Test des HTC Touch 3G

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 09.12.2008
Software Version: Windows-Mobile Version 6.1
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: CKr dem Autor Feedback senden
 
 

Nach dem erfolgreichen Smartphone HTC Touch bring der taiwanesische Hersteller nun den Nachfolger HTC Touch 3G auf den Markt. „Got the fast touch?", fragt uns HTC auf seiner Website. Dank einer TouchFLO - Bedienoberfläche soll laut Hersteller die Steuerung des Smartphones mit den Fingern spielend leicht und schnell möglich sein. Neben GPRS und Wi-Fi hat der Neuling nun auch das schnelle UMTS und HSDPA mit an Bord. Ansonsten sieht es seinem Vorgänger auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich.

Ob die neuen Verbindungsmöglichkeiten des Touch 3G die einzigen Neuerungen sind oder ob es noch weitere Verbesserungen seinem Vorgänger gegenüber bringt, lesen Sie im Test auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Die mattschwarze Verpackung des HTC Touch 3G gibt einen optischen Vorgeschmack auf ihren Inhalt. Ähnlich wie das Smartphone selbst, ist der quadratische Karton schlicht und edel gehalten. Auf seiner Oberseite prangt der Schriftzug HTC TOCH 3G, darunter ist das Handy abgebildet sowie an der linken unteren Ecke das Firmenlogo des Herstellers. Ernüchternd dagegen fällt der erste Blick in das Innere der Verpackung aus. Die graue Eierpappe, in die das Touch 3G und das Zubehör eingebettet sind, will dem schlichten edlen Äußeren des Smartphones so ganz und gar nicht gerecht werden. Zusammen mit dem Touch 3G in der Packung liegen ein Ladegerät mit Adapter, ein USB-Kabel, ein Stereo-Headset, eine Kurzanleitung, eine Software-CD mit Bedienungsanleitung und Sprite Backup, und eine weitere Begleit-CD für die auf dem Handy installierte Windows Mobile-Software.


 

 
Die inside-handy Wertung: 77%

Verarbeitung & Design


Die gesamte Rückseite des Touch 3G besteht aus einem Guss, so dass das Einsetzen von Simkarte und Akku zu einem kleinen Abenteuer wird. In der Unterseite des hinteren Covers ist nur eine kleine Rille, in die man mit dem Fingernagel einhaken kann, um die Rückseite hochzuklappen.

Da diese zusätzlich an den Seiten eingerastet ist, hat man schnell das Gefühl, sie könnte beim Entfernen zerbrechen. Ist das Handy jedoch erfolgreich vom Backcover befreit, ist alles andere ein Kinderspiel. Der Akku lässt sich leicht einsetzen, und dank eines Bandes unter dem Akku, ebenso leicht auch wieder aus seiner Versenkung heben. Die Simkarte wird einfach in einen Slot an der oberen Rückseite eingeschoben. Zum Entfernen der Simkarte benötigt man jedoch einen spitzen Gegenstand, um diese wieder rückwärts aus dem Slot zu schieben. Seitlich unter der Rückseitenabdeckung befindet sich der Einschub für die MicroSD-Speicherkarte. Den Stylus, der die Bedienung des Touchscreens besonders bei dickeren Finger erleichtern soll, trägt das Touch 3G immer bei sich. Dieser wird einfach in eine Öffnung an der rechten Oberseite des Smartphones eingeschoben.

