Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Testdatum: 06.02.2007
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Endlich gibt es Eleganz zum Schieben auch von Motorola. Mit dem MOTORIZR Z3 bringt Motorola sein erstes Slider-Handy auf den Markt - optisch überzeugt es durch seine mattblau schimmernde Softtouch-Oberfläche auf den ersten Blick. Mit seinen gerade einmal 16 Millimetern ist es flacher als die meisten anderen Schiebe-Handys und anerkennende Blicke sind einem durch das schicke Luxus-Design sicher. Das MOTORIZR Z3 möchte aber auch durch seine Funktionalität überzeugen. So ist der kompakte Slider mit einer 2 Megapixel-Kamera, einem Music-Player und einer Bluetooth-Schnittstelle ausgerüstet. Ob das MOTORIZR Z3 tatsächlich ein „Fist Class Slider“ ist, der innovatives Design mit höchster Funktionalität vereint, soll der folgende Testbericht zeigen.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des Motorizr Z3 fällt ähnlich extravagant aus, wie das Luxustelefon selber: Ein edel wirkender schwarzen Kartonschuber, auf dem das Handy in der Frontal- und Seitenansicht in Originalgröße abgebildet ist. Auf der Rückseite sind in sechs Sprachen einige technische Daten zum Telefon und dem optionalen Zubehör. Allerdings erweist sich das Öffnen des Kartons als nicht ganz so einfach. Könnte man aufgrund des nachgeahmten Slider-Formats vermuten, dass man den Karton einfach nach oben hin aufschieben kann, führt ein solcher Versuch unweigerlich dazu, dass man den Karton zerreist. Deshalb hier der Trick: der Karton lässt sich aufschieben, wenn man ihn von oben (hier befindet sich auch das Label mit der IMEI-Nummer) einschiebt. Jetzt öffnet sich der Karton ein stückweit nach unten, und man kann das Handy und das darunter befindliche Zubehör entnehmen.

Der Umfang des Zubehörs ist für ein Handy, das auch gehobenen Multimedia-Ansprüchen gerecht werden will, nicht angemessen. Neben dem Ladegerät sind im Lieferumfang der Standard-Akku BC50 (720mAh; Li-Ion), ein USB-Datenkabel, ein kabelgebundenes Stereo-Headset, eine deutsche Bedienungsanleitung, die Garantiebedingungen, eine Schnellanleitung und eine Software-CD (Motorola Phone Tools, Version 4) enthalten. Wünschenswert wäre vor allem eine MicroSD-Speicherkarte mit passendem SD-Adapter, eine Zugabe, die teilweise selbst in Prepaid-Handys wie dem V980 noch dabei war. Auch Luxus-Lifestyle-Zubehör, wie ein Gürtelclip, eine Trageschlaufe oder gar eine Ledertasche sucht man in der Verpackung vergeblich. Hier war Motorola beispielsweise bei seiner Erfolgs-RAZR-Serie wesentlich großzügiger.
 
Die inside-handy Wertung: 67%
 

Verarbeitung & Design


Der Zusammenbau des Handys breitet keinerlei Probleme. Unkompliziert lassen sich zunächst die Simkarte und gegebenenfalls auch eine MicroSD-Speicherkarte unter die hierfür vorgesehenen Halterungen schieben. Danach kann man den Akku von links oben einhaken. Idealerweise hat Motorola das Motorizr Z3 so konstruiert, dass man die MicroSD-Speicherkarte unabhängig vom Akku einsetzen und entnehmen kann.

Die Spaltmaße sind minimal gehalten und schützen gegen eindringenden Staub und Schmutz. Einen erstklassigen Eindruck macht auch der straffe und kaum hörbare Schiebemechanismus des Sliders. Komfortabel lässt sich das Handy - egal ob offen oder geschlossen - auch einhändig bedienen. Unter dem Display befindet sich zudem eine leicht hervorstehende Schiebeleiste, mittels derer man den Slider bequem aufschieben kann, ohne lästige Fingerabdrücke auf dem Frontdisplay zu hinterlassen.

Einzig der Plastikverschluss für USB-, Kopfhörer- und Ladekabelsteckplatz auf der rechten Seite unten wirkt etwas wackelig. Das Verbummeln dieses Verschlussnippels ist bei diesem Patent leider vorprogrammiert. Pluspunkt hingegen ist der Mini-USB-Steckplatz selbst. Headset, USB- und Ladekabel lassen sich leicht anstecken und viel wichtiger: sie halten auch. Direkt über dem Mini-USB-Steckplatz befindet sich die Kamerataste und ganz rechts oben die Sprachbefehltaste. Auf der linken Seite sind die Lautstärketasten und eine Smart-Taste. Letztere ist mit dem Signale-Menü belegt, kann aber praktischer Weise auf eine beliebige Menüfunktion umgestellt werden. Mit einem Gewicht von 115 Gramm gehört das Motorizr Z3 zwar nicht mehr in die Kategorie „Fliegengewicht“, überzeugt aber durch seine knapp 16 Millimeter Tiefe, und eignet sich dadurch auch für das Tragen in Hemd- und Hosentasche. In der Mitte oben befindet sich eine Öse für eine Trageschlaufe oder den bei Frauen in Mode gekommenen Svarovski-Anhänger. Letzterer würde optisch perfekt zu der edlen mattblauen Softtouch-Oberfläche passen.

