Test des General Mobile DST 3G Cool

Einführung

Test-Datum: 13.08.2008
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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General Mobile DST 3G Cool

Der Rapper "Vanilla Ice" aus den neunziger Jahren hätte für sein Lied "Ice Ice Baby" im neuen DST 3G Cool sicherlich die perfekte Vermarktung gefunden. Zum heutigen Marketing würde wahrscheinlich ein hektischer Song mit folgender Werbung passen: Man stelle sich einen Geschäftsreisenden vor, der ständig zwischen zwei Telefonen genervt hin und her jongliert. Mal klingelt auf dem einen Handy sein Arbeitgeber und auf das andere Telefon rufen ausländische Geschäftspartner an, die ihn über dieses oder jenes Meeting informieren. Dann läuft ein anderer Geschäftsmann mit dem DST 3G Cool von General Mobile ganz entspannt vorbei. Schaut man sich den Alltag auf einem Flughafen an, könnte sich dieses Szenario durchaus bewahrheiten. Denn es gibt tatsächlich viele Menschen, die zwei oder sogar mehrere SIM-Karten simultan verwenden.

Mit seinem "coolen" Dual-SIM-Handy bietet General Mobile eine Option zu Samsungs SGH-D880. Dem ersten Dual-SIM-Gerät, das auf den deutschen Markt gekommen ist. Es stellt sich nun die Frage, wie kommt die Hardware mit der neu gewonnenen SIM-Freiheit aus? Hat General Mobile bei Samsung gespickt und dank der gewonnenen Informationen ein wasserfestes Konzept für die doppelte Herausforderung entworfen? Wie verhält sich die Software? Ist da ein alltagstaugliches Produkt abgeliefert worden oder weist diese doch noch einige Kinderkrankheiten auf? Diese und weitere Fragen werden Ihnen im folgenden Test von inside-handy.de beantwortet.

Verpackung & Lieferumfang

General Mobile DST 3G CoolDoppelt hält besser. Dies gilt beim DST 3G Cool ganz besonders. Denn die doppelte Linie, die beim Betrieb der zwei SIM-Karten deutlich wird, ist bei der Verpackung in anderer Form bereits anzutreffen: Der Verpackungskarton wird in eine Pappe gesteckt, die vom Design her dem eigentlichen Päckchen gleicht - die erste Täuschung? Auf dem schwarzem Hintergrund sieht man das Wasserzeichen eines Auges - das Logo der 3G-Technologie bei General Mobile - und das Telefon ist mittig gesetzt. An der Seite schmückt das Päckchen der Schriftzug des Modells und erläutert quasi autoexplikativ die Bezeichnung DST: Double SIM Technology. Öffnet man den Karton befinden sich Software-CD und ein Prospekt an oberster Stelle. Unter der Lasche präsentiert sich das eigentliche Gerät sowie Zubehör.

Bei näherer Betrachtung des Standardzubehörs zeigt sich ein unvollständiges Bild, denn anstatt einer umfangreichen Bedienungsanleitung fügte der Hersteller nur ein Prospekt mit den technischen Daten des Geräts. Dies könnte auf zwei Sachen schließen lassen. Entweder ist man bei General Mobile so sehr von der intuitiven Bedienung überzeugt oder man hat es aus Kostengründen unterlassen. Auch auf der beigelegten CD konnte kein Handbuch als PDF-Datei gefunden werden. Die Disk lässt wird zwar vom Laufwerk erkannt, die Installation funktioniert aber trotzdem nicht. Für Datentransfer mit dem Computer befindet sich ein USB-Kabel im Lieferumfang. Möchte man während einer Autofahrt oder einer anderen Situation, in der man die Hände vom Mobiltelefon lieber lassen sollte, dennoch auf Telefonie nicht verzichten, ist ein Headset mit Rufannahmeknopf dabei - leider mit einem 2,5 Millimeter Klink-Stecker, weshalb Fremdzubehör, wie anderes Headset oder Kopfhörer, nicht verwendet werden kann.

General Mobile DST 3G Cool

Verarbeitung & Handhabung

General Mobile DST 3G Cool

Betrachtet man das DST 3G Cool von der vorderen Seite befindet sich oben der Ohrhörer samt des silbernen Logos von Genera Mobile und rechts die Kamera für Videotelefonie. Darunter ist der große und leider auch sehr spiegelnde Bildschirm. Zwischen den Tasten und dem Display leuchtet der Schriftzug des Herstellers in Silber.

General Mobile DST 3G Cool Das Telefon verfügt auch über eine Navigationstaste, die von weiteren Knöpfen umgeben wird, die in drei Reihen angeordnet sind: die oberste Reihe am Display bilden zwei schwarze Softkeys. In der Mitte sitzen zwei silberne Tasten für die Funktionen „Zurück" und „Löschen". Unten sind die Knöpfe für Gesprächsannahme und Auflegen. Last but not least folgt die numerische Tastatur, die gänzlich in Schwarz gehalten wird. An der oberen Seite des Geräts sitzt der Steckplatz für die 2,5 Millimeter Kopfhörer oder das Headset sowie eine Öse für ein Halterungsband. Unten befindet sich einzig der Knopf zum Öffnen des Akkudeckels. Rechts kann man die MicroSD-Karte einsetzen und mit einer Blende versehen. Auch der Fotoauslöser ist hier montiert. An der linken Seite hat General Mobile den Steckplatz für das USB- sowie das Ladekabel und den Einschaltknopf des Geräts verbaut. Die Lautstärkregulierung in Form von zwei Plus/Minus-Tasten findet man ebenfalls dort. Auf der Rückseite ist die Linse für die integrierte 2-Megapixel-Kamera. Die Apparatur ist von einem silbernen Rand umgeben, der in ein schwarzes Feld eingelassen wurde. Dort ist auch die Angabe über die Pixelanzahl der Kamera. Links davon sieht man zwei Öffnungen für den Lautsprecher.


