Test des Nokia 5730 XpressMusic
| Test-Datum: | 07.08.2009 |
| Software Version: | Symbian OS 9.3 S60 3.2 |
| Testversion mit Branding: | nein |
| Test-Autor: | WT ![]() |
![]() Das Nokia 5730 erweitert die Modelllinie der XpressMusic-Edition mit einem neuen Vertreter dieser Designserie. Die grundsätzliche Barrenform (mit ausziehbarer QWERTZ-Tastatur) ist geblieben, jedoch lässt sich der neuste Vertreter der Musik-Serie von Nokia nicht lumpen und kommt mit einem prallen Ausstattungspaket daher. Nokias Werbespruch für dieses neue Modell, „Immer auf dem neuesten Stand“, lässt keinen Zweifel daran, dass hier außer den Music-Features auch die kommunikativen Segmente klar im Vordergrund stehen. Die Kommunikationspakete werden auch im Handling durch eine ausziehbare QWERTZ-Tastatur sinnvoll ergänzt, was eine schnelle und praxisgerechte Daten- und Texteingabe ermöglicht. Das Betriebssystem Symbian OS in der Version 9.3, auf das die Benutzeroberfläche S60 3.2 aufgesetzt ist, lässt in gewohnter Weise auf eine gute Performance und eine sehr gute Erweiterungsfähigkeit der Programme schließen. Wie sich der Schwerpunktmix von „Multimedia“ und „Kommunikation“ im Modell 5730 in der Praxis bewährt, wird das Ergebnis dieses inside-handy.de-Praxistests zeigen. |
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| Die inside-handy Wertung: | 83% |
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![]() Das 5730 XpressMusic wirkt beim ersten Anfassen sofort sehr hochwertig. Das Kunststoffgehäuse mit der schwarzen, glänzenden Klavierlackoberfläche des Gerätes und der Tasten harmoniert sehr gut mit dem mattschwarzen Akkudeckel, der die gesamte Rückseite einnimmt. Die rotfarbenen Einrahmungen an der Vorderfront und an den Gehäuseflanken lockern das optische Erscheinungsbild zusätzlich auf.
Der Akkudeckel wirkt als einziges Bauteil etwas dünn und passt nicht so recht zu der sonst sehr hochwertigen Verarbeitung. Der Deckel wird nur mit zwei kleinen Plastiknasen links und rechts aufgesteckt und kann nicht extra verriegelt werden. Diese einfache Art der Befestigung ist anfangs nicht sofort ersichtlich, weshalb man erst (vergeblich) nach einer Entriegelungsmöglichkeit für den Akkudeckel sucht. Das 5730 XpressMusic lässt sich sehr schnell und einfach in den betriebsfertigen Zustand versetzen. Ein zusätzliches Werkzeug ist dafür nicht erforderlich. Die SIM-Karte wird in den dafür vorgesehenen Einschub des SIM-Kartenlesers eingesetzt, der oberhalb des Akkus auf der Geräte-Rückseite eingebaut ist. Dann den Li-Ionen-Akku einsetzen und zum Schluss noch den Akkudeckel aufsetzen und festdrücken und fertig ist das Phone für den ersten Start. Das Farb-Display an der Gehäusefront zeigt ein gestochen scharfes Bild und nach knapp 40 Sekunden ist das 5730 im betriebsfertigen aktiven Zustand. Die schwarzfarbenen Tasten sind ausreichend groß und haben einen leichten aber noch deutlichen Druckpunkt. Die Tastaturbeleuchtung ist hell und sehr gleichmäßig, was die gute Bedienung auch bei Dunkelheit garantiert. Auch der zentrale Joystick unterhalb des Displays ist grundsätzlich gut zu bedienen, wenn auch der Gesamteindruck einen leicht „schwammigen“ Bedienkomfort vermittelt – eine präzise Steuerung durch das Menü sollte hier trotzdem noch gewährleistet sein. Links und rechts neben dem 5-Wege-Nav-Key ist noch jeweils eine 3er-Tasten-Gruppe vorhanden. Die länglichen Tasten oben sind mit der Ansteuerung der beiden Softmenüfunktionen belegt, die variabel programmiert werden können. Die unteren länglichen Tasten sind mit der Rufannahme (links) und Rufbeendigung (rechts) belegt, wobei letztere auch die Funktion der Ein-/Ausschalttaste beinhaltet. Am linken und rechten Gehäuserand ist seitlich zwischen den beiden länglichen Tasten jeweils eine weitere kleine Taste vorhanden, die links mit dem Aufruf des Hauptmenüs und rechts mit der C-Taste und der Löschfunktion belegt ist. Unterhalb der Tastenleiste mit dem Nav-Key befindet sich eine herkömmliche Handy-12er-Tastatur, deren Einzeltasten alle etwas länglich und nach oben leicht abgerundet sind. Als Tasten gibt es noch zwei Besonderheiten auf der Vorderfront des 5730 XpressMusic: Links neben dem Display sind in der roten Leiste drei längliche Einzeltasten integriert, die zur Steuerung des Musikplayers Verwendung finden (Titelwahl rückwärts – Start/Pause – Titelwahl vorwärts). Oberhalb des Displays ist eine große Wipptaste mit einer Länge von gut 20 mm vorhanden, die für die N-GAGE-Spielekonsole als „Game“-Taste bei horizontaler Haltung im zugeschobenen Zustand gedacht ist. Oberhalb dieser Wipptaste sind noch das Objektiv der Frontkamera und der Spalt für den Lautsprecher zu erkennen.
