|
Beim ersten „Anfassen“ liegt das Slider-Phone mit der glatten Oberfläche gut in der Hand. Trotz der sehr glatten Oberflächenstruktur bleibt das GD900 noch griffig. Bei einer Baugröße von 105 x 52,8 x 13,5 Millimetern wirkt das GD900 mit den 120 Gramm Gewicht relativ schwer. Auffällig ist die silberne hochglänzende Lackierung der Frontseite des GD900, die jedoch bei jeder Berührung sofort sichtbare Fingerspuren hinterlässt. Das schwarze semitransparente Finish der Rückseite mit dem umlaufenden, alu-glänzenden seitlichen Rahmen macht einen guten Eindruck.
Die Optik wird klar von dem großen, fast die ganze Vorderseite einnehmenden Bildschirm bestimmt, über den eine stark spiegelnde, transparente Abdeckung liegt, die nahezu die gesamte Vorderfront bedeckt. Am unteren Rand der vorderen Gehäuseseite ist eine schmale Aluleiste mit drei Sensor-Hardwaretasten vorhanden, die leicht nach hinten abgeschrägt ist. Links die Rufannahmetaste, rechts die Rufbeendigungstaste und in der Mitte eine „Quadrat“-Taste, die eine würfelähnliche Animation des Homescreen startet, der individuell gestaltbar ist. Ansonsten ziert nur noch ein dezenter LG-Schriftzug im unteren Bereich die Vorderseite des LG-Sliders. Das Gehäuse wirkt vom ersten Eindruck her sehr hochwertig – die Spaltmasse des GD900 sind gleichmäßig und kaum wahrnehmbar. Nichts wackelt und knarzt, hier ist eine sehr gute Verarbeitung vorzufinden. Der Schutz gegen eindringenden Staub sollte hier relativ gut sein. Auch die wenigen Tasten mit einem deutlichen Druckpunkt sind passgenau in das Gehäuse eingearbeitet.
Der Slider arbeitet exakt und leicht ohne ein merkliches Spiel, wenn gleich die Führung des Sliders etwas „kratzig“ wirkt und nicht ganz so butterweich läuft, wie man es von anderen LG-Slidern kennt. Dies kann sich jedoch mit der Zeit und bei längerer Benutzung durchaus noch ändern. Das Einlegen der SIM-Karte ist denkbar einfach. Der SIM-Kartenleser sitzt oberhalb des Akkus im Gehäuse. Nach dem Einschieben der SIM-Karte wird diese durch einen federgestützten Verriegelungskontakt arretiert und kann durch einen weiteren Druck auf die SIM-Karten-Kante wieder gelöst werden – eine vorbildliche Weise zur SIM-Karten-Fixierung. Nach dem Einsetzen der SIM-Karte wird der Li-Ionen-Akku eingelegt, der nur in der richtigen Position einrastet und fertig ist das LG-GD900 für den ersten Start. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Phone sehr handlich. Das überwiegend aus Metall bestehende Gehäuse hinterlässt einen stabilen Eindruck. An der rechten oberen Außenseite befindet sich eine silberfarbene Wipptaste zur Lautstärkeregulierung und eine weitere Hardwaretaste zur Start der Kamerafunktion mit dem Auslöser.
Die Buchse für das Netzladeteil, dem USB-Kabel und dem Headset befindet sich an der linken oberen Gehäuse-Außenseite. Die Buchse ist mit einer schwarzen Plastikabdeckung geschützt. Wenn man das Headset in der MicroUSB-Buchse einsteckt, dann wirkt es etwas wackelig, was auch beim Einstecken des Netzladeteils zu bemerken ist. Am oberen Gehäuserand findet man eine kleine versenkt angebrachte Hardware-Taste, die als Ein-/Ausschalter und zur Aktivierung/Deaktivierung des Touchscreens dient. Die 8-MP-Kamera ist auf der Rückseite des GD900-Phones angebracht, wobei sie im geschlossenen Zustand des Sliders nicht sichtbar ist, da der nur im unteren Bereich transparente Akkudeckel das Objektiv und das Fotolicht schützend verdeckt. Rechts vom Objektiv befindet sich ein kleiner Spiegel für Selbstportraits und links vom Objektiv ist eine kleine Foto-LED vorhanden. Auf der Vorderseite ist ein 3 Zoll Touchscreen-Monitor mit 480 x 800 Pixel und 16 Mio. Farben. Die Farben des Displays wirken klar und scharf. Mehr dazu im Kapitel „Display und Kamera“. Oberhalb des Displays ist das Frontobjektiv der Kamera für Videoaufnahmen, ein kleiner Helligkeitssensor und ein schmaler ovaler Gehäuseausschnitt mit dem Gerätelautsprecher vorhanden. Nach dem Aufschieben des Sliders erscheint das transparente Touchpad des GD900, das auf den ersten Blick ein echtes Highlight darstellt. Die Beschriftung der einzelnen Tasten des sensorischen Touchpads wirken fast „freischwebend“ in dem volltransparenten Teil des unteren Sliders. Die weiße Beschriftung wird noch zusätzlich durch eine bläuliche Beleuchtung hervorgehoben. Nur leider sind auf dem Kunststoff des transparenten Sliders sofort unschöne Fingerprints zu sehen, die den ersten edlen Eindruck des Touchpads etwas dämpfen. Erstaunlicherweise bleibt die gute Erkennbarkeit des Touchpads auch bei direktem Sonnenlicht nahezu voll erhalten, da muss man viel mehr Abstriche bei der Ablesbarkeit des Displays in Kauf nehmen, da die Vorderfront derart stark spiegelt, dass kaum noch was vom Displayinhalt gut zu erkennen ist.
Das Touchpad beinhaltet eine herkömmliche Handy-12er-Tastatur, die rein über eine sensorische Oberfläche bedient wird. Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise vor, mit oder nach dem Rufton eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren. Auch eine fühlbare Bedienungs-Rückmeldung durch einen kurzen Vibrationsalarm in Form eines „tacticle feedbacks“ bei Berührung des Touchscreens kann wahlweise aktiviert werden.
|