General Mobile DST 3G CoolDas Handy zeigt sich tatsächlich wie es sein Beiname behauptet als ein elegant „cooles" Mobiltelefon, das über eine gute äußere Verarbeitung verfügt. Die Spaltmaße - egal ob auf der numerischen Tastatur oder bei entfernbaren Teilen - sind sehr gering und lassen Staub keine Angriffsfläche. Auch das verwendete Material macht einen guten Eindruck: Das verbaute Plastik wurde teils in Schwarz- und teils in Anthrazitmetallic lackiert und fühlt sich gut an. Die festsitzenden numerischen Tasten besitzen einen guten Druckpunkt, sehen aber auf Grund der nicht so gelungenen Lackierung etwas grob aus. Auch das Tippen erweist sich als etwas umständlich, da die Knöpfe trotz der zwei emporragenden Punkte auf der Taste fünf sich beim Fühlen nicht gut unterscheiden lassen. Der Steuerknopf wirkt mit dem silbernen Rand um seine Gesamtheit und die mittig sitzende Bestätigungstaste sowie der schraffierten Oberfläche sehr vornehm. Der optische mit dem haptischen Eindruck stimmt in der Mehrheit der Verbauten Teile überein. Trotz des eleganten Gesamteindrucks wirkt das Gerät durch seine Größe ein wenig klobig und etwas zu groß geraten. Der Zusammen- und Auseinanderbau des DST 3G Cool verläuft ohne Schwierigkeiten. Alle Teile lassen sich einfach lösen, sitzen aber in verbautem Zustand dennoch fest. Die SIM-Karten werden unter Bügel geschoben und finden dort sicheren Halt.

General Mobile DST 3G Cool Der Akku verfügt an einer Stelle über einen Vorsprung, den man auch mit einem kurzen Fingernagel gut entfernen kann. Auch die Rückseite des Telefons, die zugleich als Batterieverschluss dient, ist fest und kann bei Bedarf über einen Knopf auf der unteren Seite des Telefons gelöst werden. Das Zubehör hat in den Steckplätzen ebenfalls einen sicheren Halt. Dank der guten und robusten Verarbeitung kann man dem DST 3G Cool viel Belastung im alltäglichen Umgang zutrauen und es zum praktischen Begleiter in jeder Lage machen.

Sprachqualität & Empfang

General Mobile DST 3G CoolDie Sprachqualität des DST 3G Cool überzeugt mit deutlicher Wiedergabe der Sprache. Nebengeräusche wie vorbeifahrende Autos oder sprechende Personen beeinträchtigen das Verständnis nicht. Das einzig Auffallende ist, dass die Wiedergabe des Gesprächspartners mit einem leichten Rauschen versehen ist, was aber bei Mobiltelefonen nicht unüblich ist. Ebenso gut wird man auch vom Gegenüber verstanden - bei verschiedenen Netzen treten auch keine Differenzen auf. Bei unterschiedlichen Empfangsstärken variiert die Qualität der Übertragung nur gering. Die Lautstärke des Ohrhörers lässt sich während des Gesprächs einstellen. Beim Betätigen der Plus/Minus-Tasten erscheint auf dem Display ein Bild eines alten Drehreglers mit Einstellungsmöglichkeiten von eins bis sechs wie man ihn von alten Stereoanlagen kennt. Ein Nostalgiepunkt für moderne Handytalker. Die Standby-Zeiten des DST 3G Cool legt der Hersteller auf 180 Stunden. Erstaunlich ist, dass das Telefon nach zwei Tagen nicht übermäßigen Gebrauchs wieder an das Ladegerät angeschlossen werden muss. Von den angegebenen drei Stunden Gesprächszeiten kann maximal auch nur die Hälfte als Mittelwert angesehen werden. Ein Problem, das sich durch die Bauweise des Geräts ergibt ist die Stromaufwendung für den Betrieb zweier Antennen, die beim Dual-SIM-Betrieb natürlich genutzt werden. Dadurch kann sich die Akkuleistung erheblich verändern - ins Negative versteht sich. Konkret heißt das, dass der Komfort, zwei Karten in einem Handy zu verwenden, seinen Preis hat und man bei kürzeren Reisen das Ladegerät nicht vergessen sollte. Beim Test wurde das Gerät überwiegend nur mit einer SIM-Karte getestet, daher müssten die Werte nochmals nach unten korrigiert werden, wenn man dauerhaft zwei Karten verwendet. Ähnlich sieht es bei häufiger Verwendung des MP3-Players und Spielen aus.

