Test des General Mobile G777

Einführung

Test-Datum: 29.04.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Gesamtwertung: 0 / 10
 
General Mobile G777
 
General Mobile (GM) ist bekannt für innovative und ausgefallene Ideen und somit verwundert es nicht, dass alle Modelle mit einzigartigen Funktionen aufwarten, die man bei der Konkurrenz vergeblich sucht. Nun preschen die Amerikaner mit einer neuen Idee vor: Anstatt sich wie üblich Kurzfilme oder Serien auf dem kleinen Handydisplay anzusehen, soll der Nutzer ein Kino zum Mitnehmen bekommen. Wie die Idee umgesetzt wurde und wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, zeigt der Test auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

General Mobile G777Die Kartonage ist schwarz, schlicht und versprüht einen Hauch von Eleganz. Die eigentliche Verpackung wird von einem zusätzlichen Pappkarton umhüllt, welcher mit Klarlack beschichtet ist. Dadurch glänzt die Verpackung und sieht sehr hochwertig aus. Auf der Frontseite ist das Handy vor einem Dschinn abgebildet. In blauer Schrift steht direkt daneben die Modelbezeichnung: G777 - Magic Touch. Zusätzlich befinden sich auf der Front das GM-Logo sowie ein „Plus X Award"-Logo, welches verdeutlich, dass dieses Produkt für eine besondere Innovation ausgezeichnet wurde. Die Unterseite ist mit zahlreichen Piktogrammen bedruckt, welche die Funktionsvielfalt des Geräts verdeutlichen sollen. Hier befinden sich beispielsweise Grafiken für die 3-Megapixel-Kamera oder den Motion Sensor. Auf der Oberseite ist das Handy von drei Seiten abgebildet. Die Rückseite ziert nochmals ein mittig angebrachtes GM-Logo.

Zieht man den zusätzlichen Pappkarton ab, kommt die eigentliche Verpackung zum Vorschein. Schon der Karton ist ungewöhnlich zu öffnen, wird nämlich in der Mitte aufgeklappt; die zwei Hälften werden noch von jeweils einem Deckel verschlossen. Sind die beiden Deckel geöffnet, präsentiert sich der Inhalt ordentlich sortiert. Das ganze Zubehör liegt fest in den dafür vorgesehenen Plätzen. Aufgrund der Menge an Einzelteilen verliert man beim Auspacken jedoch schnell den Überblick. Das Handy inklusive Akkudeckel hat einen separaten Platz im Karton und fällt somit direkt auf. Gleiches gilt für das zweite Highlight des Pakets, nämlich die Videobrille inklusive Kopfhörer. Diese liegt ebenfalls separat auf der anderen Seite des Kartons und ist direkt griffbereit. Das restliche Zubehör ist in zwei großen Fächern untergebracht. Hierzu zählen die beiliegende AV-Steuerbox inklusive passendem Akku und den dazu vorgesehenen Kabeln, um die Brille am Handy betreiben zu können.  Der eigentliche Handy-Akku inklusive Zusatz-Akku und separatem Ladegerät befindet sich genauso im Karton wie auch ein Ladegerät, das mittels USB-Datenkabel mit dem Handy verbunden wird. Für den mobilen Musikgenuss darf natürlich ein Stereo-Headset nicht fehlen. Leider wurde kein Adapter beigelegt, um die eigenen Kopfhörer am G777 betreiben zu können, weshalb man auf die mitgelieferten Kopfhörer oder auf Drittanbieter angewiesen ist.

General Mobile G777Zusätzlich wurde ein Seidentuch beigelegt, um das Handy sowie die Displays der Brille gefahrlos putzen zu können. Um alles handlich zu transportieren, kann man die kleine mitgelieferte Tasche verwenden. Hier kann das Zubehör für das mobile Kino kompakt verstaut werden. Zu guter Letzt befindet sich eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang, um die Funktionen und den Umgang des Handys zu erklären. Leider liegt unserem Probanden kein Datenträger mit Software bei. Was also tun? Möglichkeit eins wäre, die Software von der Herstellerseite runterzuladen. Schließt man jedoch das Handy am PC per Datenkabel an, kann das G777 auch ohne Software als Massenspeicher benutzt werden. Hier wird auch ersichtlich, wieso keine CD beiliegt, denn Treiber sowie die „PhoneSuite"-Software befinden sich auf dem internen Speicher des Mobiltelefons, ebenso wie eine kurze Installationsanleitung auf Englisch. Das schont die Umwelt.

Die Software kann ohne eine Installation gestartet werden, allerdings mit einem Manko - alles ist auf Chinesisch. Anhand der bebilderten Installationsanleitung kann man jedoch erkennen, wo genau man klicken muss, um die Software auf Englisch umzustellen. Ist dies geschehen, startet die Software automatisch neu und leserliche Zeichen füllen den Bildschirm. Wer jedoch der englischen Sprache nicht mächtig ist, hat verloren. Zur Auswahl stehen nur Englisch, Simplified sowie Traditional Chinesisch. Ebenfalls liegt dem Handy keine Speicherkarte bei, weshalb man auf den kleinen internen Speicher angewiesen ist. Hier wäre es wünschenswert gewesen, hätte der Hersteller eine Speicherkarte beigelegt, um auch größere Filmdateien auf das Handy kopieren zu können.

General Mobile G777

Verarbeitung & Handhabung

General Mobile G777
 
Hat man das 14 Millimeter tiefe Handy der Packung entnommen, muss wie üblich zuallererst die SIM-Karte im Gerät Platz nehmen. Hierzu wird diese in die dafür vorgesehene Halterung eingeschoben. Direkt daneben befindet sich auch der MicroSD-Steckplatz, der mangels Speicherkarte aber leer bleibt. Ist die SIM-Karte eingelegt, kann der Akku eingesetzt und der Akkudeckel nach oben zugeschoben werden. Damit die Freude am neuen Gerät nicht durch einen sich schnell entleerenden Akku getrübt wird, kann der zweite Akku schon einmal im separaten Ladegerät aufgeladen werden. Dies ist sehr praktisch.