Das Material sorgt für ein angenehm griffiges Gefühl in der Hand und ist darüber hinaus stoß- und kratzfest. Optisch knüpft Motorola mit dem Motorizr Z3 ganz klar an die Designlinie der Razr an. So erinnert das breite Bodenteil am unteren Rand und der längliche Lautsprecher am oberen Rand an die erfolgreichen Klappenhandys. Allerdings ist das Motorizr Z3 wesentlich schlanker, und die abgerundeten Kanten geben dem Gerät einen weicheren Touch.

Die Kamera und das Kameralicht befinden sich oben auf der Rückseite des Sliders. Zwar hat man hier keine Abdeckmöglichkeiten zum Schutz, aber die Aussparung im Akkudeckel führt dazu, dass beides leicht tiefer gelegt ist. Auf dem Akkudeckel, der etwa drei Viertel der Rückseite einnimmt, sticht einem in Silber das Firmenlogo entgegen. Im untersten Viertel befindet sich schließlich der längliche Lautsprecher. Auch beim Tastenmodell hat Motorola auf alt Bewährtes zurückgegriffen.

In der flachen Metalltastatur sorgen dünne, blau beleuchtete Silikonlinien dafür, dass man die Tasten klar voneinander abgrenzen kann. Überdies ist die 5 mit Silikon nachgezogen und bildet damit einen ausreichend deutlichen Orientierungspunkt für „Blind-SMS“-Schreiben. Der Tastendruck selbst ist klar und deutlich und zeugt von einer wertigen Verarbeitung. Im geschlossenen Zustand stehen einem neben dem zentralen Navikey (Fünf-Wege-Navigationstaste) auch die beiden Softkey-Tasten, die Browsertaste, die Korrekturtaste (c) sowie die grüne und rote Funktionstaste zur Verfügung. Sie sind rechts und links um den Navikey angeordnet. Auf den vier Richtungen des Navikeys befinden sich beleuchtete Markierungspunkte und vorbildlich hebt sich die Auswahltaste in der Mitte vom Rest ab. Sie ist durch einen beleuchteten Ring vom Rest des Navikeys abgegrenzt und eine unterschiedliche Materialoberfläche macht ein zielsicheres Bedienen möglich.

Während die Mitte des Navikeys direkt ins Hauptmenü führt, können die anderen Richtungen (links, oben, rechts, unten) genauso wie die beiden Softkey-Tasten und die Smart-Taste über Einstellungen/Personalisieren/Home Screen/Softkeys mit jeder beliebigen Menüfunktion belegt werden. Solche Schnellzugriffsfunktion erleichtern einem den täglichen Umgang mit dem Handy, und auf diese Art kann man das Motorizr Z3 nahezu komplett im geschlossenen Zustand nutzen.

Einstellungssache ist, ob die Kamera- oder Audiofunktionen beim Schließen des Sliders weiterlaufen sollen, oder nicht. Hierzu hat man unter Einstellungen/Grundeinstellung/Slider geschlossen/ die Wahl zwischen Aufgabe fortführen oder Aufgabe beenden. Unverzichtbar bei einem Slider ist natürlich die Möglichkeit, das Tastenfeld und die Seitentasten zu sperren. Voreingestellt ist eine automatische Sperre, bei der man zusätzlich über Einstellungen/Sicherheit/Tastatursperre/Timer eine Zeitverzögerung (zwei, vier oder acht Sekunden) einstellen kann. Das Entsperren ist eine Tastenkombination von rechter und linker Softkey-Taste. Bei eingehenden Anrufen braucht man sich darum allerdings nicht zu kümmern, da sich in diesem Fall das Tastenfeld von selbst entsperrt.

Das Tastenfeld ist sowohl im Hellen als auch im Dunklen gut ablesbar. Vermutet man auf den ersten Blick, das mangels schwacher Kontraste im Hellen Schwierigkeiten bestehen könnten, wird man beim ersten Tastendruck eines Besseren belehrt: jeder Tastendruck aktiviert automatisch die leuchtend blaue Hintergrundbeleuchtung, so dass man alles gestochen scharf sehen kann.

Eine Schwachstelle beim Motorizr Z3 ist hingegen der Vibrationsalarm. In Taschen ohne direkten Körperkontakt kann man ihn praktisch nicht mehr wahrnehmen, und entgangene Anrufe oder Mitteilungen bleiben auf dem dunklen Display verborgen. Allerdings wird man in solchen Situationen durch einen nicht zu überhörenden Signalton darauf hingewiesen. Letzterer hört auch erst auf, wenn man sich den jeweiligen Bericht angeschaut hat. Klingelton und Vibrationsalarm lassen sich gleichzeitig aktivieren.
 
Die inside-handy Wertung: 87%
 
 

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