Display & Kamera

General Mobile DST 3G CoolDas Display des DST 3G Cool stellt mit seinen 4,6 mal 3,4 Zentimeter eine große Anzeige dar. Die Farbwiedergabe bietet mit 262.000 und einer Auflösung von 240 mal 320 Pixel ein gestochenscharfes Bild mit weich gezeichneten und glänzenden Objekten. Diese Fläche hat Platz für zahlreiche Informationen, die angezeigt werden können: Im oberen Bereich des Bildschirms ist links die Statusanzeige für den Akku, die bei geringer Spannung blinkt und auch via Text über den niedrigen Batteriestand informiert. Mittig werden die Netzbetreiber der beiden SIM-Karten angezeigt. Darüber ist ein kleines Symbol, das anzeigt, welche der eingesetzten Karten Priorität hat. Rechts oben befindet sich auch die Anzeige der Empfangsstärke sowie des Netzes. Unten werden Uhrzeit und Datum samt des aktuellen Wochentages sowie Belegungen der Funktionen beider Softkeys am Bildschirm angezeigt. Veränderungsfreudige können das Display an ihre Wünsche anpassen: Es können diverse grafische Themen ausgewählt werden, zudem kann man das Hintergrundbild separat einstellen. Hierzu stehen sowohl unterschiedliche Flash-Animationen als auch selbst geschossene Fotos und andere Bilddateien zur Verfügung. Bei der Wahl der Erscheinung des Hauptmenüs bietet das Handy zwei ebenso "coole" Ansichten. Die erste ist die klassische Ansicht mit zwölf Symbolen samt Beschriftung, die sich sowohl über den Steuerknopf als auch über die numerische Tastatur anwählen lassen. Bei der zweiten Ansicht werden die Inhalte des Hauptmenüs als Liste angezeigt. Weitere Unterpunkte erscheinen in einer farblich anders gestalteten Tabelle und zur optischen Kennzeichnung wird in der unteren rechten Ecke des Hauptmenüs das animierte Symbol des markierten Menüpunktes groß eingeblendet.

Einstellungen zur Helligkeit und Kontrast fehlen komplett. Die Möglichkeit zur Wahl der Dauer und Intensität der Beleuchtung können über so genannte Energieoptionen eingestellt werden. Die Lesbarkeit des Bildschirms ist bei hellem Licht auf Grund des spiegelnden Displays leider sehr eingeschränkt. Bei normalen Lichtverhältnissen und vor allem bei Dunkelheit triumphiert die Anzeige durch die farbprächtige Darstellung. Bei eingeschaltetem Display werden auch sämtliche sich auf der Vorderseite des Telefons befindlichen Tasten beleuchtet - nicht sehr stark, allerdings ausreichend für gute Orientierung auf der Tastatur. Bei der Begrüßung bietet das Telefon drei Möglichkeiten. Man kann zwischen der voreingestellten General-Mobile-Animation oder einem zehn Zeichen langen Text wählen. Pragmatiker können aber auch beides abstellen. Die Kamera des Dual-SIM-Handys lässt sich über den Auslöserknopf auf der rechten Seite aktivieren. Wird dieser eingeschaltet wechselt das Display automatisch in den Sucher-Modus und zeigt neben einer Farbechten Wiedergabe des Motivs auch diverse Informationen zu aktuellen Aufnahmeoptionen an: Vier Symbole in der rechten oberen Ecke zeigen die aktuell gewählte Auflösung, Helligkeitseinstellung, den Foto- oder Videomodus sowie eine weitere Einstellung, die sich ohne ein Handbuch und durch Probieren nicht erschließen lässt. Im unteren Bereich sieht man die Belegung der Softkeys (Optionen und Zurück) sowie des Bestätigungsknopf der Navigationstaste (Auslöser).

In den Einstellungen ist die Zahl drei wohl die magische Zahl, denn viele Funktionen bieten drei Auswahlmöglichkeiten an. In der Hauptebene öffnen sich vorerst acht Punkte zur Anpassung der gewünschten Optionen: Im Fotomodus kann man zwischen der Front- und der Rückkamera wählen und die Bildgröße einstellen. Bei der Rückkamera sind Auflösungen von 128 mal 96 bis 1600 mal 1200 möglich, während bei der Frontkamera sich nur Fotos mit maximaler Auflösung von 640 mal 480 Pixel aufnehmen lassen. Die Qualität des Fotos bietet - wie könnte es anders sein - drei Optionen (Normal, Fein und Superfein) während der Weißabgleich für die richtige Farbwiedergabe mit vier Einstellungen sorgt (Automatisch, Sonnig, Bewölkt und Innen). Bei den Effekten ist die Auswahl nicht sehr üppig, denn hier hat man die Wahl zwischen Normalaufnahme, Sepia und einem Schwarz-Weiß-Bild.

Sollte man bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren, kann man den Nachtmodus einschalten, um weniger verrauschte Bilder zu erzielen. Zwar sind diese bei aktivierter Funktion immer noch von einem leichten Rauschen durchsetzt, das aber bei Normalbetrieb noch stärker ausfallen würde. Die unterschiedlichen Aufnahmemodi bieten ebenfalls drei Einstellungen. Neben dem normalen Modus kann man eine Serienaufnahme mit zwei, vier oder sechs Bildern einstellen. Zudem hat der Selbstauslöser auch drei Vorlaufzeiten (fünf, zehn und fünfzehn Sekunden). Leider überzeugt die Aufnahmegeschwindigkeit mit mittleren Werten nicht so sehr. Denn vom Moment der Aufnahme bis zum Erscheinen des Fotos auf dem Display in der Vorschau vergeht ein wenig Zeit. Auch die Reaktionszeit des Bildschirms - also die Dauer der Anpassung des Suchers an veränderte Lichtverhältnisse bei Bewegung der Kamera - ist mittelmäßig.