General Mobile G777Ebenfalls sehr einfach ist das Öffnen des G777. Zuerst wird der Akkudeckel mittels etwas Druck nach unten geschoben. Danach kann man an der dafür vorgesehenen Kerbe den Akku nach oben heraus hebeln. Die SIM-Karte kann sehr einfach mit dem Finger aus der Führung geschoben werden, was teilweise auch zu einfach funktioniert. Hier besteht die Gefahr, dass die SIM-Karte nicht ordnungsgemäß erkannt wird, da sie locker in der Halterung sitzt. Ist das Handy zusammengebaut und funktionsbereit, macht es einen schlichten Businesseindruck und erinnert etwas an ein Nokia N73. Es besteht aus schwarzem Hochglanzplastik und besitzt nur wenige Chromelemente wie beispielsweise die Umrandung des Navigationskreuzes, den rundum eingelassenen Chromstreifen oder die Verzierung an der Kamera. Durch das Hochglanzplastik gibt es immer etwas zum Saubermachen. Hat man einmal das Handy in der Hand gehabt, sind Fingerabdrücke fast überall sichtbar. Vor allem die große Fläche am Akkudeckel sieht ohne Samthandschuhe wie eine große Spielwiese für Fingerabdruckdetektive aus. Gleiches gilt natürlich für das Display; hier sind jedoch die Fingerabdrücke nicht mehr zu erkennen, sobald das Display beleuchtet ist. Aufgrund des großen Bildschirm und den gut abgestimmten Proportionen macht das G777 einen guten Eindruck. Auch die Haptik stimmt mit dem guten optischen Gesamteindruck überein. Das glatte Handy liegt gut in der Hand und lässt sich einfach bedienen. Durch die verwendeten Materialien wirkt es robust und widerstandsfähig. Kleine Stöße und Kratzer verkraftet das Gehäuse problemlos.

General Mobile G777Die Spaltmaße am Gehäuse sind durchweg sehr gut. Von faktisch keinem Spaltmaß bis hin zu einem Millimeter am Ziffernblockrand ist es bestens gegen Staub geschützt. Auch die zwei Anschlüsse sind mittels Deckel vor Staub gut geschützt. Beim GM-Anschluss, der sich an der Unterseite des Geräts befindet, sitzt das Zubehör passgenau. Durch den Schnappmechanismus sitzt es perfekt in der Buchse und kann nicht unbeabsichtigt rausgezogen werden. Die oben links sitzende 2,5-Millimeter-Klinkenbuchse bietet ebenfalls guten Halt für das Zubehör, jedoch ist hier das unbeabsichtigte Herausziehen deutlich einfacher. Des Weiteren besitzt das elegante und schlichte G777 an der linken Seite einen Kippschalter für die Lautstärkeregulierung. Auf der rechten Seite befindet sich ebenfalls eine Taste, die den Kameramodus aktiviert. Die Navigationstasten unter dem Display sind normal angeordnet. In der Mitte ist das Navigationskreuz inklusive Bestätigungsknopf. Links und rechts befindet sich jeweils eine Softkeytaste. Darüber hinaus findet man links die Taste zum Annehmen von Gesprächen und rechts die Auflegen-Taste.

Darunter befindet sich das Nummernfeld, welches etwas gewöhnungsbedürftig angeordnet ist. Die Zifferntasten sind, wie bei Telefonen üblich, in drei Reihen zu jeweils drei Zahlen angeordnet. Die Null sowie die Stern- und Raute-Taste sind nicht unten angeordnet, sondern befinden sich an der rechten Seite. Dadurch ergibt sich eine dreizeilige und vierspaltige Anordnung, weshalb es einer größeren Eingewöhnungszeit bedarf, um sich nicht zu vertippen. Die Tastenfühlbarkeit ist durchschnittlich. Die Tasten sind nach oben etwas gewölbt und gut zu erfühlen, auch wenn die Oberfläche etwas glatt ist. Aufgrund der verwendeten Materialien muten die Tasten hochwertig und stabil an. Jede Taste hat einen guten Druckpunkt, wodurch es sehr einfach ist, die gewünschten Funktionen direkt auszuwählen. Auch die blaue Beleuchtung erleichtert einem bei Dunkelheit das Zurechtfinden.

General Mobile G777Zwar ist es möglich, eine SMS blind zu tippen. Aufgrund der gewöhnungsbedürftigen Tastenbelegung verschreibt man sich aber relativ häufig. Instinktiv sucht man die Null nämlich unten in der Mitte und schreibt stattdessen gerne mal eine Acht respektive den entsprechenden Buchstaben. Der Vibrationsalarm ist etwas zu schwach dimensioniert. Dieser soll primär in lauter Umgebung auf einen Anruf oder sonstige Ereignisse aufmerksam machen, was nicht immer gelingt. Ein etwas stärkerer Vibrationsalarm wäre von Vorteil.

Sprachqualität & Empfang

General Mobile G777Die Sprachqualität ist leider etwas enttäuschend. Ein leicht wahrnehmbares Hintergrundrauschen begleitet das komplette Telefongespräch. Bis zur vierten Lautstärkestufe ist die Sprachqualität annehmbar, danach klingt der Gesprächspartner klirrend. Über den seitlichen Kippschalter lassen sich die sieben Lautstärkestufen während des Gesprächs regeln. Das Mikrofon leistet bessere Arbeit. Der Gesprächspartner kann einen klar und deutlich verstehen. Wer in ruhiger Umgebung Telefonate führt, kann in einer mittleren Lautstärkenstufe den Gesprächspartner gut verstehen. An Bahnhof und Bushaltestellen muss man auf eine höhere Lautstärkenstufe hochschalten, um mit dem Gesprächspartner kommunizieren zu können, nimmt dadurch aber Übersteuerungen und Verzerrungen in Kauf. In Sachen Empfangsqualität kann das G777 wieder Punkte gutmachen. Denn nicht nur in der Großstadt, sondern auch in ländlichen Gebieten hält es die Funkverbindung zur Basisstation aufrecht.

Laut Herstellerangaben langt der Akku für 180 Stunden, was siebeneinhalb Tagen entspricht. Im Test hielt das GM-Handy immerhin sechs Tage durch. Hier kann bei Bedarf auf den Zweit-Akku zurückgegriffen werden. Gleiches gilt für Vieltelefonierer. Der Hersteller gibt 220 Minuten Sprechzeit an, was bei optimaler Empfangsqualität durchaus möglich ist. Der Proband funkt in den Netzen 900 Megahertz sowie 1800 Megahertz. UMTS oder die amerikanischen Frequenzen fehlen gänzlich, weshalb das Gerät für Reisen ins Ausland nur bedingt geeignet ist.

Das G777 hat einen Sar-Wert von 0.80 W/kg.

Display & Kamera

General Mobile G777Verbaut wurde ein 2,4 Zoll großes Display mit einer Breite von 3,6 Zentimetern und einer Höhe von 4,8 Zentimetern. Es löst 240 x 320 Pixel mit 262.000 Farben auf. Aufgrund des Frontcovers ist das Display durch eine Plastikscheibe geschützt. Dies hat den Vorteil, dass auch leichte Stöße und Schläge dem Display nichts anhaben können, erschwert jedoch bei starker Sonneneinstrahlung das Ablesen. Bei normalen Lichtverhältnissen zeigt das Display aber seine Stärken und besticht durch Schärfe und Farbbrillanz. Einzig der Darstellungswinkel kann nicht vollends überzeugen: Ab circa 30 Grad horizontal merkt man, dass sich die Farben ändern. Bis zu einem Betrachtungswinkel von 45 Grad ist aber alles noch gut erkennbar. Anders sieht es beim vertikalen Darstellungswinkel aus.

