Test des LG Electronics GD900

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 02.11.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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LG Electronics GD900

LG schickt mit dem GD900 einen neuen Kandidaten mit einer 8-Megapixel-Kamera ins Rennen, das zudem noch mit einer weiteren Rarität aufwarten kann. „World 1st Transparent Design“ – mit diesem markigen Werbespruch preist der Hersteller sein LG-GD900 auch als „Ein Touch, ein Meisterwerk“ an. Wenn man nach der Ausstattungsliste des GD900 geht, dann bietet dieses Modell von LG (fast) alles, was heute „State of the Art“ ist. Vom WVGA-Touch-Display über schnelle Datenverbindungen (HSDPA 7.2 Mbps) bis zu Wi-Fi kann der LG-Slider GD900 mit den meisten Features aufwarten, die man heute von einem Multimedia-Highend-Phone erwarten kann. Besteht das LG-GD900 Crystal einen ausführlichen Test im inside-handy.de-Testcenter und erweist es sich in der Praxis auch als Meisterwerk? Lesen Sie hierzu unseren folgenden Testbericht.

Verpackung & Lieferumfang

LG Electronics GD900Das LG-GD900 wird in einer Verpackung geliefert, die so gar nicht auf ein „Meisterwerk“ aufmerksam macht. Hier hätte man auch etwas innovativer an das transparente Design des GD900 anknüpfen können und auch bei der Verpackung ein paar stilistische Merkmale in der Lieferbox integrieren können. So findet man neben dem relativ kleinen Produktfoto nur einen kleinen Hinweis in Textform (World 1st Transparent Design) auf der Box, der auf dieses besondere Merkmal des GD900 hinweist. Der kleine rechteckige Karton in braun-weißer Farbe zeigt sonst keine besonderen Auffälligkeiten. Auch der nur durchschnittliche Lieferumfang ist etwas lieblos in einer dünnen Plastikschale in der Lieferbox untergebracht. Neben dem Serien-Akku LGIP-520N mit 1000mAh, einem USB-Verbindungskabel und einem Netzladeteil hat LG dem GD900 auch noch ein Stereo-Headset mit Fernbedienungsfunktion (2-teilig) beigelegt. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform, eine spezielle kleine Tasche aus gefüttertem Stoff und eine CD mit der LG-Synchronisationssoftware und Musikübertragungsprogramm, Treibern und Zusatzprogrammen runden den Lieferumfang ab. Eine MicroSD-Speicherkarte sucht man indes vergeblich. Alles ist lose aber gut verpackt in der Plastikschale der Lieferbox untergebracht.

 

LG Electronics GD900
 

Verarbeitung & Handhabung

LG Electronics GD900

Beim ersten „Anfassen“ liegt das Slider-Phone mit der glatten Oberfläche gut in der Hand. Trotz der sehr glatten Oberflächenstruktur bleibt das GD900 noch griffig. Bei einer Baugröße von 105 x 52,8 x 13,5 Millimetern wirkt das GD900 mit den 120 Gramm Gewicht relativ schwer. Auffällig ist die silberne hochglänzende Lackierung der Frontseite des GD900, die jedoch bei jeder Berührung sofort sichtbare Fingerspuren hinterlässt. Das schwarze semitransparente Finish der Rückseite mit dem umlaufenden, alu-glänzenden seitlichen Rahmen macht einen guten Eindruck.

LG Electronics GD900Die Optik wird klar von dem großen, fast die ganze Vorderseite einnehmenden Bildschirm bestimmt, über den eine stark spiegelnde, transparente Abdeckung liegt, die nahezu die gesamte Vorderfront bedeckt. Am unteren Rand der vorderen Gehäuseseite ist eine schmale Aluleiste mit drei Sensor-Hardwaretasten vorhanden, die leicht nach hinten abgeschrägt ist. Links die Rufannahmetaste, rechts die Rufbeendigungstaste und in der Mitte eine „Quadrat“-Taste, die eine würfelähnliche Animation des Homescreen startet, der individuell gestaltbar ist. Ansonsten ziert nur noch ein dezenter LG-Schriftzug im unteren Bereich die Vorderseite des LG-Sliders. Das Gehäuse wirkt vom ersten Eindruck her sehr hochwertig – die Spaltmasse des GD900 sind gleichmäßig und kaum wahrnehmbar. Nichts wackelt und knarzt, hier ist eine sehr gute Verarbeitung vorzufinden. Der Schutz gegen eindringenden Staub sollte hier relativ gut sein. Auch die wenigen Tasten mit einem deutlichen Druckpunkt sind passgenau in das Gehäuse eingearbeitet.

