Test des Emporia LifePlus

Einführung

Test-Datum: 12.02.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Emporia LifePlus
 

Der österreichische Hersteller „Emporia Telecom" hat sich mit seinen verschiedenen Handymodellen auf den Schwerpunkt „Senioren-Handys" bzw. einfach zu bedienende Handys für ältere Menschen mit Seh- und Motorik-Einschränkungen spezialisiert. Das Testhandy Emporia LIFEplus ist ein Modell dieser Geräteserie, das seine besonderen Fähigkeiten in diesem Segment ausspielen soll. Der Hersteller wirbt mit dem Spruch „Das erste Handy, das keine Bedienungsanleitung braucht". Geht die einfache Bedienung zu Lasten einer (zu) schmalen Ausstattung oder ist mit dem Emporia LIFEplus eine praxisgerechte Symbiose zwischen einfacher Bedienung und technischer Aktualität gelungen? Diese und noch andere Fragen soll unser Test bei inside-handy.de beantworten.  Bei dem Test wirkte eine Gruppe von 5 älteren Menschen mit, deren Sichtweise für die Grundbedienung und Eignung des Emporia LIFEplus bei verschiedenen körperlichen Einschränkungen berücksichtigt wurden.

Verpackung & Lieferumfang

Emporia LifePlusWie bereits bei anderen Emporia-Modellen wird auch das Modell LIFEplus in einer flachen weißen Schachtel geliefert, das ein großes rotes Kreissymbol mit dem Schriftzug „emporiaLIFEplus" aufgedruckt hat. Nach dem Entfernen des Umkartons wird die eigentliche Lieferbox, die relativ elegant wirkt, sichtbar. Beim Öffnen der Box fällt sofort der Blick auf das Emporia LIFEplus-Gerät, dass sicher in einer knallroten Samtschale eingebettet ist. Groß und stattlich wirkt der neue Testkandidat mit den überdimensionalen Tasten und dem sehr großen Display. Arbeiten wir uns nun tiefer in die Lieferbox vor, wird nach dem Wegnehmen der roten Samtschale der weitere Inhalt in einer dünnen weißen Plastikschale sichtbar.

Viel ist da allerdings nicht mehr zu sehen bzw. finden, außer einem Netzladeteil mit Klinkenstecker, dem Akku (1200mAh) und einem dünnen schwarzen Büchlein, das demonstrativ einen großen roten Punkt mit einem Herzsymbol aufgedruckt hat, befindet sich sonst kein weiteres Zubehör in der Lieferbox. Auffällig ist auch der Aufdruck auf der Bedienungsanleitung „Mein Mobiltelefon gibt mir Sicherheit", ein klarer Hinweis auf eine der Hauptausstattungs-Merkmale des Emporia LIFEplus, der integrierte Notrufknopf.

 

 

Emporia LifePlus

Verarbeitung & Handhabung

Emporia LifePlus
 

Auf den ersten Blick wirkt das Emporia LIFEplus wie ein großes Barren-Phone mit nur sehr wenigen, dafür sehr großen Tasten. Erst wenn man das LIFEplus in den Händen hält wird ersichtlich, dass es sich bei diesem Modell um ein Slider-Handy mit entsprechend großen Maßen handelt. 

Emporia LifePlusDas mattgraue Gehäuse mit den ähnlich dem Modell TIME stark abgerundeten Kanten oben und unten ergibt eine gefällige Form, die trotz der Abmessungen einen relativ kompakten und ansprechenden ersten Eindruck erzeugt. Große Tasten - großes Display, dieser Anblick springt dem Betrachter sofort ins Auge. Ohne Werkzeug und (fast) ohne Probleme lässt sich das Emporia LIFEplus in den betriebsfertigen Zustand versetzen. Die SIM-Karte wird in den Kartenleser eingeschoben, der mittig auf der Rückseite über dem Akku eingebaut ist, dann den Akku einsetzen, der nur in der richtigen Lage einsetzbar ist, zum Schluss noch den aus Metall gefertigten Akkudeckel aufschieben bis er einrastet und fertig ist der überdimensionale Slider zum Start. Die SIM-Karte ist beim Modell LIFEplus leichter einzusetzen wie beim Modell TIME. Beim LIFEplus ist der Einschub besser zugänglich und nicht so eine filigrane Angelegenheit wie beim Modell Emporia TIME. Einen Minuspunkt verdient der metallene Akkudeckel, dieser ist nur mit besonderem Aufwand aufzuschieben, da der Deckel in den beiden Führungsschienen sehr schwergängig läuft und auch die Verriegelung nicht sehr passgenau integriert ist. Bei etwas zittrigen Händen kann es passieren, dass der Akkudeckel nach dem Aufschieben auf einer der beiden Seiten nicht genau in der Schiene läuft und deshalb etwas absteht. Hier ist etwas Geduld und eine kräftige und ruhige Hand gefragt, was bei Personen mit motorischen Einschränkungen nur schwer zu bewerkstelligen sein dürfte.

