Test des HTC S620
![]() Verbindungen zu schaffen ist natürlich eine Domäne eines Smartphones, und deshalb fühlt es sich hier auch wirklich zu Hause. Ob GPRS, EDGE oder Bluetooth, die meisten Standards erfüllt der kleine Begleiter mit einem stoischen Lächeln, wobei der Standard EDGE in Deutschland noch wenig Verbreitung gefunden hat. Wer immer auf dem neuesten Stand bleiben will, der bekommt mit dem S620 alles, was man heutzutage erwartet: Eine echte Nachrichtenzentrale. Neben SMS und MMS (natürlich bis 300 Kilobyte Größe) bekommt man auch die von vielen Businessusern so dringend verlangte Push-Mail. Wer also einen Exchange-Server sein eigen nennt, ist mit dem S620 hervorragend versorgt und immer auf dem neuesten Stand. Vorausgesetzt, er empfängt nicht in der (WLAN-)freien Wildbahn auf einmal Emails mit großen Anhängen. Die Nachrichten werden übrigens allesamt im mobilen Outlook abgelegt, wo sie dann gleichberechtigt erscheinen: SMS, MMS und Email liegen hier hübsch nebeneinander, es zählt die Idee der Nachricht, um etwas für mobiles Outlook zu qualifizieren. HTML-Emails versteht das S620 übrigens nicht – wer nach dieser hübschen aber sinnfreien Möglichkeit verlangt, sollte sich den Windows Mobile 6.0-Geräten zuwenden. Auch mit Freunden kann man jederzeit in Verbindung bleiben: Dank des eingebauten MSN Messengers kann man auch seinen Instant Messenger weiter verwenden, vorausgesetzt, man benutzte schon vorher den MSN Messenger. Wenn nicht, sollte man sich auf dem Softwaremarkt nach einer Alternative umschauen, für Windows Mobile wird glücklicherweise inzwischen genug entwickelt. Eine Verbindung zum PC gibt es natürlich auch, diese funktioniert sowohl über das Datenkabel als auch über Bluetooth einwandfrei, der Abgleich ist mit Outlook einfach und schnell zu bewerkstelligen. Die Kommunikation per Bluetooth-Headset funktioniert, wie zu erwarten war, ohne Probleme. Die Sprachwahl funktioniert ebenfalls problemlos. Diese Schnittstelle lädt übrigens nicht nur zum Sprach-Übertragen ein, sie macht das S620 auch zu einem Modem für ein verbundenes Notebook. Ebenfalls in die Connectivity reihen wie hier den Umgang mit Office-Dokumenten ein: Diese lassen sich dank mobilem Office zumindest anschauen, auch kann man vortrefflich hineinzoomen. Doch eines kann man nicht: Darin arbeiten. Das verwundert ein wenig, wurde doch das Handy primär als Arbeitstier konzipiert, und nicht als passiver Monitor. |
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![]() ![]() ![]() ![]() Bei den Komfortfunktionen hat HTC mit dem S620 ein ordentliches Paket geschnürt: Es kann alles, was man von einem modernen Smartphone erwartet (anklopfen, makeln, halten, Konferenzschaltung, Stummschaltung - hierzu braucht nur die Sterntaste länger gedrückt werden, etc.) und noch einiges mehr. Wer seine Termine gerne immer dabei hat, für den ist das S620 theoretisch eine gute Wahl: Im Gerät lassen sich nahezu unbegrenzt Kontakte eintragen, der Speicher des Handys ist dabei das Limit. Leider merkt man bei wachsendem Datenbestand auch, dass das Handy nicht gerade das schnellste ist: Sind erst einmal mehr als 500 Kontakte abgespeichert, wird es merklich langsamer. Neben der normalen Monatsansicht bietet der eingebaute Kalender auch eine Wochen- und eine Tagesansicht. Zudem können Termine mit Anfangsdatum/-zeit und Enddatum/-zeit gespeichert werden. Geburtstage werden direkt aus dem Adressbuch in den Kalender übernommen. Einzelne Termine können kopiert, verschoben oder auch via Bluetooth, SMS, E-Mail oder MMS gesendet werden. Das Adressbuch kann pro Kontakt bis zu fünf Nummern speichern, zusätzlich können Mailadresse, Webadresse, Bild, persönlicher Rufton, Sprachbefehl für jede Nummer, Titel, Firma, Straße, Ort, Bundesland, PLZ, Land (Straße bis Land auch noch privat), Bemerkungen und zusätzlich noch der Geburtstag gespeichert werden. ![]() ![]() ![]() ![]() Auch eine Extra-Datensicherung fällt damit weg: Ist alles auf dem Server oder aber Rechner, gibt es auch keine Notwendigkeit mehr, einen speziellen Abgleich herzustellen. Das Handy steht und fällt mit seiner Datenverbindung. Der Vorteil: geht das Handy einmal verloren oder wird beschädigt, muss man es „nur“ austauschen, und hat umgehend den gleichen Datenbestand. Der Musik- und Videospieler des Smartphones kommt aus dem Hause Microsoft und nennt sich, wie schon bei allen anderen Windows Mobile-Handys, Media Player. Der ist insofern etwas besonderes, weil er die verschiedensten Datenformate locker darstellen kann, als da wären .wmv, .mp4, .agp und .avi, für Videos, wie auch, und das ist ja gerade für Musikliebhaber wichtig, nahezu alle Formate, die man für mobile Musik verwendet, wie .wma, .mp3, .amr und m4a. Will man die Musik auf die Straße tragen, was ja gerade junge Leute sehr gerne in Fußgängerzonen tun, muss man Abstriche machen: Eher mager ist der Klang des eingebauten Lautsprechers zu nennen, der bei Höhen und Bässen gleichermaßen seine Schwächen offenbart. Dafür ist er im mittleren Spektrum, in dem ja auch die menschlichen Stimmen aktiv sind, gut und klar verständlich. Unterhaltung wird sonst eher klein geschrieben: Die mitgelieferten Spiele Bubble Breaker und das unvermeidliche Solitär können sicherlich über die eine oder andere Langeweile hinweghelfen, mittelfristig sollte man jedoch zusätzliche Unterhaltung auf das Handy laden. Es sei denn, man gehört zu den Menschen, die seit Jahren nichts anderes spielen als Solitär. |
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