Test des Motorola Backflip

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 08.06.2010
Software Version: Android 1.5
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: CKr dem Autor Feedback senden
 
Motorola Backflip

Selten wartete ein Smartphone mit so vielen technischen Neuerungen auf einen Schlag auf, wie das Motorola Backflip. Die vollständige QWERTZ-Tastatur des Mobiltelefons wird nicht etwa per Slidemechanismus ausgefahren, sondern befindet sich auf der Handy-Rückseite und wird zur Benutzung nach vorne geklappt. Ein Backtrack Touchpad hinter dem kapazitiven HVGA-Touchscreen soll die Bedienung des Backflip erleichtern und freie Sicht auf das Display gewährleisten. Zur komfortablen Organisation von Anwendungen, Widgets, Terminen, Nachrichten und Neuigkeiten arbeitet Motoblur auf der Oberfläche des Adroid-Phones. Wie sich soviel Neues im Alltag bewährt, zeigt ein Praxistest auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

In einem kleinen, funktionellen grauen Karton wird das Motorola Backflip ausgeliefert. Neben dem Smartphone befinden sich ein 1400 mAh-Akku, ein USB-Datenkabel mit Netzteiladapter, ein Stereo-Headset mit Ersatzohrstöpseln und Clip, eine zwei Gigabyte große MicroSD-Speicherkarte und eine sehr knapp gehaltene Bedienungsanleitung im Lieferumfang des Backflip. Ausführlichere Anleitungen zur Bedienung des Mobiltelefons findet der Nutzer im Hilfe-Center auf dem Handy. Zur Benutzung des Hilfe-Centers ist jedoch bei fast allen Punkten eine Internetverbindung notwendig, was zu zusätzlichen Kosten führen kann, wenn man nicht gerade über eine Datenflatrate oder eine W-Lan-Verbindung verfügt. Eine CD mit Synchronisationssoftware befindet sich nicht im Lieferumfang. Wie man trotzdem Kontakte, Termine und Nachrichten mit dem PC abgleichen kann, ist im Kapitel „Connectivity und Telefonieren“ nachzulesen. Eine Schutztasche hätte Motorola seinem Backflip, angesichts der außen liegenden QWERTZ-Tastatur, gerne spendieren können. Diese sucht man im Zubehör allerdings vergebens.

Motorola Backflip
 

Verarbeitung & Handhabung

Motorola Backflip

Über die korrekte Nutzung der Bedienelemente, wie Touchpad oder QWERTZ-Tastatur und das Einlegen von Akku und Simkarte informieren beim neu ausgepackten Smartphone praktische Abzieh-Aufkleber direkt auf den Bedienelementen selbst. So wird der Nutzer darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich die metallene Akkuabdeckung durch einen Entriegelungsknopf und Aufschieben aus seiner Verankerkung lösen lässt. Unter dem Akkudeckel befinden sich Akku, SIM-Karten- und MicroSD-Speicherkartenslot. Zum Einschieben der SIM-Karte muss zunächst der Akku entfernt werden. Die MicroSD-Speicherkarte wird dagegen einfach in eine Halterung geschoben und durch einen Riegel gesichert, aber auch hierfür muss zunächst der Akkudeckel abgenommen werden.

Motorola BackflipWer angesichts von QWERTZ-Tastatur und Touchpad einen Handy-Klops erwartet, hat sich geirrt. Denn mit seinen Außenmaßen von 108 x 53 x 15.3 Millimetern und 133 Gramm Gewicht liegt der smarte Klapper erstaunlich angenehm in der Hand und trägt auch in der Hemdentasche nicht allzu sehr auf. Auf den ersten Blick hervorragend ist die Verarbeitung des Backflip. Die innen liegenden Rückseiten von Display und QWERTZ-Tastaturfeld sind im Metall-Design gestaltet, während Tastatur und Display durch schlichtes Schwarz zu überzeugen wissen. Der Klappmechanismus ist ausreichend stramm, um ein unbeabsichtigtes Auseinanderklappen zu verhindern. Im aufgeklappten Zustand bilden Tastatur und Display eine Ebene. Wird ein Ladegerät angeschlossen und das Gerät nur teilweise geöffnet, zeigt der Monitor einen Wecker an. Alternativ können in diesem so genannten „Tischgerätemodus“ über die Home-Taste Bilder, Videos oder Musiksteuerungselemente geöffnet und abgespielt werden. Eine Besonderheit stellt die Unterbringung der 5-Megapixel-Kamera auf der linken Seite der QWERTZ-Tastatur dar.

