muss man jedoch immer mal wieder hinschauen, um nicht daneben zu drücken. Orientierung soll dabei die Taste „5“ bringen, die kleine seitliche Erhöhungen hat. Das funktioniert auch ganz ordentlich.

Nokia 6300Einen kleiner Minuspunkt, wenn auch subjektiver Natur: Der Vibrationsalarm ist etwas zu laut aufgefallen, dafür kann man ihn jedoch in der Tasche auch gut spüren. Lediglich wenn das Gerät auf einem Tisch oder einem Hohlkörper liegt, hört man ein lautstarkes Brummen. Aktivieren lässt sich dieser kinderleicht über die Profile, auf die wir noch später im Test zu sprechen kommen. Das Anbrigen von Handybänder ist möglich. Die Öse bzw. Lasche befindet sich unter dem Akkudeckel.

 
 

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