Test des Motorola SLVR L7

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Einführung

Test-Datum: 28.07.2006
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Spätestens mit dem V3 gelang es Motorola wieder in aller Munde zu kommen. Seit dem lässt sich der US-amerikanische Handyhersteller keine Besonderheit mehr entgehen: Das flachste Handy, das erste iTunes Handy, ein Handy das sich anfühlt wie ein Kieselstein. Das SLVR L7 ist hingegen eines der wenigen Geräte, welches in Barrenform auf den Markt kommt. Doch wie viel Technik passt in ein flaches, kleines und handliches Gerät? Welche Qualität bürgt die VGA-Kamera, während andere Geräte mit einer 2-Megapixel Kamera aufwarten? Wie macht sich die flache Metalltastatur, die seit dem V3 ein Markenzeichen für Motorola ist? Diese und noch viele andere Fragen beantwortet unser ausführlicher inside-handy Testbericht.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung ist schlicht und einfach. Auf dem Karton, der großflächig in blau-silber bedruckt ist, befinden sich Aufdrucke des SLVR sowie des Motorola-Schriftzuges. Auf der rechten Seite befindet sich der Aufkleber mit Geräteinformationen über die IMEI-Nr. und die Funkfrequenzen des Gerätes. Auf der Rückseite findet sich eine Übersicht von erhältlichem Zubehör und die wichtigsten Eigenschaften des SLVR in fünf verschiedenen Sprachen.

Beim Öffnen des Kartons fällt der erste Blick direkt auf das SLVR, welches allein auf einer Pappunterlage liegt. Wird die Pappunterlage entfernt, finden sich unter ihr der Akku, das Ladekabel, eine 104 Seiten starke Bedienungsanleitung in deutsch, die Garantieinformationen und Benutzerinformationen in verschiedenen Sprachen sowie ein kleines Heftchen, welches eine Mini-Bedienungsanleitung darstellt, die zusätzlich noch das erhältliche Zubehör auflistet.
 

Verarbeitung & Handhabung


Der Zusammenbau des SLVR ist einfach. Nachdem der Akkudeckel entfernt wurde, wird die SIM-Karte eingelegt und durch einen kleinen Metallbügel gesichert. Durch Aufdrucke im Gerät ist dies auch für jeden leicht verständlich. Nachdem der Akku über der Sim-Karte eingesetzt wurde, muss nur noch die Abdeckung darüber eingerastet werden - schon kann es losgehen. Lediglich wenn der Akku mal herausgenommen werden muss wird es etwas schwierig: Da er fest im Gerät sitzt und durch die flache Bauweise des Gerätes keine richtige Vertiefung zum greifen des Akkudeckels vorhanden ist, gibt es nur einen kleinen Anhebepunkt der mit dem Fingernagel erfasst werden kann.

Auf dem flachen Mittelrahmen des SLVR sitzen die Ober- und Unterschale des Gehäuses. Geführt von einem Mix aus geschwungenen und geraden Linien erreicht das Gerät ein klares, aber dennoch modernes Design. Auf dem Mittelrahmen sind verschiedene Sondertasten sowie der USB-Anschluss eingearbeitet, welcher aber nicht durch eine Abdeckung geschützt ist. Auf der Rückseite sowie in der Mitte des Gesprächslautsprechers wurde das Motorola-Logo auf einem silbernen Hintergrund eingearbeitet. Zusätzlich mit der etwas helleren Tastatur harmoniert dies zu einem Design welches sowohl zu einem Businessgerät,als auch zu einem modernen Fashionphone passt.

Das SLVR liegt durch seine flache und schmale Bauform gut in der Hand und kann durch seine symmetrische Form von Links- und Rechtshändern benutzt werden. Die Oberschale besteht aus einer Metalllegierung und fühlt sich auch dementsprechend robust an. Auch die Tastatur ist aus Metall, wenn auch mit einem Plastikschutz überzogen. Und auch die Außentasten sind aus Metall und wirken dementsprechend robust und stabil.

Die Spaltmaße des SLVR lassen keine Wünsche übrig. Obwohl das Gerät aus einem Mittelrahmen, einer Ober- und Unterschale sowie einem Akkudeckel besteht, sitzen diese Teile gut und fest ineinander. Lediglich bei dem ungeschützten USB-Anschluss lässt sich erahnen, dass hier Staub in das Geräteinnere eindringen könnte. Auch die Lautsprecheröffnungen auf der Vorder- und der Rückseite des Gerätes sind mit einem sehr feinmaschigen Drahtnetz geschützt.