Kippt man das Handy mit dem Display zu sich, sodass man die Oberkante sieht, wird es zunehmend dunkler. Ablesen ist kaum mehr möglich. Gleiches gilt für die andere Richtung. Kippt man das Handy von sich weg, sodass man die untere Seite sieht, wird der Bildschirm immer heller. Dies ist vor allem während der Autofahrt störend. Befindet sich das Handy in einer Halterung und zeigt das Display nicht direkt zum Fahrer, ist ein Ablesen fast nicht mehr möglich. Das Tastenfeld wird in einem hellen Blau beleuchtet, um die Bedienbarkeit im Dunkeln zu erhöhen. Leider werden die seitlichen Tasten sowie das Navigationskreuz nicht illuminiert. Auch lassen sich zum Display keine Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast oder Beleuchtung tätigen. Zwar kann man hier die Hintergrundbilder sowie den Zahlenstil von Normal auf Digital Stift umstellen, eine Optimierung der Displaydarstellung ist dadurch jedoch nicht möglich. Positiv zu erwähnen sind andere Einstellungsmöglichkeiten. Zum einen kann man sich nicht nur gezielt ein Hintergrundbild auswählen, sondern durch schütteln des Geräts zwischen einzelnen Hintergrundbildern umschalten. Dies passiert zum Beispiel auch, wenn man das Handy etwas schwungvoller auf die Couch fallen lässt. Ob man diese Funktion nutzen möchte oder es zusätzlich noch mit einem Soundeffekt unterlegt, kann man selbst entscheiden und es entweder ein- oder ausschalten. Des Weiteren kann das Hintergrundbild auch als Menühintergrund ausgewählt werden. Es erscheint daraufhin etwas blasser und erleichtert somit das Ablesen der Schrift.

Der Bildschirmschoner kann ebenfalls aktiviert werden. Hier kann man die Art des Bildschirmschoners und die Zeit bis zur Aktivierung wählen. Zur Auswahlen stehen entweder eine Uhr, ein Systembild oder eigene Mediendateien die über den Dateimanager ausgewählt werden können. Dadurch lassen sich auch beispielsweise Filme als Bildschirmschoner nutzen. Derzeit noch seltener anzutreffen ist die Möglichkeit, die Einschalt- (Intro) beziehungsweise die Ausschaltanimation (Extro) zu ändern. Das G777 bietet diese Möglichkeit, weshalb sich auch das Ein- und Ausschalten mit eigenen Bildern oder Videos individualisieren lässt.

Wie schon zuvor erwähnt, wurde auch ein Sensor eingebaut, der Schütteln registriert beziehungsweise die Lage des Handys ermittelt. Dadurch wechseln Videos beim Anschauen ins Hoch- oder Querformat, je nachdem, wie das Gerät gehalten wird. Entgegen des Touchscreen-Hypes besitzt das General Mobile kein berührungsempfindliches Display und vertraut auf die herkömmliche Art und Weise der Bedienung. Dies macht sich unter anderem bei der Handhabung der Kamerafunktion bemerkbar. Wird die Kamera aktiviert, dauert es circa eine Sekunde, bis auf dem Display das anvisierte Bild erscheint. Zusätzlich werden weitere Symbole zum direkten Ändern von Einstellungen angezeigt. Der Kameramodus ist für das Querformat ausgelegt. Oben am Bildschirmrand wird ein Schieberegler angezeigt, der über das Navigationskreuz bedient wird. Hier kann man die Bildhelligkeit von minus vier bis plus vier einstellen. Am linken Rand sind acht Symbole dargestellt, von denen jedes über die Zifferntasten von eins bis acht angewählt und durch mehrmaliges Drücken die entsprechende Einstellung getätigt werden kann. Problematisch ist dies am Anfang, wenn sich das Handy im Querformat befindet - hier muss man erst suchen, wo sich nun die entsprechende Ziffer genau befindet.

Mit der Ziffer Eins kann man die Effekteinstellungen setzen. Hierzu zählen Normal, Graustufen, Sepia, Sepia Grün, Sepia Blau, Negativ, Negativ Grau, Tafel, Whiteboard, Kupferschnitz, Blauschnitz, Prägung, Kontrast und Entwurf. Ziffer Zwei ist für den Weißabgleich zuständig. Hier kann man zwischen Automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Fluoreszenz, Wolke und Weißglut wählen. Mit der Ziffer Drei kann der Blitz ein- oder ausgeschaltet werden. Ziffer Vier ist für den Selbstauslöser zuständig. Hier kann man die Verzögerung auf 5, 10 und 15 Sekunden ein- oder ganz ausstellen. Gleiches gilt für die Serienbilder. Mittels der Taste Fünf kann man die Serienbildfunktion auf ein, drei oder fünf Bilder stellen beziehungsweise die Serienbildfunktion ausschalten. Unter Ziffer Sechs kann der Landschaftsmodus auf Automatisch oder Nachtaufnahme gestellt werden.

General Mobile G777Sieben ist für die Qualität des Bildes zuständig; hier hat man die Auswahl zwischen Einfach, Normal und Hoch. Mittels der Ziffer Acht kann die Auflösung des Bildes geändert werden. Es stehen die Optionen 240 x 320, 640 x 480, 800 x 600, 1600 x 1200 und 2048 x 1536 Pixel zur Verfügung und nur die Auflösung von 240 x 320 Pixel schaltet den Kameramodus ins Hochformat. Wie bei anderen Modellen und Herstellern auch, ist ein Zoomen nur in den Auflösungen 240 x 320 sowie 640 x 480 Pixel möglich. Das Zoomen geschieht nicht wie gedacht über den unteren Kippschalter, sondern über das Navigationskreuz. Der Kippschalter dient dazu, zwischen verschiedenen Rahmen zu wählen und somit beispielsweise zwischen einer Weihnachtsmann- und einer Bitte-Lächeln-Postkarte umzuschalten. Diese sind jedoch nur in der kleinsten Auflösung von 240 x 320 Pixel verfügbar. Alle Einstellungen lassen sich auch über die linke Softkeytaste im Menü Optionen einstellen. Zusätzlich hat man hier noch die Möglichkeit, einen Kameraton zu wählen oder diesen auszuschalten. Auch der Speicherplatz kann zwischen Telefon und Speicherkarte gewählt werden. Ebenfalls lassen sich alle Einstellungen auf die Werkseinstellungen zurücksetzen und im Bilderalbum kann nach Bildern gesucht werden.

Sind die Einstellungen getätigt, kann das gewünschte Bild geschossen werden - fast. Denn einen Autofokus hat das G777 leider nicht und somit muss man an der Rückseite des Geräts einen Schieberegler entweder auf Landschafts- oder Makromodus stellen. Ist dies erledigt, kann der Auslöser betätigt werden und das Bild erscheint innerhalb einer Sekunde auf dem Display mit der Nachfrage, ob es gespeichert oder verworfen werden soll.