General Mobile DST 3G CoolIm Videomodus kann man wie im Fotobetrieb zwischen den beiden installierten Kameras wählen. Allerdings bleiben die Auflösungen im Gegensatz zum Fotomodus gleich: 144 Mal 176 und 96 Mal 128. Optionen zur Qualität und Weißabgleich sind dieselben wie man sie beim Fotografieren bereits vorgefunden hat. Ist ein Film im Kasten oder ein Schnappschuss aufgenommen, kann man die Kreationen per MMS oder wahlweise auch via Bluetooth versenden - E-Mail-Versand ist nicht möglich. Der Speicherort der Datei ist vorgegeben. Dies hat zur Folge, dass alle Fotos unter dem Hauptmenüpunkt „Meine Dateien" im Unterordner „Bilder" und dann „Telefon" eingesehen werden können - analog verhält es sich mit Videos. Sollte einem die Aufnahme nicht gefallen, kann man sie natürlich auch löschen. Was die Qualität der Bilder angeht, so sehen sie auf dem kleinen Display natürlich durch ihre Schärfe und Farbenpracht recht ansehnlich aus. Wie diese auf dem Bildschirm aussehen ist im Einzelfall zu prüfen. Dies konnte im Test nicht geprüft werden, da die mitgelieferten Treiber vom Betriebssystem des Testers (Windows Vista) nicht fehlerfrei installiert werden konnten und eine Erkennung des Geräts als Wechseldatenträger war auch nicht möglich.

General Mobile DST 3G Cool
 

 

OS & Bedienung

General Mobile DST 3G Cool
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Das Auge des Ästhetikers wird entzückt sein von den Einstellungsmöglichkeiten des Menüs. Die bereits im vorherigen Kapitel genauer beschriebenen Möglichkeiten zur Auswahl der grafischen Erscheinung des Menüs bieten sowohl die Anzeige als Listen- als auch als Iconmenü.

Die Reihenfolge der Symbole bleibt aber fest vorgegeben. Die Auswahl der Icons und der Menüpunkte ist logisch und führt zu einer intuitiven Bedienung des Telefons - zumindest im Hauptmenü. In weiterführenden Menüs ist der logische Aufbau nicht mehr überall gegeben.

Teilweise sind verwendete Schlagworte der Funktionen irreführend. So findet man zum Beispiel im MMS-Optionsmenü die Punkte "Hinzufügen" und "Einfügen". Beim ersten kann man Dateien in die MMS einfügen und beim zweiten können Symbole in den Text gesetzt werden. Auch die Auflegentaste scheint ohne ihre eigentliche Funktion zu sein, denn ein Gespräch lässt sich lediglich über den rechten Softkey am Bildschirmrand beenden.

Die Tatsache, dass die Symbole für die Option stehen, die man auch dahinter vermutet, macht die Navigation im DST 3G Cool einfacher. Die Anordnung ist „klassisch" und zeigt Punkte von ihrer Wichtigkeit her von Innen nach Außen in vier Reihen á drei Symbole angeordnet.

In der ersten Reihe befinden sich die Symbole für den Windows-Explorer-artigen Navigator durch das System des Telefons „Eigene Dateien", das Telefonbuch sowie die Anrufprotokolle. In der zweiten Reihe ist das Noten-Symbol für „Unterhaltung", gefolgt von „Nachrichten" und „Videoanrufen". An dritter Reihe befinden sich die Punkte „Kamera", „Organizer" und „Einstellungen" und die vierte Reihe birgt die weniger verwendeten Optionen zu „Verbindungen", „Internet" und das so genannte „SIM-Toolkit", bei dem diverse Einstellungen rund um die Karte gemacht werden.

In beiden Menüansichten kann man die Symbole oder Listeneinträge über die numerische Tastatur direkt ansteuern. Die Steuerung erweist sich dabei als intuitiv. Drückt man zum Beispiel die Taste zwei so wird im Listenmenü der zweite Punkt markiert. Hierfür wären allerdings Hilfszahlen neben den Punkten zur Orientierung in der langen Liste hilfreich. Im Iconmenü wird das Symbol angewählt, das der Lage der Ziffer zwei auf der numerischen Tastatur entspricht.

Viele dieser Funktionen kann man auch per Schnellzugriff erreichen. Die Shortcuts lassen sich über den Steuerknopf oder die Softkeys rechts und links davon aktivieren. Alle sechs Tasten kann man über die Telefon-Einstellungen individuell anpassen, was größtmöglichen Bedienkomfort bietet.

Somit kann man zum Beispiel den Punkt zum Verfassen einer SMS entweder über das Hauptmenü oder über einen Shortcut erreichen: Das Hauptmenü in der Symbolansicht bietet durch zentrale Position des Nachrichtensymbols einen schnellen Zugang zum weiteren Unterpunkt. Dort muss man wählen, welchen Nachrichtentyp man einsehen möchte.

