Test des Motorola Razr i

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Einführung

Test-Datum: 20.11.2012
Software Version: Android 4.0.4
Testversion mit Branding: -
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Motorola Razr i

Für längere Zeit war es recht ruhig um Motorola, zumindest wenn es um Geräte für den deutschen Markt geht, hielten sich die Amerikaner zurück. Was fehlt, ist ein wirkliches Flaggschiff, welches mit Galaxy S3, One X und iPhone 5 aufnehmen kann. Doch auch in der Mittelklasse fehlte bis jetzt ein würdiger Vertreter. Dies will Motorola mit dem Razr i ändern. Es hebt sich nicht nur durch einen sehr schmalen Displayrahmen von den Mitbewerbern ab, sondern setzt auch auf einen Intel-Prozessor. Ob Motorola mit dem Razr i im hart umkämpften Smartphone-Markt wieder mitmischen kann, verrät der Testbericht auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Das Razr i kommt in einer schicken, recht kleinen Verpackung. Darin befindet sich das Handy samt Zubehör. Dieses umfasst das Daten- und Ladekabel und einen Steckdosenadapter. Ebenfalls enthalten ist ein Headset und diverse Anleitungen. In Pappe eingewickelt findet der Nutzer noch ein kleines „Werkzeug“, welches die Entnahme der SIM- und Speicherkarte erleichtern soll. Letztere ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Motorola Razr i

 

 

Verarbeitung & Handhabung

Motorola Razr i

Die Rückseite des Razr i ist nicht abnehmbar und so kann auch der Akku nicht gewechselt werden. Der Einschub für die Micro-SD und SIM-Karte befindet sich an der Geräteseite und ist durch eine Kunststoffabdeckung geschützt. Wird diese geöffnet, können die Karten eingelegt werden. Da die Arretierung für die Karten sehr tief im Gerät liegt, legte Motorola ein entsprechendes Werkzeug bei, um das Wechseln zu erleichtern. Das kleine Kunststoff-Plättchen dient quasi als Verlängerung für den Fingernagel. Zum Einsatz kommt eine Micro-SIM. Nachdem beide Karten arretiert wurden, kann die Abdeckung wieder geschlossen werden.

Motorola Razr iBeim Material lässt sich Motorola nicht lumpen. Neben der mittlerweile obligatorischen Schutzbeschichtung aus Gorilla Glas, verfügt das Razr i über einen Rahmen aus Aluminium. Der Hersteller selbst spricht von „Flugzeugaluminium“. Ob und inwieweit dies Vorteile hat, darüber wird jedoch geschwiegen. Die Rückseite besteht aus sehr robustem Kevlar, welches das Smartphone besonders widerstandsfähig machen soll. Darüber hinaus, ist das Handy gegen Feuchtigkeit geschützt. Letzteres wollen wir ohne Freigabe vom Hersteller aber nicht austesten. Zumal der Lautsprecher auf der Rückseite nur durch ein Gitter geschützt ist und die Flüssigkeit hier recht leicht eindringen kann. Aber es hinterlässt ein gutes Gefühl, wenn man nicht vor jedem Spritzer oder Regentropfen Angst haben muss. 

Die Haptik des Gerätes ist gut. Wirklich hochwertig wirken die Materialien aber nicht. Allen voran der Rahmen, welcher ziemlich billig wirkt. Insgesamt macht das Handy aber einen guten Eindruck, vor allem mit Blick auf die Verarbeitung. Die Spaltmaße sind sehr gering und die Verwindungssteifigkeit ist durch den Unibody extrem hoch. Das Glas liegt ca. einen Millimeter tiefer als der Rahmen und so entsteht eine unschöne Kante. Dank der angerauten Kevlar-Rückseite, liegt das Handy sehr gut und sicher in der Hand und gewährt einen sicheren Halt. Mit 122,5 x 60,9 x 8,3 Millimetern ist es um einiges kleiner als das Samsung Galaxy S3 oder HTCs One X. Zwar ist es auf dem Papier dünner als das S3, fühlt sich aber Dicker an. Schuld daran ist der Rahmen, welcher sich nur minimal nach unten verjüngt. Das Gewicht von 128 Grammist ausgewogen verteilt. 