Auch eine Videofunktion ist vorhanden, jedoch nicht über den eigentlichen Kameramodus. Mittels Menü kann in den Medienordner gewechselt und der Camcorder gestartet werden. Nun kann man auch Videos aufzeichnen. Im Display erscheint der Sucher nicht in Vollbild, sondern etwas kleiner dargestellt. Rechts am Display kann man den Zoom sowie die Bildhelligkeit einstellen. Am unteren Bildschirmrand wird die aufgenommene Zeit angezeigt. Die rechte Softkeytaste verlässt den Camcorder, die linke führt direkt zu den Optionen. In diesen kann man zuerst einmal den Weißabgleich auf Automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Fluoreszenz, Wolke oder Weißglut einstellen. Danach wird bestimmt, ob man das LED-Licht ein- oder ausschalten möchte. Die Helligkeit lässt sich analog zum Kameramodus von minus vier bis plus vier regeln. Bei Bedarf kann man den Nachtmodus aktivieren und die Randleistenwahl von 50 auf 60 Hertz stellen. In den Videoeinstellungen kann zudem noch die Größe respektive die Auflösung von QCIF (176 x 144 Pixel) auf CIF (352 x 288 Pixel) gestellt werden. Die Qualität lässt sich in vier Stufen regeln: Normal, Einfach, Fein und Hoch.

Ein Größenlimit erleichtert das Versenden von Videos mittels MMS. Hierzu kann das Video auf 95, 195, 295 Kilobyte oder auf Maximum limitiert werden. Gleiches gilt für die Aufnahmezeit: Dem Nutzer stehen 15, 30 oder 60 Sekunden sowie die Auswahlmöglichkeit Maximum zur Verfügung. Ob der Ton mit aufgezeichnet werden soll, kann ebenso wie der Codec eingestellt werden. Hier kann man zwischen H.263 und MPEG4 wählen. Zusätzlich kann das Video mit Effekteinstellungen versehen werden. Diese sind mit denen im Fotomodus identisch und beinhalten Normal, Graustufen, Sepia, Sepia Grün, Sepia Blau, Negativ, Negativ Grau, Tafel, Whiteboard, Kupferschnitz, Blauschnitz, Prägung, Kontrast und Entwurf. Ebenfalls kann der Speicherort gewählt sowie auf die Werksteinstellungen zurückgesetzt werden. Sind alle Einstellungen getätigt, kann die Videoaufnahme beginnen. Erfreulich ist, dass auch während der Aufnahme der Zoom reguliert werden kann. Hat man die gewünschte Sequenz aufgenommen, kann das Video wahlweise abgespeichert oder verworfen werden.

Alle aufgenommenen Bilder und Videos werden in den entsprechenden Ordner auf dem Telefon oder der Speicherkarte abgelegt. Die aufgenommenen 3-Megapixel-Bilder sind mittelmäßig. Lässt man das Handy alle Einstellungen automatisch vornehmen, sind die Bilder leicht überbeleuchtet und verwaschen. Gegen das Überbeleuchten kann man manuell eingreifen und die nötigen Einstellungen vornehmen, die leichte Unschärfe bleibt jedoch bestehen. Im Makromodus sind die Bilder minimal besser, trotzdem langt die Qualität nur für gelegentliche Schnappschüsse. Urlaubsaufnahmen sollten dem G777 nicht anvertraut werden. Etwas besser sieht es bei den Videoaufnahmen aus. Zwar ist auch hier die Auflösung wie auch bei anderen Handyherstellern gering. Jedoch sind die Aufnahmen flüssig und reichen aus, um ein kurzes Video drehen zu können. Eine circa 30 Sekunden lange Videoaufnahme benötigt in höchster Auflösung und bester Qualität zwei Megabyte an Speicher. Gravierende Unterschiede zwischen beiden Codecs gibt es nicht. Jedoch arbeitet der MPEG4-Codec etwas besser als H.263, weshalb ersterem der Vorzug gewährt werden sollte.

 
General Mobile G777

OS & Bedienung

General Mobile G777
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General Mobile G777
Das eigens entwickelte Betriebssystem des General Mobile G777 macht einen soliden und optisch ansprechenden Eindruck. Beim einschalten des Geräts wird ein Fortschrittsbalken angezeigt, der den Ladestatus des Betriebssystems symbolisiert. In rund sechs Sekunden ist das Gerät einsatzbereit und zeigt einen blinkenden Cursor zur Eingabe der PIN. Nachdem die PIN eingegeben und bestätigt wurde, vergehen weitere zwei Sekunden und es erscheint die Benutzeroberfläche.

Mittels linkem Softkey wird ins Menü gewechselt. Ein Menü aus drei Zeilen sowie drei Spalten wird angezeigt. Unterhalb dieses Menüs befindet sich eine der Auswahl entsprechende Animation in 3D. Ist man beispielsweise auf dem Icon „Organizer", wird ein nach links und rechts drehender Organizer angezeigt. Rechts daneben wird die hinterlegte Nummer für den Schnellzugriff sowie in dicken Buchstaben die Menübeschreibung in Deutsch angezeigt. Direkt unterhalb der deutschen Menübeschreibung wird auch die englische Menübeschreibung angezeigt.

Das Hauptmenü ist in folgende Punkte der Reihe nach angeordnet: In Zeile eins befinden sich die Punkte „Organizer", „Business Zone" und „Einstellungen". Zeile zwei beherbergt das „Telefonbuch", „Mitteilungen" und den Punkt „Service". In der letzten Zeile wurden „Fun & Games", „Medien" sowie „Extras" untergebracht. Eine Änderung der Menüanordnung ist nicht möglich. Jedoch sind die Icons sinnvoll gewählt, sodass man sich direkt zurechtfindet. Es verbergen sich nicht immer die gesuchten Punkte unter dem vermuteten Icon, aber auch hier gilt: Hat man sich einmal an die Anordnung gewöhnt, findet man sich schnell zurecht.

Dadurch ist es möglich, vom Startbildschirm in nur vier Schritten eine SMS zu verfassen. Schneller geht es nur noch über Schnellzugriffe mittels Navigationskreuz. Standardmäßig sind die Schnellzugriffe so eingestellt, dass man das Navigationskreuz nach unten drücken muss um direkt eine SMS verfassen zu können. Eine Individualisierung der Schnellzugriffe ist jederzeit möglich.