Sowohl die normale Handy-Tastatur auf der Vorderseite als auch die QWERTZ-Tastatur innen erlauben ein flüssiges Schreiben, der deutliche Druckpunkt der Tasten und die saubere Verarbeitung runden den positiven Eindruck ab. Eine kleine Einschränkung ist bei der Bedienung der beiden 3er-Tasten neben dem Nav-Key erwähnenswert: Da die Abgrenzung der beiden länglichen Tastenelemente sehr undeutlich und die längliche Form der Tasten zudem sehr unpraktisch ist, ist eine zielsichere Bedienung dieser Tasten nicht immer gewährleistet. In der Praxis ist man sehr schnell mal verrutscht, wenn man diese Tasten in Eile betätigt und nicht genau die richtige Taste mittig ansteuert. Auf der linken Gehäuseseite sind zwei Anschlussbuchsen zu finden, die beide sauber mit einer Gummilasche zum Schutz vor Staub und Schmutz verschlossen sind. Unter der oberen Lasche verbirgt sich der Micro-USB-Anschluss für das kurze USB-Kabel und unter der unteren Lasche findet man den MicroSD-Kartenleser mit der eingelegten 8-GB-Speicherkarte. Auf der rechten Gehäuseseite sind ebenfalls zwei Tasten vorhanden, einmal die dünne längliche Lautstärkewippe und die kleine Taste für den Start der Kamerafunktion. Die Lautstärkewippe erfordert etwas Gefühl bei der Bedienung, da sie relativ schwer zu ertasten ist. Am oberen Rand des Nokia 5730 findet man noch die Buchse für den 3,5-mm-Klinkenstecker des Headsets, an den auch andere Lautsprecher/Headsets mit diesem Standard-Anschlussformat angeschlossen werden können – eine lobenswerte und praxisnahe Ausstattung für ein Musikphone.
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| Die inside-handy Wertung: | 81% |
| >> weiter zum 2. Teil des Nokia 5730 XpressMusic Test (u.a. Display & Kamera) >> | |
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Das Nokia 5730 wird in einer schwarz-bunten Nokia-Verpackung geliefert, auf der groß und unübersehbar ein Foto des XpressMusic-Kandidaten prangt. Bereits die Aufmachung des Kartons lässt keinen Zweifel aufkommen, dass hier Musik und Multimedia im Vordergrund stehen. Der Testkandidat hat die Farbe Schwarz/Rot. Der durchschnittliche Lieferumfang ist guter Standard. Neben dem Standard-Akku BL-4U mit 1.000 mAh, einer MicroSD-Speicherkarte mit 8 GB (die bereits im Gerät eingelegt ist) und einem Netzladeteil hat Nokia dem Gerät auch noch ein Stereo-Headset (2-teilig mit einem Fernbedienungsadapter für die Musik-Player-Funktion) mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker sowie ein USB-Anschlusskabel beigelegt - letzteres ist mit einer Gesamtlänge von gerade einmal 20 cm allerdings sehr kurz geraten. Das Headset kann auf unterschiedliche Weise genutzt werden, entweder einteilig ohne Fernbedienungselement oder zweiteilig mit dem Komfort der Fernbedienung. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform und eine CD mit der Nokia-Sync-Software und diversen Zusatzprogrammen und Treibern runden den guten Lieferumfang ab. Alles ist sauber verpackt in einem System aus verschiedenen Innenkartons untergebracht.