Motorola Razr i

Unter dem Display befinden sich keine Sensor- oder Hardware-Taste. Die 3 obligatorischen Tasten, werden im Display dargestellt. Über dem Display liegt der Lautsprecher samt Motorola-Schriftzug und die Frontkamera. Die Stirnseite beherbergt den 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss. Auf der linken Geräteseite liegen die beiden Karten-Steckplätze und der ungeschützte Anschluss für das Daten- und Ladekabel. Auch hier ist es ein wenig unverständlich, warum dieser nicht mit einer Abdeckung versehen ist, ob der Ankündigung des Herstellers, das eine wasserabweisende Schicht, das Gerät „rundum vor Feuchtigkeit“ schützt. Diesen gegenüber befinden sich der Knopf für die Displaysperre, welcher auch als An-/Ausschalter fungiert, die Lautstärkewippe und eine gesonderte Kamerataste. Die asymmetrisch geformte Rückseite – welche nach oben hin schmaler wird – zeigt sich in einer Wabenähnlichen Struktur. Darüber befinden sich die Kameralinse samt Foto- und Videolicht und die Lautsprecheröffnung. 

Eines der Hauptmerkmale, welche Motorola offensiv bewirbt, ist das beinahe „randlose“ Display. In der Tat ist der Displayrand schmaler, als beispielsweise der eines Galaxy S3, der Unterschied ist jedoch kaum wahrnehmbar. Zwar misst der Rand vom Razr i nur 2 Millimeter und der von S3 4 Millimeter, doch ist dies nur die halbe Wahrheit: Denn zum einen handelt es sich bei den 2 Millimeter nur um den eigentlichen Displayrahmen, die Flanken sind von oben betrachtet dicker, so dass der Abstand von den Flanken zum Display ebenfalls 4 Millimeter beträgt. Des Weiteren erstrahlt das Display nicht komplett bis zum Rahmen, sondern lässt nochmal einen Millimeter Platz, was sich durch einen schwarzen Bereich kennzeichnet. Hier zeigt sich mal wieder, wie gut das Marketing Merkmale in den Vordergrund rücken kann, die keinen wirklichen Vorteil bieten.

Motorola Razr i

Das Gerät ist in mattem Schwarz gehalten und versprüht so ein gewisses Understatement. Was sich Motorola allerdings bei der Gestaltung der Flanken gedacht hat, bleibt ungewissen. Auf der rechten und linken Seite sieht man je 3 Schrauben. Diese wollen so gar nicht passen und erwecken eher den Anschein, dass es sich hier um einen Prototypen oder ein Bastlerstück handelt. Dies hätte man durchaus eleganter lösen können.

 

 
 

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15.09.2013, 22:46 Uhr
Zampano
Also ich finde den Test auch ein bisschen sehr Schwarz/Weiß.

Das Gerät ist nunmal kein iphone, dafür kostet es aber auch nur ein Drittel davon.

Einige, mich eingeschlossen, lieben grade dieses "Industriedesign". Aluminiumrahmen, gefräster Rand, Kevlar-Rückseite, fixierte und sichtbare Schrauben sind mir 100x lieber, als billiger Kunststo...[mehr]ff, der lieblos ineinander gesteckt wird. Ich habe hier den Eindruck, dass man sich richtig Gedanken über hochwertige Materialien gemacht und diese auch sauber verarbeitet hat, was ich bei vielen anderen Geräten nicht habe.

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten und auch ein Redakteur hat ein Anrecht auf eigene Meinung ;-) Okay, wenn er erwähnt, dass man dort Schrauben sieht und das Display nun eben auch nur "fast" randlos ist (für die, die das interessiert), aber in das Fazit dürfen diese nicht einfliessen, bzw. die Wertung des Gerätes verfälschen!

