Test des LG Electronics KG320S
| Test-Datum: | 14.03.2007 |
| Software Version: | |
| Testversion mit Branding: | nein |
| Test-Autor: | HH ![]() |
![]() Flach, Flacher, am flachsten: Nachdem Motorola mit dem RAZR und dem SLVR erst einmal die Marke für hauchdünne Mobiltelefone gesetzt hatte, fühlten sich vor allem koreanische Anbieter herausgefordert, den Amerikanern Paroli zu bieten. Das Resultat war nicht nur dünn, sondern auch mager: Präsentiert wurden meist Handys, die der US-Vorlage verdächtig ähnlich sahen. Um so erfreulicher, nun ein Handy in den Ring zu lassen, dass optisch erstaunlich eigenständig ist: Seit dem LG Chocolate ist der koreanische Konzern sehr um ein Design mit hohem Wiedererkennungswert bemüht. Da dies beim Schokoladen-Slider hervorragend funktioniert hat, legen die Koreaner nun auch im klassischen Barrendesign nach. Ob ihnen der Einstand auch in diesem Segment gelungen ist, haben wir im inside-handy.de Testlabor überprüft. |
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Rot und schwarz, also in den schon bestens bekannten LG-Farben, kommt der Hochglanzkarton des KG320S in die Regale der Händler. Dieser dürfte im Regal kaum daneben greifen: Neben dem Handy in Frontalansicht, leicht gekippt oder auch mit diversen Anschnitten des Handys wird an jeder Kante mitgeteilt: Hier drinnen befindet sich ein LG KG320S. Wer dann zwar den Karton, aber keine Ahnung über die Features des Mobiltelefons hat, auch dem wird vom freundlichen LG-Verpackungsdesigner geholfen: Die Rückseite glänzt mit technischen Daten, die für Handy-Laien völlig unverständlich sein dürften: Dass dieses Handy „AAC++“, „H.263“ oder auch „64 Poly“ bietet, klingt nur im Ohr des Fachmannes logisch und verständlich. Öffnet man den Karton, kann man eine hellgraue Pappwanne herausziehen, die in vielen Handyverpackungen zum Einsatz kommt. Beruhigend gerade für Kunden, die wenig Ahnung von Technik haben: Gleich obenauf liegt eine wirklich gute und auf Deutsch verfasste Kurzanleitung, die unverständlicherweise den englischen Namen „Quick Start Guide“ trägt. Ein solcher Titel klingt verdächtig nach einem Sieg des Marketings, dürfte jedoch nicht jedem zusagen. Wirft man einen Blick unter die zahlreichen mitgelieferten Druckerzeugnisse, offenbart sich eine solche Fülle an Zubehörteilen, dass man sich als Fachhändler schon fragen muss, was man denn sonst noch verkaufen soll. Neben der auf den ersten Blick recht dicken Anleitung findet der Anwender auch das Ladegerät, ein USB-Datenkabel, das passende Headset sowie, und das ist wirklich selten drin, eine passende und recht schicke Ledertasche. Neben der Hardware ebenfalls an Bord: Die LG-Synchronisationssoftware auf einer Single-CD. ![]() |
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| Die inside-handy Wertung: | 98% |
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![]() Durch das flache und auf den ersten Blick sehr nüchterne, zugleich aber schicke Design, versucht LG gar nicht erst, sich mit Motorola in einen Topf werfen zu lassen, sondern geht beim Look des Handys konsequent seinen eigenen Weg. Der schlanke Chromrand wirkt nicht aufdringlich, sondern ergänzt sich gut mit der weißen Tastaturbeschriftung. Einzig die Abdeckung der integrierten Kamera, die mit einem Schiebemechanismus das Objektiv freigibt, wirkt auf den ersten Blick etwas groß geraten, stört jedoch bereits nach kurzer Betrachtung nicht mehr.Doch was auf den ersten Blick schick scheint, muss nicht zwingend so verarbeitet sein, weshalb wir das KG320S auch in die technische Nahaufnahme schicken: Das Zusammensetzen des Handys ist sehr einfach. Akku, Heckklappe und SIM-Karte finden schnell und ohne großen Logik- oder Kraftaufwand zu einander. Das Auseinandernehmen, was in dieser Häufigkeit eher Testern als Handybesitzern vorbehalten ist, gestaltet sich ähnlich simpel. Allein die SIM-Karte will, einmal in das dafür vorgesehene Fach gesteckt, nicht so einfach wieder zu entfernen, hier ist ein guter Fingernagel oder aber eine Pinzette gefragt. Das