Das SLVR besitzt nur einen einzigen Geräteanschluss. Dieser befindet sich an der rechten Seite und ist von der Bauweise gleich mit einem so genannten USB-Mini-Anschluss. Wenn das Datenkabel oder ein USB-Kabel mit dem SLVR verbunden wird, sitzt dies bis zum Anschlag fest im Gerät - ein Wackeln ist somit auch ausgeschlossen. Zum Entfernen der Teile muss nur am Kabel gezogen werden. Da es sich hierbei um einen normalen USB-Mini-Anschluss handelt, lässt sich ein normal im Handel erhältliches USB-Mini-Kabel zum Anschluss verwenden. Die vollen Funktionen können aber nur mit einem Motorola-Datenkabel erreicht werden, ohne dies lässt sich lediglich auf die Speicherkarte zugreifen, welche im Handel nachgekauft werden muss.

Zusätzlich zu dem USB-Anschluss befinden sich auf der rechten Seite des Gerätes eine Sondertaste, sowie der Schacht für eine TransFlash-Speicherkarte, mit welcher der interne Speicher erweitert werden kann. Dieser ist von einer kleinen Gummiabdeckung geschützt. Auf der Rückseite befindet sich eine VGA-Kamera mit einem vierfachen Digitalzoom. Auf der linken Geräteseite finden sich nochmals eine Sondertaste, sowie ein Wippschalter.

Das Tastenlayout der Haupttastatur ist schlicht und einfach. Ganz oben befinden sich drei Auswahltasten. Darunter ist links die Taste zur Rufannahme, rechts die Rufabweisung und in der Mitte ein Fünf-Wege-Navikey. Darunter befindet sich die normale, zwölftastige Telefontastatur. Die Zahlen in der mittleren vertikalen Reihe - also 2, 5, 8 und 0 – sind immer etwas nach unten versetzt zu den anderen der horizontalen Reihen. Diese Verschiebung ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Mit der Sondertaste auf der rechten Gehäuseseite lässt sich der Webbrowser des Gerätes starten. Über die Taste auf der linken Seite öffnet sich das standardmäßige Telefonbuch und mit dem Wippschalter lässt sich die Gerätelautstärke umstellen. Die Belegung des so genannten Smartkeys auf der linken Gehäuseseite lässt sich im Menü ändern. Der Aufruf des Browser muss mit einem Druck auf "Akzeptieren" bestätigt werden.

Die Tasten haben alle einen guten Druckpunkt. Durch die Erhebungen des Plastiküberzuges der Tastatur lässt sich jede Taste genau spüren. Obwohl sich von der Tastatur nur dieser Plastiküberzug spüren lässt, fühlen sich die Tasten stabil und hochwertig an. Bei der Benutzung der Tasten lhört man ein leises klicken. Auch die Tasten an den Geräteseiten lassen sich gut erfühlen und haben einen Druckpunkt, der klar strukturiert ist.

Da die Tasten der Haupttastatur gut fühlbar sind, lässt sich das Gerät auch mal blind bedienen oder es lässt sich eine SMS schreiben, ohne dass das Auge auf der Tastatur mitsuchen muss. Der einzige Nachteil hier sind die versetzten Mitteltasten. Diese sind erst nach etwas Übung genau zu treffen. Auch der Navikey lässt sich ohne Probleme nahezu blind bedienen. Da der mittlere Auswahlknopf klar von dem äußeren Teil abgegrenzt ist, wird nicht zufällig etwas Falsches ausgewählt. Durch die pfeilförmigen Erhebungen auf dem Außenring des Navikeys lassen sich auch die Richtungstasten ohne Probleme bedienen.

Der Vibrationsalarm ist angenehm leise und auch wenn das Gerät mal auf einem Tisch liegt, scheppert es nicht laut durch die Gegend. Dafür kann das Gerät ab und zu auch nicht gespürt werden, wenn es in der Hosentasche ist. Man kann einstellen, ob das Gerät nur klingeln, vibrieren, beides gleichzeitig oder zuerst vibrieren und dann klingeln soll.

Wer an seinem SLVR Handyschmuck oder ein Handyband befestigen möchte, findet an der rechten oberen Ecke eine Öse dafür. Da diese nicht zu klein ist und der innere Führungsweg gerundet ist, ist ein befestigen der Gegenstände auch ohne Hilfsmittel mit etwas Fingerspitzengefühl möglich.
 
 

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