Das hohe Startgewicht von 138g bei nicht gerade schlanken Abmessungen von 117 x 58 x 18 mm lassen das Emporia LIFEplus auch im betriebsfertigen Zustand groß aber noch handlich erscheinen. Wie bereits erwähnt wird die Vorderseite von insgesamt vier großen Einzeltasten und dem Display optisch dominiert. Die Tasten sind groß dimensioniert, was selbst bei Menschen mit einer Sehschwäche / Motorik-Einschränkung für eine zielsichere Bedienung reichen dürfte. Die Tasten befinden sich in der unteren Hälfte des Gerätes und sind proportional zur Größe ebenfalls sehr deutlich beschriftet: eine Rufannahmetaste mit einem grünen Hörersymbol und dem OK-Schriftzug links, eine Rufbeendigungstaste mit einem roten Hörersymbol rechts und dazwischen zwei Tasten übereinander, die zur Verdeutlichung der Scrollfunktion mit Pfeilen nach oben und unten beschriftet sind. Gut die Hälfte der oberen Vorderseite nimmt ein großes Display ein, das mit einem schwarzen Displayrahmen einen schönen Kontrast zur hellen Gehäusefarbe darstellt. Über dem Display ist nur der schmale Schlitz mit dem Lautsprecher vorhanden.

An der linken Seite sind drei Tastenelemente vorhanden. Eine große Ein-/Ausschalttaste mit 10 x 6 mm, die plan zum Gehäuse eingelassen ist und ein deutliches rotes Beschriftungssymbol aufweist, eine Lautstärkewippe mit je einer flachen runden und gut fühlbaren Erhebung auf jeder Seite und eine große (8 x 6 mm) Schiebetaste, die zur Aktivierung und Deaktivierung der Tastatursperre dient. Auf der rechten Seite sind ebenfalls drei Bedienelemente zu finden. Die Taste für die Taschenlampenfunktion, eine Schiebetaste für die Weckerfunktion und eine Taste zum Ein- und Ausschalten der Freisprecheinrichtun. Am oberen Rand des Emporia LIFEplus findet man die LED für die Taschenlampenfunktion, die Klinken-Buchse für das Netzladeteil und eine mittige Gehäuse-Öse für die Nutzung eines Trageriemens. An der Unterseite sind nur drei Kontakte zu erkennen, die vermutlich für den Einsatz in einer Ladeschale bzw. in einer Auto-Freisprecheinrichtung Verwendung finden könnten. In der Liste des Herstellers ist allerdings kein entsprechendes Zubehör zu finden. Die Rückseite zeigt einen großen runden, versenkt angebrachten Notrufknopf mit einem Herzsymbol, der unmissverständlich auf die Funktion eines Notrufmelders hinweist. Neben dem Notrufknopf ist noch eine größere Gehäuseöffnung in Gitterform, unter der ein großer Lautsprecher seinen Dienst verrichtet.