Nachdem man die Auswahl „SMS" bestätigt hat, kommt man über die Option „Neu" in das Schreibfeld, wo neue SMS erstellt werden. Bei der Listenansicht des Hauptmenüs muss man erst das Nachrichtensymbol anwählen, da der Marker auf dem obersten Eintrag „Meine Dateien" liegt.

Markiert man das Feld Nachrichten, öffnet sich im rechten Feld das Menü zur Auswahl des Nachrichtentyps. Dort kann man eine neue SMS erstellen. Über den Schnellzugriff gelangt man direkt in das Auswahlmenü des Nachrichtentyps und von dort aus muss man wiederum den Punkt „SMS" wählen und dann den Button „Neu" drücken.

Die Welt in 160 Zeichen? Von wegen. Beim Schreiben der SMS gelangt man zu einem zweigeteilten Feld mit unterschiedlichen Grau-Schattierungen. Das obere Feld mit dem Wort „An" stellt das Empfängerfeld dar. Klickt man es an, öffnet sich das Adressbuch und man kann einen oder mehrere Kontakte zum Empfängerfeld durch Mehrfachmarkierung hinzufügen.

Das untere Feld bietet Platz für insgesamt 1490 Zeichen, die beim Tippen rückwärts gezählt werden. Leider wird nicht angezeigt, wenn 160 Zeichen überschritten werden, daher man muss anhand der übrig gebliebenen Zeichen zählen, ob man sich im Rahmen einer SMS befindet oder für das Versenden des Textes bereits zwei braucht.

Drückt man den Navigationsknopf während das Feld markiert ist, weitet sich das Feld aus und der ganze Bildschirm steht nun zum Schreiben zur Verfügung. Sehr ärgerlich ist die fehlende Option zur Erweiterung des T9-Systems um neue Wörter. Somit muss jedes nicht bekannte Wort in Silben oder Multitap eingegeben werden, was natürlich viel Zeit kostet.

In der Sprachvielfalt kann das DST 3G Cool wahrlich nicht als ein Babel-Vorbild angesehen werden: Neben den drei verfügbaren Sprachen (Deutsch, Englisch und Türkisch) kann man auch auf die herkömmliche Eingabe von Buchstaben und Zahlen zurückgreifen. Möchte man die Nachricht zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzen, kann man die SMS speichern, die dann automatisch im Entwurf-Ordner abgelegt wird.

Man kann auch Abschnitte im Text kopieren und sie wieder einfügen. Neben normalen Punktierungszeichen kann man einen so genannten Zeilenvorschub einfügen, der im Prinzip einen Paragraphen erzeugt indem er einen Zeilenumbruch herbeiführt. Es gibt auch die Option Vorlagen zu verwenden, allerdings ist der Vorlagenordner leer und die Möglichkeit eine SMS als solches zu speichern bietet das Menü auch nicht. Diese kann man aber über das Memo erstellen und abspeichern. Somit bleibt diese Funktion nicht ausgereift.

Soll eine MMS erstellt werden, erweist sich der Vorgang schon als zunehmend komplizierter und unübersichtlicher. Es öffnet sich das Schreibfeld, das man bereits von der SMS her kennt - allerdings in anderer farblicher Gestaltung. In den Textfeldern kann man wie üblich den oder die Empfänger angeben und einen Text verfassen. Weitere Folien sowie Anhänge (Videos, Musik, Bilder und andere Inhalte) können über die Optionen hinzugefügt werden. Wird tatsächlich ein Bild eingefügt oder ein Foto für die MMS aufgenommen, erscheint die Beschriftung der Optionen teilweise in englischer Sprache. Auch hier sieht man wieder eine unausgereifte Bedienoberfläche.

Seltsamerweise lassen sich bei der MMS auch die Felder „Betreff", „Carbon Copy" und „Blind Carbon Copy" einfügen - Felder die eher E-Mail spezifisch sind. Bevor die Datei versendet wird, kann man sich eine Vorschau anzeigen lassen und bei zu langer Anzeigedauer der Folien diese verkürzen. Ist man mit dem Entwurf zufrieden, kann man diesen entweder mit Angabe des Empfängers, Betreffs und Erstellungsdatums speichern oder die Nachricht verschicken.

Beim Erstellen einer E-Mail erscheint das gleiche Schreibfeld, das analog - nur in anderen Farben - für die anderen Nachrichtentypen verwendet wurde. Neben dem Kontakt und den CC und BCC kann auch ein Betreff eingefügt werden. Beim Text hat man nun über 10.000 Zeichen zur Verfügung und kann eine auf dem Gerät abgespeicherte Datei als Anhang verschicken. Die Sendeoptionen bieten zusätzlich die Einstellungen zur Priorität der Mail (Niedrig, Normal und Hoch) sowie eine Lesebestätigung. Wie auch bei den anderen Nachrichtentypen sind das Verfassen und das Hinzufügen von Anhängen nicht logisch aufgebaut und daher nicht immer direkt ersichtlich. Die E-Mail-Benutzerkonten können im E-Mail-Hauptmenü in den Einstellungen eingerichtet werden.

Die Rufnummernunterdrückung Lässt sich im Einstellungsmenü für Anrufe unter der jeweiligen SIM-Karte einstellen. Dort kann man diverse Netzdienste verwalten. Dazu gehören neben der Sperrung von bestimmten Nummern auch das Anklopfen und die Konfiguration der Rufumleitung.