Der rot-schwarze Farbkontrast wirkt sportlich und edel zugleich. Was sich allerdings sehr schnell und unschön breit macht, sind deutlich sichtbare Fingerspuren auf der gesamten Vorderseite und den Gehäuseflanken; überall dort, wo die glänzende Lackierung einen dankbaren „Nährboden“ für diese Gebrauchsspuren bildet. Fleißiges Putzen mit einem Microfasertuch ist hier in einem regelmäßigen Abstand gefragt, will man die edle Optik dauerhaft erhalten. Spaltmaße und Verarbeitung sind auf dem ersten Blick durchgehend ohne besondere Auffälligkeiten, eine gute Verarbeitungsqualität auf hohem Niveau kann dem 5730 bescheinigt werden. Auch das Handy-„Feeling“ ist durchaus angenehm. Das Gehäuse in der bewährten Barrenform mit den Maßen 112 x 51 x 15,4 mm mit den abgerundeten Kanten und Ecken schmiegt sich wohlgefällig in die Handfläche ein und auch das Gewicht von 135 g passt gut zu diesem handschmeichlerischen Charakter. Sicher, ein Miniphone ist das 5730 von Nokia nicht, aber hier muss eben der ausziehbaren QWERTZ-Tastatur der entsprechende „Raum“ zugestanden werden. Mit einem sanften Druck auf die linke Seite gleitet die obere und untere Gehäusefläche mit leichter Federkraftunterstützung auseinander und gibt den Blick auf die QWERTZ-Tastatur mit vier Tastenreihen frei. Sowohl im geschlossenen als auch im geöffneten Zustand bleibt der Slider-Mechanismus nahezu spielfrei, eine saubere und ansprechende Verarbeitung ohne Klappern ist dadurch gewährleistet.
Nach dem Auseinanderschieben der beiden Gehäusehälften wird die QWERTZ-Tastatur in der unteren Gehäusehälfte sichtbar. Das Display schaltet dabei schnell und ohne große Verzögerung in eine Querdarstellung. Die grauschwarzen Tasten der QWERTZ-Tastatur sind in vier Reihen angeordnet, beim 5730 hat Nokia auf eine fünfte, reine Zahlenreihe verzichtet – die Zahlen sind auf der obersten Tastenreihe (Q – P) in einer Doppelbelegung ansteuerbar. Dafür haben die Umlaute „ä“, „ü“ und „ö“ jeweils eine eigene Taste bekommen. Die Tasten der QWERTZ-Tastatur sind grundsätzlich besser zu bedienen, da sie eine griffigere und nicht so glatte Oberfläche wie die Außentasten an der Vorderfront haben. Auch der Druckpunkt ist deutlich spürbar. Die filigrane Beschriftung in einem weißen gepunkteten Stil ist kontrastreich zu erkennen und bei dunkler Umgebung zugleich noch mit einer weißen gleichmäßigen Tastenbeleuchtung hinterlegt, die jederzeit eine klare Erkennbarkeit gewährleistet.
Am unteren Rand ist die Ladebuchse für das Ladegerät mit dem kleinen 2-mm-Stecker von Nokia. Daneben ist das Mikrofon unter einer kleinen Gehäuseöffnung zu erkennen. Die Rückseite des 5730 wird ganz von dem Carl Zeiss-Objektiv der 3,2-Megapixel-Kamera bestimmt. Neben dem Objektiv ist noch ein LED-Blitzlicht (ca. 40 Lux) zu finden, das für die Aufhellung des Bildbereiches in der näheren Umgebung (ca. 1 m) ausreichend ist. Nokia implementiert beim 5730 XpressMusic einen Vibrationsalarm, der sehr gut zu spüren ist. Ein Silentmodus mit „spürbarer“ Anrufsignalisierung ist damit Bestandteil des praxisgerechten Ausstattungspaketes.
![Bild des Apple AppStore Volkswagen Polo Challenge 3D [iPhone]](http://www.inside-handy.de/img/handyspiele/1518_k.jpg)


by Cartman: Text editiert