Der Slider arbeitet exakt und leicht ohne ein merkliches Spiel, wenn gleich die Führung des Sliders etwas „kratzig“ wirkt und nicht ganz so butterweich läuft, wie man es von anderen LG-Slidern kennt. Dies kann sich jedoch mit der Zeit und bei längerer Benutzung durchaus noch ändern. Das Einlegen der SIM-Karte ist denkbar einfach. Der SIM-Kartenleser sitzt oberhalb des Akkus im Gehäuse. Nach dem Einschieben der SIM-Karte wird diese durch einen federgestützten Verriegelungskontakt arretiert und kann durch einen weiteren Druck auf die SIM-Karten-Kante wieder gelöst werden – eine vorbildliche Weise zur SIM-Karten-Fixierung. Nach dem Einsetzen der SIM-Karte wird der Li-Ionen-Akku eingelegt, der nur in der richtigen Position einrastet und fertig ist das LG-GD900 für den ersten Start. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Phone sehr handlich. Das überwiegend aus Metall bestehende Gehäuse hinterlässt einen stabilen Eindruck. An der rechten oberen Außenseite befindet sich eine silberfarbene Wipptaste zur Lautstärkeregulierung und eine weitere Hardwaretaste zur Start der Kamerafunktion mit dem Auslöser.

LG Electronics GD900 Die Buchse für das Netzladeteil, dem USB-Kabel und dem Headset befindet sich an der linken oberen Gehäuse-Außenseite. Die Buchse ist mit einer schwarzen Plastikabdeckung geschützt. Wenn man das Headset in der MicroUSB-Buchse einsteckt, dann wirkt es etwas wackelig, was auch beim Einstecken des Netzladeteils zu bemerken ist. Am oberen Gehäuserand findet man eine kleine versenkt angebrachte Hardware-Taste, die als Ein-/Ausschalter und zur Aktivierung/Deaktivierung des Touchscreens dient. Die 8-MP-Kamera ist auf der Rückseite des GD900-Phones angebracht, wobei sie im geschlossenen Zustand des Sliders nicht sichtbar ist, da der nur im unteren Bereich transparente Akkudeckel das Objektiv und das Fotolicht schützend verdeckt. Rechts vom Objektiv befindet sich ein kleiner Spiegel für Selbstportraits und links vom Objektiv ist eine kleine Foto-LED vorhanden. Auf der Vorderseite ist ein 3 Zoll Touchscreen-Monitor mit 480 x 800 Pixel und 16 Mio. Farben. Die Farben des Displays wirken klar und scharf. Mehr dazu im Kapitel „Display und Kamera“. Oberhalb des Displays ist das Frontobjektiv der Kamera für Videoaufnahmen, ein kleiner Helligkeitssensor und ein schmaler ovaler Gehäuseausschnitt mit dem Gerätelautsprecher vorhanden. Nach dem Aufschieben des Sliders erscheint das transparente Touchpad des GD900, das auf den ersten Blick ein echtes Highlight darstellt. Die Beschriftung der einzelnen Tasten des sensorischen Touchpads wirken fast „freischwebend“ in dem volltransparenten Teil des unteren Sliders. Die weiße Beschriftung wird noch zusätzlich durch eine bläuliche Beleuchtung hervorgehoben. Nur leider sind auf dem Kunststoff des transparenten Sliders sofort unschöne Fingerprints zu sehen, die den ersten edlen Eindruck des Touchpads etwas dämpfen. Erstaunlicherweise bleibt die gute Erkennbarkeit des Touchpads auch bei direktem Sonnenlicht nahezu voll erhalten, da muss man viel mehr Abstriche bei der Ablesbarkeit des Displays in Kauf nehmen, da die Vorderfront derart stark spiegelt, dass kaum noch was vom Displayinhalt gut zu erkennen ist.

LG Electronics GD900Das Touchpad beinhaltet eine herkömmliche Handy-12er-Tastatur, die rein über eine sensorische Oberfläche bedient wird. Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise vor, mit oder nach dem Rufton eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren. Auch eine fühlbare Bedienungs-Rückmeldung durch einen kurzen Vibrationsalarm in Form eines „tacticle feedbacks“ bei Berührung des Touchscreens kann wahlweise aktiviert werden.

 
 

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