Die Anruflisten lassen sich entweder über das Hauptmenü oder die Tasten für Gesprächsannahme und -Ende einsehen. Beim Zugang über das Hauptmenü lässt sich die gewünschte Liste („Anrufe in Abwesenheit", „Empfangene Anrufe", „Gewählte Nummern" und „Alle Anrufe") anzeigen. Zusätzlich kann man noch die Gesprächsdauer sowie den Datenpaketzähler einsehen. B

eim Zugang über die Rufannahmetasten gelangt man nur zur Liste „Alle Anrufe". Die Darstellung dort ist auf Grund der wenigen Farbenvielfalt leider etwas unübersichtlich. Es wird - bei markierten und restlichen Einträgen - der Name oder die bei unbekannten Anrufern die Nummer des Anrufers angezeigt. Links davon ist ein kleines Kästchen mit einem Hörer und zwei weiteren Symbolen zu sehen.

Das erste Icon dient zur Unterscheidung der Anrufer. Hierzu hat General Mobile einen Linkspfeil für empfangene Gespräche und einen Rechtspfeil für ausgehende Telefonate verwendet. Verpasste Anrufe werden mit einem Kreuz signalisiert. Drüber ist das zweite Symbol, das in Form einer arabischen Ziffer die SIM-Karte anzeigt, über welche die Kommunikation aufgebaut wurde.

Das DST 3G Cool verfügt über vier Telefonprofile - auch hier im Doppelpack: "Normal", "Meeting", "Outdoor" und "Im Auto". Dabei kann man pro SIM-Karte ein Profil einstellen. Diese Funktion ist nicht wirklich sinnvoll, da die Profile eher eine globale als eine SIM-Karten bezogene Funktion haben. Mit anderen Worten, wenn man ungestört sein möchte gilt das doch eigentlich für beide Karten. In dem Fall muss man also erst die Profile beider Karten ändern.

Bei den Einstellungen zu den Profilen lassen sich Klingeltöne für Anruf und Videotelefonie, Mitteilungs- und Signaltöne anpassen. Für die ersten drei kann man alle vom Handy unterstützen Audio-Formate verwenden (MP3, WAV, WMA, AMR und MIDI) und die Lautstärke des Klingelns nach individuellen Wünschen gestalten. Allerdings wird das Telefon je nach Klingelton auch bei maximaler Lautstärke nicht sonderlich gut gehört. Bei den Tastentönen kann lediglich die Lautstärke variiert werden. Die Gesprächssignaltöne bieten einen Minutenton und die Anklopf-Signalisierung. Im Grunde genommen sind beides praktische Funktion, nur sind die Töne auf dem DST 3G Cool dermaßen laut, dass es im Ohr weh tut, jedes Mal wenn der Minutenton erklingt. Während eines zweiten ankommenden Anrufs erklingt das Anklopf-Signal ebenfalls viel zu laut und dann noch in einer so großen Frequenz, dass man das laufende Gespräch vor Ohrschmerzen am liebsten beenden würde. In beiden Fällen lässt sich die Lautstärke nicht anpassen. Zusätzlich lässt sich zum Klingelton auch der Vibrationsalarm optional einstellen. Hierzu bietet das Gerät drei verschiedene Vibrationsschemata an sowie die Aus-Option. Der Vibrationsmotor erweist sich als mittel kräftig, weshalb Mr. Cool von General Mobile sich auf weichen und harten Oberflächen ganz gut bemerkbar macht. In Hosentaschen und Rucksäcken nimmt man die Vibration hingegen kaum wahr.

Die Tastatursperre lässt sich nur automatisch nach einem Zeitfenster von zehn oder 30 Sekunden in Betrieb nehmen. Optional dazu kann man sie auch ausgeschaltet lassen, was aber den Stromverbrauch deutlich erhöht, da das Display sonst lange beleuchtet wird. Leider gibt es keine Tastenkombination, um sie manuell einzuschalten. Ein seltsamer Softwarefehler bringt die Beschriftung des Handys an manchen Stellen durcheinander. So erscheint bei der Standardeinstellung des linken Softkeys (Mediaplayer) das türkische Wort für Musik: Müzik. An anderer Stelle wurde ein englisches Wort statt des deutschen verwendet. Hier scheinen noch die Kinderkrankheiten des Modells sehr deutlich durch.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

General Mobile DST 3G CoolDie Verbindungsmöglichkeiten des DST 3G Cool entsprechen den Standards: Über die gut funktionierende Bluetooth-2.0-Schnittstelle lassen sich alle Dateitypen übertragen. Sogar diejenigen, die vom Telefon nicht unterstützt werden und nur zu Transportzwecken kopiert worden waren. Beim Versand werden der Name des Versenders sowie der Name der versendeten Datei angezeigt. Der Übertragungsfortschritt ist sowohl in einem grafischen Balken als auch in Zahlen (Empfangene Daten und vollständige Dateigröße) zu sehen. Die einfache Verbindung per USB-Kabel, bei der das Telefon als Wechseldatenträger erkannt wird, funktioniert leider ohne das Aufspielen von Treibern nicht. Daher ist man ständig auf die mitgelieferte Software-CD angewiesen.