Die Spaltmaße des Backflip sind sehr gering, so dass Staub kaum eine Chance hat, ins Gehäuse-Innere einzudringen. Lediglich zwei Aussparungen links und rechts neben dem Akkudeckel könnten eine Ansammlung von Fusseln begünstigen. Das Micro-USB-Datenkabel sitzt ohne nennenswerte Wackler in dem dafür vorgesehenen Steckplatz – über eine Schutzabdeckung verfügt dieser jedoch nicht. Rund um die Buchse befindet sich ein LED-Licht, das bei Anschluss des Kabels grün leuchtet. Leider wird diese LED nicht genutzt, um bei abgedimmtem Display entgangene Nachrichten oder Anrufe zu signalisieren. Eine 3,5 Millimeter-Klinken-Buchse an der Oberkante des Smartphones wird Musikliebhaber begeistern, da hier ein eigenes Headset angeschlossen werden kann.

Einige Novitäten bringen die Steuerungselemente des Motorola Backflip mit sich. So verfügt es über eine außenliegende, vollständige QWERTZ-Tastatur in schlicht schwarzem Design, die einer Computertastatur sehr ähnlich ist. Die angenehm großen, quadratischen Tasten liegen unter einer geschlossenen, leicht gummierten Tastaturmatte. Zur besseren haptischen Abgrenzbarkeit sind die einzelnen Tasten durch Rillen voneinander getrennt, die jedoch wesentlich ausgeprägter hätten sein können, um eine bessere haptische Abgrenzbarkeit zu gewährleisten. Zahlen und Sonderzeichen liegen über den Buchstaben und können direkt mit der ALT- oder mit einer Symbol-Taste angewählt werden. Auch Direktanwahltasten für die Google-Suchfunktion, den Handy-Browser, den Homescreen und die Nachrichtenfunktion hat Motorola in das QWERTZ-Tastaturfeld des Backflip integriert. Buchstaben und Symbole werden während der Bedienung von unten weiß beleuchtet.

Motorola Backflip

Die Verarbeitung des Tastaturfeldes macht einen sehr hochwertigen Eindruck – da es jedoch an der Handy-Außenseite angebracht ist, bleibt abzuwarten, wie es auf Dauer mit mechanischen Einwirkungen, wie Ablegen auf harten Tischplatten oder Transport in der Tasche zusammen mit spitzen Gegenständen fertig wird. Gegebenenfalls ist dem Nutzer an dieser Stelle der Einsatz eines schützenden Handy-Etuis angeraten. Zur Rufnummeranwahl und zum Anrufmanagement wird auf dem Display ein angenehm großes virtuelles Tastenfeld angezeigt.

Unter dem Display befinden sich drei Sensor-Tasten, die auf leichte Berührung reagieren und für die Anwahl von Options-Menü, Homescreen/Hauptmenü und die Rück-Funktion zuständig sind. Die Tastensymbole werden in einem sehr hellen Weiß von unten beleuchtet, solange das Display aktiviert ist. Eine Ein-/Aus-Taste am oberen Telefonrand dient zugleich dem Sperren und Entsperren des Displays. An der rechten Außenseite befinden sich zudem eine Wipptaste zur Lautstärkeregulierung sowie eine Kamerataste.

Motorola Backflip

Eine absolute Neuerung stellt das Backtrack Touchpad an der Display-Rückseite dar. Mit diesem lassen sich Menüpunkte auf dem Display ansteuern und öffnen, ohne das Display dazu berühren zu müssen. Mit einiger Übung klappte das im Test sehr gut. Beim Testmodell übersprang der Cursor, bei Bedienung über das Touchpad, jedoch leider die Widgets auf dem Homescreen. Es ließen sich nur Google-Suchfunktion, Schnellzugriffe und Bedienelemente am Displayrand durch das Touchpad ansteuern, so dass zum Aufrufen eines Widgets dann doch wieder die Berührung des Touchscreens nötig wurde. Die Anwahl der Hauptmenüpunkte und aller anderen Bedienelemente auf dem Display klappte dagegen über das Touchpad einwandfrei.

 
 

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27.09.2011, 17:45 Uhr
[Gast]
Ich finde das Handy gut.
Ich hatte keine Probleme damit!

07.06.2011, 10:43 Uhr
[Gast]
Sehr langsames Internet (O2) super Bedienbarkeit und Verarbeitung, noch gute Bildqualität, Gerät im ersten halben Jahr wegen defekt im Empfangsteil 2x getauscht. Bin trotzdem recht zufrieden. Keine Probleme mit der Tastatur.
14.02.2011, 12:38 Uhr
[Gast]
sehr gut aber gut aber gut scheiße mein handy is runter fallen ard
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