Und natürlich schneidet der Prozessor in den Benchmarks schlechter ab als die Vierkerner. Nur gibt es ausser diesen Benchmarks und einigen Spielen auch keine Anwendungen für diese Prozessoren.
Darauf wird hier viel zu viel Wert gelegt. Keiner, der ein Smartphone als Spielkonsole will, kauft sich das razr i und für die Anwendungen, die man täglich braucht, ist der Prozessor irre schnell.

Erwähnen sollte man durchaus mehr Stärken des Gerätes. Die Kamera ist absolut wahnsinnig!
Gibt es ein anderes Smartphone, dass seine Kamera in weniger als einer Sekunde (aus dem Sperrbildschirm heraus) einsatzbereit hat? Diese hier macht 10 Bilder in einer Sekunde und nochmal eine Sekunde zum Speichern, ich kann mir dann das Beste aussuchen.

Der Akku ist viel grösser als bei den meisten anderen Smartphones (zumindest in der Grösse) und hält dadurch viel länger.

Dazu ist das Gerät klein, gut verarbeitet, hat ausgezeichneten Empfang (auch da, wo die Samsung-Fraktion in meinem Kollegenkreis kein Netz hat!), ist irre schnell und bei weitem nicht so kostenintensiv. Wer Wert auf ein "Arbeitstier" mit ausdauerndem Akku legt und das Gerät nicht als Statussymbol, oder Spielkonsole braucht, ist hier richtig, erwähnt werden sollte das.


29.03.2013, 18:22 Uhr
johncourt
Lieber Redakteur,

selten so einen Mist gelesen, sorry.

Das Gehäuse wirkt auf sie also billig, und das trotz Flugzeugaluminium bzw “normalem“ Alu (hintere Hälfte) sowie -in meinen Augen sehr ästhetisch anzusehender- Verschraubung statt dem üblichen “geklippten“ Gehäuse?? Dann dieser völlig absurde Versuch, den Gehäuserahmen br...[mehr]eiter zu schreiben als jenen ihres geliebten Samsung S3. Selbstverständlich ist der Rahmen von oben betrachtet scheinbar breiter, da das Gehäuse sich nach unten hin in der Tiefe minimal „bauchig“ verdickt. An dieser Stelle sitzt aber der Akku und längst nicht mehr das Display, also können Sie diesen Vergleich absolut vergessen. Halten Sie einfach mal ganz objektiv und ohne ihre Hater-Brille das Motorola neben das Samsung und sie werden selbst sehen, dass trotz all ihrer Schönrechnerei der Motorola-Rahmen *deutlich* schmaler ist, nämlich so schmal wie beim jetzt neu erscheinenden Samsung S4. Und dessen Vorteil in der Display/Rahmen-Ratio zum Vorgänger ist auf Fotos klar zu erkennen.

Man merkt, wie sie mit aller Gewalt Gewalt versuchen, dieses perfekt verarbeitete Gerät schlecht zu schreiben. Autoren wie Sie sollten eigentlich nicht im Medienbereich arbeiten.
21.11.2012, 9:36 Uhr
mupili
Halllooooooo???

Wo bleibt endlich bei euren Tests der Aufschrei der Empörung über die Unart der Hersteller, den Tausch des Handy-Akkus nicht mehr selbst durchführen zu können ?

Die Smartphones heutzutage müssen etwa einmal täglich an das Ladegerät - macht in 2 Jahren über 750 Ladevorgänge!
Unwarscheinlich, dass der Akku durchhält -...[mehr] also wird das Gerät für viel Geld zum Akkutausch eingeschickt oder noch warscheinlicher entsorgt und ein neues gekauft, da der Vertrag ja eh ausläuft.

Solche Entwicklungen sollten verboten werden !

Oder zumindest - wie in meinem Fall - boykottiert werden !
20.11.2012, 21:50 Uhr
FeIix
Naja, ob es wirklich Randlos ist, sei mal dahin gestellt. Fakt ist aber, dass das Gerät ist kompakter als mein Galaxy S obwohl es 4,3 statt nur 4 zoll bietet und das ist schonmal eine gute Entwicklung
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