Bedauerlicherweise half die CD beim Testgerät auch nicht. Zwar wurde das so genannte PC-Tool installiert, die Treiber für das DST 3G Cool konnten dennoch nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden. Auch ein Versuch die explizit als Windows Vista Treiber gekennzeichneten Dateien manuell aufzuspielen war erfolglos. Es bleibt also zu hoffen, dass beim Kauf eine funktionierende Version der Software im Päckchen enthalten ist. Sollte die Installation klappen, zeigen sowohl das PC-Tool als auch die Verbindungsmöglichkeiten des Handys die Funktion einer PC-Synchronisation mit MS-Outlook an.

Multimedia & Organizer

Die Komfortfunktionen fallen beim DST 3G Cool recht bescheiden aus. Man kann weder Gespräche mitschneiden, noch das Hauptmenü während eines Telefonats einsehen oder Adressbucheinträge via Sprachwahl kontaktieren. Das große Plus des Handys ist natürlich seine Fähigkeit zwei SIM-Karten gleichzeitig zu betreiben. Hierin werden vor allem Geschäftsleute eine praktische Funktion sehen. In beide Steckplätze passen jeweils normale GSM-Karten für drei Netze 900, 1800 und 1900. Bei ausgehenden Anrufen kann man über das Optionsmenü auswählen welche Karte verwendet werden soll. Allerdings bedarf hier die Bedienung einiger Optimierung. Einer der Slots unterstützt auch UMTS mit EDGE für schnelle Datenverbindungen. Diese Verbindungen sind zum Beispiel für Videotelefonie von Vorteil, die dieses Modell auch mit einer Frontkamera erleichtert.

Auf die integrierte Freisprechfunktion kann man bequem über den Navigationsknopf zugreifen oder sie wieder ausschalten. Die Qualität ist dabei ähnlich wie man sie vom Ohrhörer kennt. Das Telefonbuch kann nach unterschiedlichen Kriterien eingesehen werden: Kontakte der ersten und der zweiten SIM-Karte sowie alle vorhandenen Einträge. Nachfolgend sind sämtliche Funktionen identisch. Praktisch ist, dass man kann auch nach Namen, Nummern oder Gruppen suchen kann. In der Liste sieht man den Namen des Kontakts und den Kommunikationseintrag. Möchte man einen Vermerk erstellen stehen dafür diverse Felder zu Verfügung. Neben dem Namen der Person kann man Nummern für Handy, Privat und Büro sowie zwei Felder für E-Mails einpflegen. Für Postkarten Schreiberlinge kann man auch die gesamte Adresse einfügen und mit einer Memo Notizen zur Person festhalten. Für eine verbesserte Zuordnung kann man dem Kontakt zusätzlich auch ein Bild und eine Anrufergruppe hinzufügen. Möchte man von einer Person, zum Beispiel während eines Meetings, nicht gestört werden, kann man eine automatische Anrufzurückweisung einstellen - zusätzliche Kontaktfelder lassen sich nicht einbinden. Ein großer Nachteil ist, dass man während eines Gesprächs nicht auf das Telefonbuch zurückgreifen kann, um neue Einträge anzulegen oder Informationen eines Kontaktes nachzuschlagen.

Der Organizer bietet Zugriff auf einen Wecker mit drei unterschiedlichen Termineinstellungen. Dabei kann der Status, die Erinnerungszeit und Schlummern mit verschiedenen Zeitvarianten eingestellt werden. Seltsam ist, dass der Name der Erinnerung individuell angepasst werden kann. Der dazu gehörige Erinnerungston kann aus den Musikdateien frei gewählt werden. Mit dem Rechner und dem Währungsumrechner steht ein kleines Repertoire an Rechenoperationen bereit. Beim letzteren können neben den zwei Währungen auch der Wechselkurs und die Menge angegeben werden. Die Weltuhr gibt Auskunft über die Uhrzeit an verschiedenen vorgegebenen Orten der Welt. Hierbei kann eine Ausgangsstadt sowie die Zielstadt gewählt werden. Neben dem Zeitunterschied werden auch die tatsächlichen Uhrzeiten und der Standort der Zielstadt auf einer Weltkarte angezeigt. Im Organizer kann man auch Textvorlagen erstellen, die später bei SMS, MMS und E-Mail verwendet werden können. Ein Link aus den Schreibmenüs der Nachrichten zu dieser Funktion wäre sehr hilfreich gewesen, da dieser Punkt so nicht direkt mit den Nachrichten in Verbindung gebracht wird. Die Aufgabenerstellung bietet Platz für Einträge wie Datum, Uhrzeit und Priorität.

General Mobile DST 3G Cool
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Auch ein kurzer Memotext kann zur besseren Erinnerung eingetragen und der Status der Aufgabe angegeben werden. Als Erinnerungsmelodie können wie beim Wecker vorhandene Musikdateien herhalten. Der Kalender zeigt das aktuelle Jahr sowie Monat an. Bei den Tagen wird in der Tabelle farblich zwischen Wochentagen und Wochenende unterschieden, was der einfacheren Orientierung dient. Der aktuelle Tag wird dabei von einem je nach Tag orangenfarbigem oder weißem Kästchen umrandet. Der markierte Tag wird durch ein rotes und Termine durch grünes Kästchen markiert. Bei der Anlegung eines Termins stehen die gleichen Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung wie man sie beim Wecker hat. Informationen zum Termin werden in einem Feld unterhalb des Kalenders angezeigt, wenn man das Datum markiert. Über das Menü kann man zu einem gewünschten Datum im Kalender springen und sich den Speicherstatus der Einträge anzeigen lassen - leider ist die Zahl der möglichen Erinnerungen auf 60 Stück begrenzt. Die Anzeige einer Gesamtliste aller Vermerke ist ebenfalls über das Menü aufzurufen.