Während eines Gesprächs kann man über die Optionstaste auf das Telefonbuch und die Mitteilungen zugreifen, ein Zugang zum Hauptmenü bleibt verwehrt. Man hat jedoch die Möglichkeit, das Gespräch zu halten, zu beenden oder DTMF-Töne zu senden, einen neuen Anruf sowie die Sprachaufzeichnung zu starten und dem Anruf einen Hintergrundton hinzuzufügen.
Der vorletzte Punkt ist innovativ und gut umgesetzt. Während des Gesprächs genügt es, über die Optionstaste den Punkt „Sprachaufzeichnung" zu wählen und die komplette Konversation wird aufgezeichnet. Nach Beendigung des Gespräches hat man die Wahl, die Aufnahme entweder zu speichern oder zu verwerfen. Der Punkt „Hintergrundton dem Anruf hinzuzufügen" ist bisher einzigartig. Dadurch ist es möglich, einen lauten Hintergrund wie beispielsweise einen Bahnhof oder eine Fußgängerzone zu simulieren und so lästige Gesprächspartner schnell und unkompliziert loszuwerden.

Eine generelle Änderung der systemweiten Schriftgröße ist nicht möglich. Einzig die eingegebenen Ziffern bei der Wahl einer Telefonnummer lassen sich in zwei verschiedenen Arten darstellen. Somit kommt es bei einzelnen Menüunterpunkten vor, dass der Text abgeschnitten dargestellt wird. Erst, wenn man den Punkt gezielt anwählt, wird der Text von rechts nach links gescrollt. Dies jedoch in einer kleinen Schriftgröße, sodass sehschwächere Anwender Probleme beim Ablesen haben.

GM hat es zwar geschafft, die Menüpunkte wie „Sprachaufzeichnung" oder „Hintergrundton" in das Optionsmenü beim Anruf hinzuzufügen. Die Rufnummernunterdrückung muss aber immer noch über das Hauptmenü in den Einstellungen aktiviert werden. Schade, denn dieser Punkt wäre im Optionsmenü sicherlich besser aufgehoben.

Anruflisten sowie automatische Wahlwiederholung gibt es ebenfalls. Die Wahlwiederholung befindet sich in den Einstellungen unter dem Unterpunkt „Anrufe". Hier kann diese bei Bedarf ein- oder ausgeschaltet werden. Um die Anruflisten aufzurufen, hat man zwei Möglichkeiten. Möglichkeit eins funktioniert über das Hauptmenü, den Punkt „Organizer" und den Unterpunkt „Anrufprotokoll". Hier hat man die Wahl zwischen Anrufen in Abwesenheit, gewählten Rufnummern, angenommenen Anrufen, abgewiesenen Anrufen sowie den Zusatzpunkten „Anrufliste löschen", „Anrufdauer" und „GPRS-Zähler". Noch schneller geht es über das Drücken der Annahmetaste. Diese öffnet ein Anrufprotokoll und listet alles zusammen in einer einzigen Liste auf. Möchte man nach gewählten, angenommenen, abgewiesenen oder in Abwesenheit verpassten Rufnummern sortieren, kann mittels des Navigationskreuzes zwischen den einzelnen Registerkarten geblättert werden.

Aber schließlich wird das Handy ja nicht nur zum Telefonieren, sondern auch zum SMS-Schreiben verwendet. Ein Klick nach unten auf dem Navigationskreuz und die Mitteilung kann verfasst werden. Die Eingabe kann entweder Zeichen für Zeichen erfolgen - was dem Eingabemodus „Multitap" entspricht -, „Numerisch" oder „Smart". Bei „Multitap" hat man die Auswahl zwischen Kleinbuchstaben oder Großbuchstaben, bei „Smart" hat man noch zusätzlich die Auswahl zwischen „Smart" oder „Smart DE". Der Unterschied ist einfach erklärt: Wird „Smart" ausgewählt, was dem Wörterbuch T9 entspricht, beherrscht das G777 nur englische Begriffe; möchte man auf das deutsche Wörterbuch zugreifen, muss „Smart DE" ausgewählt werden. Während der Eingabe über „Smart DE" erscheinen die Buchstaben nicht im Textfeld, sondern am unteren Bildschirmrand. Es wird das passende Wort gesucht, welches der Tastenkombination entspricht. Kommen mehrere Wörter in Frage, kann mittels Navigationskreuz das entsprechende Wort ausgewählt und dem Textfeld hinzugefügt werden. Ist der passende Begriff nicht in der Liste enthalten, kann in der Auswahlliste der Punkt „Neues Wort" gewählt und nachfolgend dem Wörterbuch beigebracht werden.  Unter den Optionen befindet sich zwar der Punkt „Textformat", dieser kann jedoch die Schriftgröße nicht ändern, sondern nur die Schrift fett, kursiv, unter- oder durchgestrichen formatieren. Zusätzlich lassen sich Name oder die Nummer aus dem Telefonbuch direkt in die SMS einfügen. Zwar kann man der SMS auch vordefinierte Objekte wie Bilder hinzufügen, diese lassen sich jedoch nur von einem unterstützten Gerät anzeigen. Denn die SMS inklusive Bild wird weiterhin als SMS versendet, eine automatische Umwandlung in MMS findet nicht statt.

Auch gibt es keine Anzeige, wie viele SMS versendet werden. Oben rechts zeigt der Zeichenzähler beim Schreibbeginn 0 von 1224 Zeichen an, jedoch ist auch bei 190 Zeichen nicht zu erkennen, wie viele zusammenhängende SMS versendet werden. Ist die SMS fertig, kann man diese entweder versenden und speichern, nur speichern, nur versenden, mehrere Empfänger hinzufügen sowie an eine Gruppe senden. Wieso hier keine einheitliche Oberfläche für das Senden einer SMS erstellt wurde, ist unklar. Anschließend hat man die Wahl, einen Kontakt aus der Telefonliste zu wählen oder die Rufnummer händisch einzugeben. Über den Menüpunkt „SMS senden" kann man keine Rufnummer eingeben, sondern nur im Telefonbuch ein oder mehrere Kontakte als Empfänger auswählen. Möchte man immer an mehrere Empfänger eine SMS senden, kann man dies über den gleichnamigen Punkt erledigen. Hier kann eine Liste mit Telefonnummer angelegt werden, zu der die SMS geschickt werden soll. Leider können Rufnummern nicht aus dem Telefonbuch entnommen werden, weshalb man jede Telefonnummer von Hand eingeben muss. Komfortabler geht es über die Funktion „an Gruppe senden". Hier wird die entsprechende Gruppe ausgewählt und die SMS verschickt.
Abgespeicherte SMS werden im Ordner „Ausgang" abgelegt. Somit können eigene Vorlagen nur über einen Umweg erstellt werden, denn im Vorlagenordner können keine zusätzlichen Vorlagen angelegt werden. Hier kann man nur die vorhandenen zehn Vorlagen bearbeiten und auf diesem Umweg eigene erstellen.