Das Touch 3G ist in vier dezenten Farbgebungen zu haben. In unserem Test kam ein schwarzes Modell zum Einsatz. Mit seinen zierlichen Maßen von 102 x 53,6 x 14,5 mm und 96 Gramm Gewicht, trägt es sich im Vergleich zu manch anderem Smartphone sehr angenehm in der Hemden- oder Hosentasche. Vorsicht ist jedoch bei dem 2,8 Zoll großen Display geboten. Dieses spiegelt stark und zieht somit Fingerabdrücke und Schlüsselkratzer magisch an. Ist das Display jedoch blank geputzt, macht das 3G auch wegen seiner ansonsten mattierten Oberfläche und den puristisch gestalteten chomfarbenen Tasten, einen sehr wertigen und stabilen Eindruck. Lediglich der Rückseite kann man bei stärkerem Druck ein leichtes Knarzen entlocken. Der mittlere Rahmen des Toch3G ist glatt und glänzt metallisch, ansonsten fühlt es sich jedoch wegen seiner samtig beschichteten Oberfläche sehr angenehm an und liegt gut in der Hand. Das Gerät ist passgenau verarbeitet, so dass auch die Spaltmaße des Handys sehr gering ausfallen. Lediglich am Steckplatz für das Netzteil fehlt eine Abdeckung, die das Eindringen von Staub verhindern würde.

Der Netzteilsteckplatz ist zugleich auch der Zugang für das USB-Datenkabel das zum Akkuaufladen mit dem passenden Adapter verbunden wird, und das Headset. Das  Zubehör lässt sich leicht an das Handy anschließen und sitzt fest in seiner Buchse.Wäre auf dem Rückteil des Touch 3G nicht ein Streifen befestigt auf dem „3.2 MEGAPIXELS" geschrieben steht, könnte man die Kamera des Smartphones glatt übersehen. In eine kleine Öffnung ist die Linse eingelassen. Zwar hat diese keine Abdeckung, ist jedoch in der Rückseite versenkt und so klein, dass es kaum Kratzer geben wird. Auf die Dauer kann sich in dieser Öffnung jedoch Dreck  festsetzen und die Linse trüben. Neben der Kameralinse ist ein ebenso kleiner länglicher Lautsprecher angebracht. Auf der unteren Rückseite befindet sich zudem eine Riemenhalterung. Das Handy wird über den Ein- und Ausschaltknopf an der Oberseite in Betrieb genommen. An der linken Außenseite befindet sich ein dünner langer Lautstärkeregler, der jedoch nicht als solcher gekennzeichnet ist, und den man darum schnell für ein Designelement anstatt für ein Bedienelement halten könnte. Über dem großen Display auf der Frontseite befinden sich eine schmale Öffnung für den Lautsprecher und eine kleine LED-Anzeige.

Unter dem Display sind die Sprechen/Senden-Taste, Ein Navigations-/Eingabefeld und eine Beenden-Taste angeordnet. Alle drei haben einen guten Druckpunkt. Mit der Navigationstaste kann man, alternativ zur Bedienung mit Stylus oder Finger, durch die Handymenüs scrollen und Eingaben bestätigen. Da dieses Handy über keine herkömmliche Tastatur verfügt, dient eine eingeblendete Qwertz-Tastatur (wahlweise kann auch eine normale 12er-Tastatur eingeblendet werden) auf dem Monitor der Eingabe von SMS oder MMS. Dass die TouchFlo-Oberfläche zwar eine nützliche Weiterentwicklung, jedoch für ein Smartphone mit vergleichsweise kleinem Display nicht ganz ausgereift ist, zeigt sich hierbei besonders. Die kleinen Buchstaben und Ziffern machen es dem Nutzer fast unmöglich, das Handy ohne den Stylus zu bedienen. Hier wird der Benutzer um den Einsatz des Stylus kaum drum herumkommen. Eine SMS blind zu tippen ist gänzlich unmöglich.

Ähnlich verhält es sich bei der Bedienung der Windows-Mobile-Oberfläche. Lassen sich die großen Icons noch sehr komfortabel mit dem Finger antippen oder über das Display ziehen, wird dieses spätestens bei Listenmenüs oder kleineren Bedienelementen zu einer nervigen Fummelei, so dass der Benutzer letztendlich doch wieder zum Stylus greifen muss. Das Touch 3G hat einen starken aber auch sehr lauten Vibrationsalarm, der in Jacken- oder Hosentasche kaum zu verpassen ist. Stören kann dieser jedoch wegen eines deutlichen Summens gerade in leiserer Umgebung.

 
Die inside-handy Wertung: 88%
 
 

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