Ein Nachteil des Kalenders ist, dass dieser nur über die Monatsansicht verfügt. Weshalb ein optimales Zeitmanagement nur bedingt verfügbar gemacht wird. Das Entertainment basiert auf dem DST 3G Cool auf mehreren Merkmalen. Neben dem Media-Player ist auch ein Radioempfänger vorhanden. Die zwei installierten Spiele stammen aus dem Hause General Mobile und charakterisieren sich leider nicht durch einen hohen Unterhaltungswert. Eines der Spiele ist ohne das Studium der Anleitung gar nicht spielbar. Für mobilen Musikgenuss hat General Mobile einen Media-Player installiert. Öffnet man diesen wird im oberen Bildschirmrand Interpret und Songtitel eingeblendet. Darunter sieht man eine Grafik, das Feld für so genannte visuelle Effekte - das Darstellen des Albumcovers ist dort nicht möglich. Unter dem Bild ist ein eine grafische Zeitleiste, die anzeigt, an welcher Stelle der Track sich gerade befindet. Zeitinformationen zum Track Stück werden links und rechts angezeigt: man sieht die aktuelle Zeit und die Gesamtzeit. Weitere Informationen, die eingeblendet werden sind die Anzeigen zur Lautstärke und zum Wiedergabemodus. Zur Navigation wird die Belegung des Steuerknopfes eingeblendet. Über das Menü hat man Zugriff auf diverse Abspieloptionen: Der Wiedergabemodus bietet verschiedene Repeat- oder Shuffle-Funktionen.

Ein Equalizer hat fünf voreingestellte Modi (Normal, Pop, Rock, Jazz und Klassik), die eine enorme Änderung im Klangspektrum herbeiführen. Die visuellen Effekte verfügen über drei Optionen. Man kann entweder ein vorgegebenes Standbild, die Spektralanalyse oder die so genannte Nachtsicht wählen, eine an Discobeleuchtung erinnernde Animation. Im Optionsmenü lässt sich der aktuelle Titel als Klingelton festlegen oder man kann sich genauere Informationen über die Datei anzeigen lassen (Format, Erstellungszeit und Größe). Das Abspielen der Musik ist über Wiedergabelisten steuerbar, die man selbst erstellen, bearbeiten, umbenennen und löschen kann. Ansonsten geht die Anwahl auch über den Menüpunkt "Meine Dateien", wo man im Telefonsystem nach Medien sucht und diese dann abspielt. Die Soundqualität der Wiedergabe über den Lautsprecher ist relativ gut. Zwar ist diese mit einem Musikhandy von Nokia oder Sony Ericsson nicht vergleichbar, aber dennoch zufrieden stellend.

Über das Headset ist die Klangqualität um einiges besser. Die Frequenzen sind recht gut ausgeprägt, nur wird das Klangbild von einem metallischen Geräusch sowie einem durch Übersteuerung hervorgerufenes Scheppern begleitet. Hier wäre eine Limiter-Funktion von Vorteil gewesen. Bei der Vielfalt an Abspielformaten sollte es bei dem Modell zu keinen Kompatibilitätsproblemen kommen. Denn es werden die grundlegendsten Formate, wie MP3, WAV, WMA, AMR und MIDI unterstützt. Bei den Videos sieht es nicht so gut aus. Da werden lediglich die drei mobilen Videoformate, wie 3GP, H.263 und H.264, sowie das bekannte MPEG4 unterstützt. Das letztere aber auch mit Einschränkungen, denn beim Test konnte eine solche Datei vom Gerät nicht ausgelesen werden.

 

Fazit

General Mobile DST 3G Cool

Als ganz so cool stellt sich das DST 3G Cool nicht wirklich heraus. Es muss tatsächlich gesagt werden, dass die Bedienoberfläche des klobigen Zwei-Fon-Ersatzes nicht ausgereift ist. An diversen Stellen findet man so manche Kinderkrankheiten des Modells. Vor allem ist die Bedienung durch das eine oder andere Manko oder unlogische Benennung der Optionen teilweise recht schwerfällig und gewöhnungsbedürftig.

Diese Sachen lassen das Telefon nicht gerade vor Alltagstauglichkeit erstrahlen. Nach einer Eingewöhnung kommt man aber mit den Schwächen des Handys zurecht. Nutzer, die viele und vor allem intuitive und gut strukturierte Business-Funktionen benötigen und auf einen ausgeprägten Organizer angewiesen sind, werden an dem DST 3G Cool einiges vermissen, die andere Mobilfunkgeräte bieten. Der Einführungspreis liegt bei zirka 350 Euro - nicht gerade ein fairer Preis, wenn man die gelieferte Funktionalität unter die Lupe nimmt. Für diesen Preis bekommt man zwar schon ein ausgereifteres Gerät, für den Gebrauch von zwei SIM-Karten bräuchte man allerdings noch ein weiteres. Die Überlegung, die man vor dem Kauf machen müsste ist, welche Erwartungen stellt man an ein Handy und auf welche Funktionen kann man verzichten, wenn nur ein Gerät mit sich geführt werden soll.

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