Test des HTC Magic

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 09.06.2009
Software Version: Android
Testversion mit Branding: -
Test-Autor: CKr dem Autor Feedback senden
 
HTC Magic

„Magic“ nennt HTC sein zweites Android-basiertes Handy, welches dieses Mal exklusiv von Vodafone angeboten wird. Zugunsten schlankerer Maße wurde beim HTC Magic auf eine echte Tastatur verzichtet. Dafür wartet das Smartphone mit einem 3.2 Zoll großen Display mit hoher Auflösung auf. Auch auf eine 3.2-Megapixel-Kamera mit Videofunktion müssen Nutzer des Google-Handys nicht verzichten. Durch die große Vielfalt an Connectivity-Möglichkeiten ist schnelles Surfen im Internet gewährleistet, was nicht zuletzt Downloadfreaks begeistern sollte. Diese können sich auch im Android-Market so richtig austoben, der zahlreiche Anwendungen und Spiele für das Handy bereit hält.

Ob sich das HTC Magic auch in der Praxis als magisch erweist oder der Zauber bei intensiverem Gebrauch schnell verfliegt, zeigt der Praxistext von inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

HTC MagicBei der Verpackung des HTC Magic setzt der Hersteller auf eine schlichte und schlanke Linie. Der Pappkarton ist rechteckig und erstaunlich klein, so dass man sich beim ersten Hinsehen fragt, wie er zusätzlich zum Handy noch Zubehör beinhalten soll. Farblich ist er in Vodafone-typischem Rot an einer Seite und Weiß mit bunten, Tetris-artigen Würfeln auf der anderen Seite und Oberseite gestaltet. Ein kleines Bild auf der Oberseite zeigt das Smartphone in Front- und Profilaufnahme. Öffnet man den Karton, fällt der Blick auf eine weiße Papphalterung, die das HTC Magic beherbergt. Insgesamt ist der Karton nicht sonderlich hochwertig gestaltet, aber stabil genug, um einen sicheren Transport von Handy und Zubehör zu gewährleisten. Unter der Halterung des Smartphones tritt das Zubehör zutage.

Mit dabei sind: Ein Akku, ein Netzteil, ein Etui, ein Headset, ein USB-Datenkabel und eine 8 GB-MicroSD-Speicherkarte. Eine Kurzanleitung sollte laut Hersteller zwar auch vorhanden sein, dem Testhandy lag sie jedoch nicht bei. Abhilfe kann in so einem Fall der Support auf der HTC-Homepage schaffen, hier stehen Handbuch und Kurzbeschreibung zum Download. Während die Kurzbeschreibung komplett in deutscher Sprache zu haben ist, muss der Nutzer jedoch bei dem als deutschsprachig ausgewiesenen ausführlichen Handbuch der englischen Sprache mächtig sein, denn lediglich Sicherheitshinweise und Datenschutzbeschränkungen zu Beginn des Handbuches sind deutschsprachig gehalten. Nach einer CD mit Synchronisationssoftware sucht man im Zubehör vergebens. Zum Thema Synchronisierung jedoch mehr im Kapitel „Connectivity“.

HTC Magic
 

Verarbeitung & Handhabung

            HTC Magic

Der Auseinanderbau des HTC Magic zum Einlegen von SIM-Karte und Akku geht schnell vonstatten. Mit leichtem Druck lässt sich die Rückseite des Handys, die zugleich den Akkudeckel darstellt, vom Smartphone schieben. Möchte man die SIM-Karte in den dafür vorgesehenen Slot stecken, muss zunächst der Akku entfernt werden. Ein Vorteil ist, dass die SIM-Karte von einem Rand des Akkus dadurch fest an ihrem Platz gehalten wird. Etwas lästig ist die Unterbringung des MicroSD-Speicherkartenslots unter der Akkuabdeckung: Zum Einlegen und Entfernen der MicroSD-Karte muss man, da der Slot einen seitlichen Ausgang hat, zwar nicht den Akku, jedes Mal aber zunächst die Rückseite des Handys entfernen.