Möchte man Multimediadateien verschicken, muss explizit eine MMS erstellt werden. Das Menü erinnert an eine E-Mail, denn eingeben kann man An, CC, BCC, Betreff sowie den eigentlichen Inhalt. Außer den gerade erwähnten Punkten unterscheidet sich die Eingabe des Textes in keinster Weise zu der einer SMS. Nur das Optionsmenü verrät, das wir uns bei einer MMS befinden, da hier Bilder, Audio-Dateien, Videos, Anlagen sowie neue Folien hinzugefügt werden können. Die Auswahl der Mediendatei erfolgt über den Dateimanager, was der Übersicht sehr dienlich ist. Hier kann jeweils nur eine Mediendatei eines Typs hinzugefügt werden. Wurde der MMS beispielsweise schon ein Bild hinzugefügt, kann kein weiteres mehr eingefügt werden. Andere Medieninhalte eines anderen Typs wie eine Audiodatei lassen sich allerdings weiterhin einbetten. Dies ändert auch nichts an der Zeichenanzahl von 612 Zeichen, die nicht abhängig von den eingefügten Objekten ist. Ist man mit der MMS fertig, kann diese wahlweise versendet, gespeichert und versendet oder in „Entwürfe" gespeichert werden. Zudem lassen sich noch kurz die Sendeoptionen wie „Gültigkeitsdauer", „Sendebericht", „Bericht lesen" und „Priorität" ändern. Ist man mit seiner Kreation nicht zufrieden, hilft der Punkt „Beenden" weiter, der die Erstellung und das Versenden der MMS beendet.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die E-Mail-Funktionalität. Diese wird zwar weniger im privaten, häufig jedoch im geschäftlichen Umfeld genutzt. Bevor eine E-Mail versendet oder empfangen werden kann, muss zuerst der Client eingerichtet werden. Dies geschieht im E-Mail-Menü unter dem Punkt „E-Mail-Profil". Hier können bis zu drei verschiedene Profile beziehungsweise Clients konfiguriert werden. In den Profileinstellungen kann der Profilname den eigenen Wünschen angepasst werden. Das Datenverzeichnis gibt an, über welche Verbindung gesendet und empfangen werden soll. Beim Protokoll hat man die Wahl zwischen POP3 sowie IMAP4. Auch die Abstände der Überprüfung nach neuen E-Mails kann man einstellen. Hier hat man die Wahl zwischen 5 und 30 Minuten, einer oder zwei Stunden oder aus. Ebenfalls kann man das Downloadvolumen einstellen. Sind diese grundlegenden Einstellungen getätigt, muss man noch den Ausgangsserver sowie Eingangsserver konfigurieren. Hier wird die Serveradresse, der Eingangsport, Benutzername sowie Passwort abgefragt. Zusätzlich kann man unter jede E-Mail noch seine Signatur anhängen und diese natürlich individuell gestalten. Wurden alle Einstellungen vorgenommen und das Profil aktiviert, kann das Schreiben der E-Mail beginnen. Wer nun denkt, dass ihm das vertraute Bild von der MMS begegnet, der irrt. Zwar gibt es auch hier die Punkte An, CC, Betreff und Anlage, jedoch anders dargestellt. Zusätzlich lässt sich die Priorität der E-Mail einstellen und der Text verfassen. Maximal lassen sich drei Dateianhänge an die E-Mail anhängen.

Um auch auf die jeweiligen Nachrichten oder Anrufe hinzuweisen, kann man Töne in den Formaten AMR, AAC, AAC+, MP3, WAV, WMA und MIDI auswählen, Videos hingegen funktionieren nicht. Zusätzlich zum Rufton kann man noch den Vibrationsalarm dazu schalten. Dies kann entweder alternierend oder simultan erfolgen. Leider verfügt das G777 nicht über eine automatische Tastatursperre. Somit muss man diese manuell über die Tastenkombination Auflege- und Annahmetaste aktivieren. Die Tastatur wird mittels rechter Softkeytaste sowie der Abhebetaste wieder freigegeben.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

General Mobile G777General Mobile besinnt sich auf das Wesentliche und spendiert dem G777 neben der Möglichkeit, Daten per USB-Datenkabel zu versenden, nur die Bluetooth-Schnittstelle. Über das USB-Datenkabel kann man mittels englischsprachiger Software alle Dateien zwischen PC und Mobilfunktelefon kopieren. Gleiches gilt auch für die Funktion als Massenspeicher. Diese Funktion ist der Software jedoch vorzuziehen, da man in gewohnter Windows-Umgebung arbeitet. Die „PhoneSuite“ genannte Software kann außer dem Modifizieren des Themes sowie dem Kopieren von Dateien nichts. Hier muss GM deutlich nachbessern, denn momentan wirkt die Software wie eine kindliche und auf das nötigste abgespeckte Version des Windows Explorer mit nicht mehr zeitgemäßer Grafik und fehlenden Sprachen. Eine Synchronisationsmöglichkeit mit dem PC fehlt gänzlich. Gleiche Funktionalität bietet die Bluetooth-Schnittstelle. Hierüber lassen sich ebenfalls alle Arten von Dateien zwischen PC und Handy tauschen. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, mittels Bluetooth auf Peripheriegeräte zuzugreifen und somit ein Bluetooth-Headset zu verwenden.

Multimedia & Organizer

Leider muss das General Mobile G777 bei der Sprachwahl beziehungsweise Sprachsteuerung passen. Diese Funktion beherrscht der Proband leider nicht. Wie jedoch zuvor schon erwähnt, ist ein Audiorecorder integriert. Dieser kann wahlweise im WAV- oder AMR-Format aufzeichnen. Gestartet wird der Audiorecorder entweder über das Hauptmenü im Menüpunkt „Medien" oder während eines Telefonats über die Optionstaste. Ebenfalls über die Optionstaste sind auch die Stummschaltung sowie die Freisprechfunktion ein- und ausschaltbar.

In keinem Handy dürfen Profile fehlen, weshalb das G777 sechs Stück voreingestellt hat. Diese sind in die Punkte „Allgemein", „Besprechung", „Draußen", „Leise", „Headset" und „Bluetooth" untergliedert. Vorhandene löschen oder weitere hinzufügen sowie zeitgesteuert ein Profil auswählen ist nicht möglich. Jedoch gibt es innerhalb der Profile viel zu individualisieren, denn hier gibt es eine große Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten. Unter den Toneinstellungen lassen sich Ankommende Anrufe, Alarm, Einschaltton, Ausschaltton, Mitteilungstöne sowie Tastentöne einstellen. Die Lautstärke kann für Rufton sowie Tastenton separat eingestellt werden. Warnsignale können als „Rufton", „nur Vibration", „Vibration & Rufton", „Vibration dann Rufton" oder „nur Licht" eingestellt werden. Auch der Ruftontyp kann von einmal auf wiederholend oder aufsteigend geändert werden. Extratöne für „Warnung", „Fehlerhafte Datei", „Camp on" oder „Verbinden" können frei definiert werden. Auch, ob mit jeder Taste abgehoben werden darf, kann man innerhalb des Profils einstellen. Zu guter Letzt kann das blinken der Status-LED verändert werden. Schaltet sich das Display aus und geht in den Standby-Modus, wird mittels LED die Bereitschaft angezeigt. Ist dies bei anderen Herstellern und Modellen fest eingestellt, kann es beim G777 verändert werden. Hier hat man die Möglichkeit, die LED komplett auszustellen oder die Blinkfarbe zwischen rot, grün, blau, pink, orange und hellblau zu wählen.