Handy an sich macht einen soliden und wertigen Eindruck, und vermittelt dabei das Gefühl, auch vieles ertragen zu können. Wer einmal diesen Kameraschieber hat einrasten hören, der gewinnt umgehend Vertrauen in die Langlebigkeit des KG320S. Ebenfalls trägt dazu bei, dass weite Teile des Mobiltelefons aus Metall sind oder den Eindruck machen, aus diesem verarbeitet zu sein.Die Spaltmaße sind sehr gering, was das Eindringen von Staub unwahrscheinlich macht. Auch bei herunter gezogener Kamera-Verdeckung sind die Abstände zwischen den Bauteilen im normalen Bereich, die Klappe schmiegt sich regelrecht an die Gehäuseoberfläche. Die in Gerätefarbe lackierten Seitentasten fügen sich optisch schön in das Handy ein, die Verarbeitung macht einen stimmigen Eindruck. Überhaupt ist die Wahrscheinlichkeit, dass diesem Handy im Alltagsgebrauch etwas Schaden zufügen könnte, recht niedrig: Immerhin kommt gleich es ab Werk mit einer überaus praktischen Tasche, die es vor äußeren Einflüssen schützen soll. Diese sieht zwar aus wie vom Samsung SGH-P300 abgepaust, doch ist das in Korea zum Einen nicht so schlimm, zum Anderen ist sie praktisch und das reicht aus. Die diversen Zusatzkomponenten mit dem klassischen Standard-Anschluss wie ein Datenkabel, ein Headset und das Ladegerät, die seltsamerweise am linken Teil des Gerätes angeschlossen werden, sitzen fest und haben nur ein geringes Spiel. Zum Entfernen zieht man den jeweiligen Stecker mit leichtem Druck nach unten, um dadurch die Arretierung des Steckers zu lösen. Angst vor Beschädigung ist dabei unbegründet: Alle in einander greifenden Teile sind solide verarbeitet. Einzig das Öffnen der Verschlussklappe ist kein Vergnügen: Ohne lange Fingernägel oder aber ein Werkzeug passiert hier nichts. Tasten gibt es nicht mehr als nötig: Am oberen Ende der Tastatur wurde ein sehr dezenter „Navi-Key“ angebracht, der schon eher den Eindruck macht, ein Stück der Oberfläche darzustellen als eine Funktionstaste. Vier Druckpunkte dienen hier als Navigationstasten, in deren Mitte sich eine eingelassene Kugel nach außen wölbt, welche die Befehlstaste darstellt. Erweitert wird der Navi-Key (den wir aus Mangel an Alternativen einfach so nennen wollen) durch die rechts und links unterhalb des Displays angebrachten Softkeys, die je nach Menü ihre Funktion ändern. Völlig aus der Mode gekommen zu sein scheinen übrigens auch die farblichen Markierungen der Rufannahme- und Beenden-Taste. Da uns die Erfahrung lehrt, dass mit der linken Hörertaste ein Gespräch begonnen wird, kann man sich noch zusammenorakeln, wie die beiden Tasten gemeint sind, doch hat hier das Design über die Technik gesiegt. Leider, denn unerfahrenen Handynutzern dürfte es Kopfschmerzen bereiten. An den Seiten wurden, im Gegensatz zu manch einem europäischen Multimediahandy, auffällig wenige Tasten angebracht: Rechts findet man die Musik- und Kamera-Taste, mit der man generell in den Bereich „Multimedia“ abtaucht, links befindet sich, der schicken Optik zum Trotz, gar keine Taste. Die Bedienung ist recht einfach, wenn auch ein deutlich kräftigerer Druckpunkt notwendig ist als bei einigen Mitbewerbern. Ebenfalls auffällig ist der recht laute mechanische Tastenton, wenn man auf die Tasten drückt. Eine SMS im Geheimen schreibt man mit dem KG320S nicht so bald. Ebenfalls eher mager ist die Tastaturbeschriftung: Während das schon erwähnte Fehlen der Farben auf den Ruftasten die Bedienung nicht einfacher macht, ist der viereckige „Navi-Key“ überhaupt nicht beschriftet. Hier kann man (als Anfänger) nur raten bzw. (also Handyerfahrener) nur vermuten, was bei Tastendruck geschieht. Immerhin lässt er sich nicht nur seitlich, sondern auch in den Ecken drücken.A propos Tastendruck: Die Taste „5“ ist, wie gewohnt, durch zwei kleine Stifte spürbar, wenn man nicht immer auf die Tastatur schaut. Diese sind jedoch so weit nach außen gerutscht, dass man sie auch hätte weglassen können: Zum Blindschreiben sind sie nicht zu gebrauchen. Das ist übrigens doppelt schade, ist doch die Tastaturbeleuchtung