HTC MagicOptisch ist das HTC Magic nicht wirklich magisch. Schwarzes Plastik in Klavierlack-Optik (das Gerät gibt es auch in Weiß) und die Smartphone-typische Form bringen nichts wirklich Neues und sind auch woanders schon einmal dagewesen. Auch sieht der verbaute Kunststoff tatsächlich sehr nach Plastik und wenig edel aus. Einzig von der Kameralinsenumrandung im Metall-Look wird das Äußere etwas aufgewertet – aber wer schaut schon allzu oft auf die Rückseite des Handys? Hinzu kommt, dass das ansonsten phantastisch große aber spiegelnde Display sowie die glänzende Rückseite Fingerabdrücke nahezu magisch anziehen. Die Haptik ist dennoch ordentlich. Dank abgerundeter Kanten und schlanker Abmessungen liegt das Smartphone gut und weich in der Hand. Auch ist die Verarbeitung sauber. Der Akkudeckel sitzt fest und wackelt nicht. Einzig bei gleichzeitigem Druck auf Unter- und Oberseite lässt sich dem Handy ein leichtes Knarzen entlocken. Sehr geringe Spaltmaße sorgen dafür, dass Staub kaum eine Chance haben wird, in das Handyinnere einzudringen.

HTC MagicAn einer Abdeckung des Multifunktionssteckplatzes für Netzteil, Headset und Datenkabel wurde jedoch leider gespart, so dass sich hier auf Dauer Fusseln und Schmutz ansiedeln können. Der Steckplatz, der sich an der Unterkante des Handys befindet, wurde jedoch akkurat verbaut, so dass sämtliche Anbauteile passgenau und ohne Wackeln sitzen. Wie zuvor schon erwähnt, sitzt am oberen Teil der Rückseite die kleine Kameralinse. Diese hat zwar keine Abdeckung, ist jedoch recht tief in ihre Metallumrahmung eingelassen und wird dadurch vor unliebsamen Kratzern geschützt. Ein dezenter silberner Google-Schriftzug weist den Betrachter auf das Betriebssystem des Smartphones hin. Die schwarzen Ober- und Unterseiten des HTC Magic werden durch einen mattsilbernen Zierstreifen voneinander abgegrenzt. Auf der linken Außenseite befindet sich eine schmale silberne Wipptaste zur Lautstärkeregelung. Über dem großen Display ist eine linienförmige Öffnung für den Lautsprecher. Darunter sieht man einen unauffälligen Vodafone-Schriftzug. Unter dem Display befinden sich in oberster Reihe vier quadratische silberne Tasten für den Homescreen, Menü, Zurück und Suche. Darunter sind links die schmale Anruftaste und rechts die Anruf beenden/Ein-/Aus-Taste angesiedelt. Mittig befindet sich ein milchig-weißer Trackball zur Navigation in Menüs und auf Internetseiten. Die Tasten sind für Menschen mit dickeren Fingern recht klein gestaltet, lassen sich jedoch aufgrund ihrer leichten Erhebung gut erfühlen. Der Trackball ist sehr leichtgängig. Dennoch kann man mit ihm punktgenau Ziele auf dem Display ansteuern und anklicken.

HTC MagicWegen einer fehlenden QWERTZ-Tastatur ist man beim SMS-Tippen auf die virtuelle Display-Tastatur angewiesen. Tippt man eine SMS bei hochkant gehaltenem Handy, sind die einzelnen Tastenfelder sehr klein und somit für dickere Finger kaum bedienbar. Hier empfiehlt es sich, das Handy ins Querformat zu bringen, denn dann wird die Tastatur wesentlich größer, nämlich über die gesamte Länge des Displays angezeigt. Ein blindes SMS-Tippen ist mit der virtuellen Tastatur nicht möglich. Der Vibrationsalarm des HTC Magic ist deutlich in Hemden- und Hosentasche spürbar, gibt jedoch auch ein hörbares Summen von sich, was in ruhigerer Umgebung, beispielsweise während Besprechungen, störend wirkt. Der Vibrationsalarm kann einzeln verwendet oder dem Klingelton hinzugeschaltet werden.

 
 

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