Unumgänglich ist das integrierte Telefonbuch. Stehen beim Abspeichern von Kontakten auf der SIM-Karte nur rudimentäre Punkte wie Name und Telefonnummer zur Verfügung, hat man beim abspeichern auf den Handyspeicher mehr Felder zu Verfügung. Hierzu zählen Name, Nummer, Privat, Firmenname, E-Mail, Büro, Fax, Geburtstag, Bild, Videoclip, Sound und Anrufergruppe. Somit stehen zwölf Felder für jeden Kontakt zur Verfügung. Jeden Kontakt kann man in die fünf vordefinierten Anrufergruppen Freunde, Familie, VIP, Business und Andere einordnen. Während eines Telefonats hat man zwar Zugriff auf das Telefonbuch, jedoch lässt sich nur in der Reihenfolge suchen, in der man die Namen abgespeichert hat. Hat man den Kollegen Paul Peter abgespeichert, bringt eine Suche nach Peter keine Ergebnisse.

Möchte man an den Geburtstag vom Kollegen erinnert werden, sollte dies der integrierte Organizer tun. Ist der Menüpunkt „Organizer" ausgewählt, kann der Kalender geöffnet werden. Hier kann man entweder über das Navigationskreuz innerhalb des Kalender zum gewünschten Datum navigieren oder mittels Eingabe eines bestimmten Datums sofort dorthin springen. Für jeden Tag können mehrere Notizen hinterlegt werden. Leider lassen sich diese nicht nach Geburtstagen, Notizen und Meetings einteilen, wie man es von anderen Organizern gewohnt ist. Ist die Notiz angelegt, kann eine Start- sowie Endzeit eingetragen werden sowie der eigentliche Text der Notiz. Möchte man an das Ereignis erinnert werden, kann man den Alarm einschalten. Dieser kann sich einmalig einschalten, täglich, wöchentlich, monatlich oder an bestimmten frei definierbaren Tagen. Leider fehlt die jährliche Wiederholung, weshalb Geburtstagserinnerungen eher ungeeignet für den Organizer sind. Das gleiche Menü findet sich auch beim Erstellen von Aufgabenlisten. Somit spielt das Handy im Telefonbuch- und Organizervergleich eher im unteren Mittelfeld mit.

Beim Wecker gibt es jedoch nichts auszusetzen. Fünf verschiedene Alarme können frei eingestellt werden. Ist die Uhrzeit eingetragen, kann der Alarm einmalig, täglich oder an frei definierbaren Tagen erfolgen. Auch die „Snooze"-Funktion, die den Alarm nochmals aufruft, kann von einer bis zehn Minuten eingestellt werden. Der Signalton kann ebenfalls zwischen „Rufton", „nur Vibration" und „Rufton & Vibration" gewählt werden. Möchte man das Handy mittels Schütteln zum Schweigen bringen, kann man die Schüttelsteuerung einschalten. Zwar ist eine Weltuhr integriert, diese ist aber nicht auf Business ausgelegt. Denn hier kann man nur mittels Navigationskreuz die Weltkugel umrunden und bekommt die jeweils aktuelle Uhrzeit angezeigt. Ein direktes Anzeigen der Uhrzeit von einem bestimmten Land ist nicht möglich. Nicht im gleichen Menü, sondern unter Extras befindet sich die Stoppuhr. Hier gibt es eine reguläre Stoppuhr inklusive Rundentiming sowie eine „mWay"-Stoppuhr. Diese startet eine von vier Uhren, je nachdem welche Richtung vom Navigationskreuz man drückt.

An Spielen bringt das G777 von Haus aus nicht viel mit. Ein Programm dient zum simulieren zweier Würfel, welche durch Schütteln des Handys gewürfelt werden. Zudem befindet sich ein Helikopter-Spiel auf dem Handy. Hier wird ein Helikopter in einem 2D-Labyrinth manövriert. Mittels der Taste Fünf wird der Helikopter nach oben bewegt; lässt man die Taste los, fliegt dieser nach unten. Es gilt, die Hindernisse zum umfliegen und möglichst viele Punkte zu erzielen. Leider besticht das Spiel weder durch gute Grafik noch andauernden Spielspaß. Gleiches gilt leider auch für das mobile Internet. Der integrierte Browser ist für WAP gut geeignet. Richtiges Internetfeeling kommt aufgrund langsamer GPRS-Verbindung nicht auf. Der Browser beschränkt sich auf das Nötigste und bietet wenig Komfort. Hier lohnt es sich, lieber am heimischen Rechner Nachrichten zu lesen oder zu surfen. Als zusätzliches Highlight wurden weitere Programme installiert. Hierzu gehört der BMI-Rechner, welcher anhand seiner eingegebenen Größe und des Gewichtes ausrechnet, ob man Unter- oder Übergewicht hat. Auch an einen Menstruationsrechner wurde gedacht. Hat man die Daten der letzten Periode sowie die Dauer bis zur nächsten eingetragen, bekommt man in einem Kalender schön übersichtlich den Zyklus dargestellt. Leider ist hier alles in englischer Sprache. Als Extra wurden auch ein Taschenrechner, ein Währungsumrechner sowie ein Gewicht- und Größenumrechner integriert.

General Mobile G777
General Mobile G777
General Mobile G777
General Mobile G777

Schon fast zum guten Ton gehört es, einen Musikplayer ins Handy zu integrieren. Zuallererst müssen die Lieder per USB-Datenkabel oder per Bluetooth aufs Handy kopiert werden. Danach wird der Musikplayer entweder über das Hauptmenü oder über das Drücken des Navigationskreuzes nach oben gestartet. Der Player sieht wie ein etwas verformtes Tamagotchi aus und zeigt den Titel, die verstrichene Zeit sowie die Bedienknöpfe Play, Stop, Backward und Forward an, die über das Navigationskreuz bedient werden. Zudem zeigen zwei Symbole an, ob die Lieder wiederholt und in welcher Reihenfolge sie abgespielt werden. Leider lassen sich keine Playlisten erstellen, weshalb man innerhalb seiner Liste das gewünschte Lied suchen muss oder die Liste auf die gewünschten Lieder gekürzt wird. Alternativ kann man sich mehrere Ordner erstellen und somit seine Lieder verwalten.