so mager ausgefallen, dass man damit bei Dunkelheit nur unzureichend schreiben kann. Einen kleinen Minuspunkt, wenn auch subjektiver Natur, mussten wir dann doch feststellen: Der Vibrationsalarm ist etwas zu laut aufgefallen, dafür kann man ihn jedoch in der Tasche auch gut spüren. Lediglich wenn das Gerät auf einem Tisch oder einem Hohlkörper liegt, hört man ein intensives Brummen. Aktivieren lässt sich dieser kinderleicht über die Profile, auf die wir noch später im Test zu sprechen kommen. Ergänzungen wie ein Handyband oder Schmuckanhänger lassen sich am LG KG320S einfach befestigen: Oben rechts am Handy befindet sich eine Öse, die entsprechende Anbauten aufnimmt. Das Einfügen ist jedoch eine echte Fummelarbeit und verlangt nach ruhiger Hand oder aber einer Pinzette. |
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| Die inside-handy Wertung: | 87% |
| >> weiter zum 2. Teil des LG Electronics KG320S Test (u.a. Display & Kamera) >> | |
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Rot und schwarz, also in den schon bestens bekannten LG-Farben, kommt der Hochglanzkarton des KG320S in die Regale der Händler. Dieser dürfte im Regal kaum daneben greifen: Neben dem Handy in Frontalansicht, leicht gekippt oder auch mit diversen Anschnitten des Handys wird an jeder Kante mitgeteilt: Hier drinnen befindet sich ein LG KG320S. Wer dann zwar den Karton, aber keine Ahnung über die Features des Mobiltelefons hat, auch dem wird vom freundlichen LG-Verpackungsdesigner geholfen: Die Rückseite glänzt mit technischen Daten, die für Handy-Laien völlig unverständlich sein dürften: Dass dieses Handy „AAC++“, „H.263“ oder auch „64 Poly“ bietet, klingt nur im Ohr des Fachmannes logisch und verständlich. 

Durch das flache und auf den ersten Blick sehr nüchterne, zugleich aber schicke Design, versucht LG gar nicht erst, sich mit Motorola in einen Topf werfen zu lassen, sondern geht beim Look des Handys konsequent seinen eigenen Weg. Der schlanke Chromrand wirkt nicht aufdringlich, sondern ergänzt sich gut mit der weißen Tastaturbeschriftung. Einzig die Abdeckung der integrierten Kamera, die mit einem Schiebemechanismus das Objektiv freigibt, wirkt auf den ersten Blick etwas groß geraten, stört jedoch bereits nach kurzer Betrachtung nicht mehr.
Das Handy an sich macht einen soliden und wertigen Eindruck, und vermittelt dabei das Gefühl, auch vieles ertragen zu können. Wer einmal diesen Kameraschieber hat einrasten hören, der gewinnt umgehend Vertrauen in die Langlebigkeit des KG320S. Ebenfalls trägt dazu bei, dass weite Teile des Mobiltelefons aus Metall sind oder den Eindruck machen, aus diesem verarbeitet zu sein.
Tasten gibt es nicht mehr als nötig: Am oberen Ende der Tastatur wurde ein sehr dezenter „Navi-Key“ angebracht, der schon eher den Eindruck macht, ein Stück der Oberfläche darzustellen als eine Funktionstaste. Vier Druckpunkte dienen hier als Navigationstasten, in deren Mitte sich eine eingelassene Kugel nach außen wölbt, welche die Befehlstaste darstellt. Erweitert wird der Navi-Key (den wir aus Mangel an Alternativen einfach so nennen wollen) durch die rechts und links unterhalb des Displays angebrachten Softkeys, die je nach Menü ihre Funktion ändern.
Die Bedienung ist recht einfach, wenn auch ein deutlich kräftigerer Druckpunkt notwendig ist als bei einigen Mitbewerbern. Ebenfalls auffällig ist der recht laute mechanische Tastenton, wenn man auf die Tasten drückt. Eine SMS im Geheimen schreibt man mit dem KG320S nicht so bald. Ebenfalls eher mager ist die Tastaturbeschriftung: Während das schon erwähnte Fehlen der Farben auf den Ruftasten die Bedienung nicht einfacher macht, ist der viereckige „Navi-Key“ überhaupt nicht beschriftet. Hier kann man (als Anfänger) nur raten bzw. (also Handyerfahrener) nur vermuten, was bei Tastendruck geschieht. Immerhin lässt er sich nicht nur seitlich, sondern auch in den Ecken drücken.
![Bild des Apple AppStore Volkswagen Polo Challenge 3D [iPhone]](http://www.inside-handy.de/img/handyspiele/1518_k.jpg)