Erfreulich jedoch ist, dass es eine Resumefunktion gibt. Wird ein Lied pausiert, der Player geschlossen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut geöffnet, kann an der gleichen Stelle weitergehört werden. Die Musik kann mittels Equalizer aufgepeppt werden, wobei man eigene Klangspektren nicht erstellen kann. Somit ist man auf die vordefinierten Effekte „Normal", „Bass", „Dance", „Klassisch", „Sopran", „Party", „Pop" und „Rock" angewiesen. Benutzt man die mitgelieferten Kopfhörer, kann man Klangunterschiede der einzelnen Equalizereinstellungen heraushören. Die Klangqualität ist klar und deutlich. Der Bass ist angenehm, es fehlt ihm jedoch etwas an Stärke. Über den Handylautsprecher lässt sich ebenfalls Musik hören. Ab Stufe fünf übersteuert der Lautsprecher allerdings, wodurch die Musik sehr laut, aber auch metallisch klingt.  Nach sechs bis acht Stunden muss der Zweit-Akku ausgepackt werden, um sich weiterhin unterwegs mit Musik beschallen zu lassen. Zwischen den einzelnen Liedern kann mittels Navigationskreuz gesprungen werden. Um direkt zu einem bestimmten Lied zu gelangen, muss mit der linken Softkeytaste die Playlist geöffnet und das entsprechende Lied gewählt werden. Analog zu den Klingeltönen können folgende Formate abgespielt werden: AMR, AAC, AAC+, MP3, WAV, WMA und MIDI.

Zusätzlich zu den Standardapplikationen wurden auch zahlreiche nützliche Programme integriert. So lässt sich beispielsweise das Handy zu einer beliebigen Zeit aus- und zu einer andere Zeit wieder einschalten. Somit kann während der Nacht der Akku geschont werden. Sollte das Handy abhanden kommen, kann die Anti-Diebstahl-Applikation weiterhelfen. Zuerst wird für diese Applikation ein Passwort festgelegt, damit nicht jeder dieses Menü abändern kann. Danach wird eine Meldenummer eingetragen. Wird eine fremde Karte in das Handy eingelegt, wird dies erkannt und eine SMS an die Meldenummer mit der Nummer der fremden Karte geschickt. Hier sollte zum Beispiel als Meldenummer die Nummer einer Zweitkarte oder die Nummer des Partners eingegeben werden. Dadurch ist es möglich, sein Handy anzurufen und gegebenenfalls über die Polizei den Inhaber zu ermitteln. Alternativ besteht die Möglichkeit, mit einem speziellen SMS-Code inklusive des hinterlegten Passworts das Handy fernzusteuern. Dadurch kann man die Funktionen „Handy ausschalten", „Anruf übermitteln", „Telefon sperren", „SMS übermitteln", „Telefonbuch abrufen", „SMS abrufen", „Speicher formatieren", „Telefonbuch löschen", „SMS löschen" und „Anrufprotokoll löschen" nutzen. Wendet man diese Möglichkeiten an, verliert der neue Besitzer schnell die Lust am neuen Gerät.

General Mobile G777Das Handy besitzt noch zahlreiche weitere, gute und innovative Applikationen, doch das eigentliche Highlight ist die Videobrille, die das Kino zum Mitnehmen ermöglichen soll. Hierzu wird zuallererst der Akku in die AV-Steuerbox eingelegt und diese dann mittels Akkudeckel verschlossen. Der Akku ist nicht identisch mit jenen des Handys, somit dient die AV-Steuerbox gleichzeitig auch als Ladegerät. Danach steckt man ein Kabel der AV-Steuerbox in die Buchse der Brille. Das andere Kabel der AV-Steuerbox wird ans Handy angeschlossen. Dieses erkennt sofort, dass der TV-Out Ausgang benutzt wird und schaltet auf TV-Ausgang-Modus. Alles, was auf dem Handy-Display angezeigt wird, wird nun ebenfalls auf der Brille dargestellt. Ist die Brille aufgesetzt, sieht man nur noch den Inhalt der zwei Displays. In den Optionen befinden sich Einstellungen für den Kontrast sowie zwei weitere Werte, die trotz Verstellens keinen Einfluss auf die Wiedergabe haben. Hat man die optimale Einstellung für den Kontrast gefunden, kann der Filmspaß beginnen.

Das Bild wirkt aufgrund der Nähe zu den Augen relativ groß, jedoch ist es nicht annähernd mit einem 50-Zoll-Display, wie vom Hersteller propagiert, vergleichbar. Der kurze Abstand zu den Displays macht sich anfangs durch schnell ermüdende Augen bemerkbar. Trotz des kurzen Abstands sind keine groben Pixel erkennbar; welche Auflösung die Displays haben, verschweigt der Hersteller allerdings. Die Qualität der Anzeige ist, wie schon erwähnt, durchschnittlich, hängt aber auch stark von der Person ab, die die Brille trägt. Einige Tester sahen ein homogenes Bild, woraufhin andere die zwei getrennten Bilder nicht zusammenführen konnten. Dadurch sahen diese kein homogenes Bild, sondern zwei gleiche Bilder, die nur zu 50 Prozent überlappten, weshalb kein richtiger Filmgenuss zu Stande kam. Dies hängt mit den Augen zusammen und tritt vereinzelt auf. Wie man die zwei Bilder wahrnimmt, sollte man unbedingt vor dem Kauf selbst ausprobieren. Gehört man zu dem Personenkreis, die zwei Bilder sehen, macht die Brille wenig Sinn. Besser und vor allem für alle richtig dargestellt funktioniert der TV-Ausgang auf einem Fernseher. Mittels der beigelegten Kabel kann das Handy an jeden Fernseher mit Chinch-Eingängen oder Chinch-auf-SCART-Adapter angeschlossen werden. Die Qualität und flüssige Wiedergabe überzeugen.

Fazit

General Mobile G777
 
Das vollmundige Versprechen, dem Kunden ein Kino zum Mitnehmen zur Verfügung zu stellen, ist zum Teil gelungen. Zwar ist die Idee gut und innovativ, jedoch lagen bei unserem Testgerät die zwei dargestellten Bilder der Brille bei einigen Testern nicht übereinander. Somit wurden zwei Bilder, welche sich nur zum Teil überlappten, wahrgenommen und schon nach ein paar Minuten schmerzten die Augen. Die Darstellung auf dem Fernseher dagegen verlief reibungslos. Bei Freunden und Bekannten kann der TV-Ausgang genutzt und ein gemütlicher Filmabend veranstaltet werden. Wirklich innovativ sind die installierten Programme wie der Diebstahlschutz und zahlreiche Einstellungen, die man bei der Konkurrenz vergeblich sucht. Leider besitzt das Handy nur mittelmäßige Telefonbucheinstellungen sowie Organizerfähigkeiten. Auch die englischsprachige mitgelieferte Software macht keinen soliden Eindruck und Synchronisationsfunktionen fehlen gänzlich. Trotz vieler guter Funktionen fehlt es dem Handy leider an Feinschliff.

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