Emporia LifePlusNach dem Aufschieben des Sliders erscheint eine herkömmliche 12er-Handy-Tastatur im XL-Format (Tastengröße 14 x 12 mm), deren Tastenbeleuchtung durch das Aufschieben des Sliders zeitgleich mit der Displaybeleuchtung und der sonstigen Tastenbeleuchtung zum Leben erweckt wird. Die Beleuchtung ist in einem warmen orangefarbenen Ton, wobei die Beleuchtung der 12er-Tastatur etwas unregelmäßig wirkt. Dies war auch schon beim Modell TIME zu beobachten. Alle Tasten sind für ein Handy der Zielgruppe Senioren ausreichend groß und haben einen deutlichen Druckpunkt. Die Kennzeichnung der „5" ist - wie schon beim Modell TIME - zu schwach ausgefallen, was spätestens beim Blind-SMS-Schreiben eine deutliche Erschwernis darstellen dürfte. Erfreulicherweise arbeitet der groß dimensionierte Slider sehr leichtgängig und öffnet und schließt sanft mit Federkraft-Unterstützung. Jeweils beim Öffnen wird auch die Display- und Tastatur-Beleuchtung aktiviert, was eine gute Erkennbarkeit des jeweiligen Bedienungs-Schrittes erleichtert.

Zur Verarbeitung des Emporia LIFEplus insgesamt bleibt ein allgemein positiver Eindruck bestehen. Sowohl die Wahl des Materials als auch die Verarbeitung lassen kaum einen Grund für Beschwerden aufkommen. Das Gehäuse wirkt stabil und belastbar, die gute Verarbeitung findet man u.a. auch bei sauberen Gehäusekanten und gleichmäßigen Spaltmaßen wieder, nur der etwas schlecht sitzende Akkudeckel trübt das ansonsten gute Gesamtbild etwas. Auch der Klinkenstecker des Reiseladers sitzt fest und passgenau in der dazu vorhandenen Buchse am Emporia LifePlusoberen Rand des Emporia LIFEplus. Am unteren Rand der Slider-Front sind drei Symbole, die in bestimmten Situationen durch Blinken auf sich aufmerksam machen: ein Telefonhörer-Symbol (blinkt bei eingehendem Anruf), ein leeres Akku-Symbol (blinkt bei schwachem Akku) und ein weiteres, volles Akku-Symbol (leuchtet bei aktiviertem Ladevorgang über das Netzladeteil). Unverständlicherweise hat Emporia bei diesem Modell darauf verzichtet, dass bei einem Anruf in Abwesenheit das Telefon-Symbol blinkend weiter einen optischen Hinweis geben würde. Die aktivierte Leuchte direkt bei Eingang eines Anrufes wäre nicht so erforderlich, da sowieso die Rufannahmetaste und die Taschenlampen-LED blinken und den Anruf optisch signalisieren. Wie bereits beim Emporia TIME-Modell verrichtet auch bei diesem LIFEplus-Modell ein wahres Kraftwerk von einem Vibrationsalarm seinen Dienst. Der Vibra arbeitet mit einer Deutlichkeit, die bisher kaum von einem anderen Modell erreicht wurde - ein Optimum für Menschen mit Sehbehinderungen und Gehörschwächen, die sich auf diese Art der Rufsignalisierung verlassen müssen.

Sprachqualität & Empfang

Die Sprachqualität des Emporia LIFEplus kann auf der ganzer Linie überzeugen. Ein klarer Klang und eine sehr hohe Lautstärke bei internem wie auch FSE-Betrieb gewährleisten eine gute Verständigung auch bei Menschen mit Einschränkungen beim Gehör. An der Gegenstelle ist die Sprache ebenfalls klar und deutlich, kein störendes Nebengeräusch schränkt die Übertragung ein. Die Lautsprecher des Emporia LIFEplus sind hörgerätetauglich. Auch der Empfang beim LIFEplus-Modell zeigt keine Auffälligkeiten, ein konstanter Empfangspegel gewährleistet auch in schwächer versorgten Gebieten einen stabilen Empfang in allen Netzen der vier Mobilfunkbetreiber. Als Dualband-Gerät (GSM 900/1800) beschränkt sich der Einsatz-Radius auf die europäischen Netze der Mobilfunkbetreiber. Zusatzdienste wie GPRS, EDGE und/oder UMTS/HSDPA sind mit dem Emporia-Handset nicht nutzbar. Mit dem Emporia LIFEplus sollen laut Hersteller Sprechzeiten bis zu 180 Minuten und Standby-Zeiten von ca. 250 Stunden möglich sein. Im Praxistest waren Einsatzzeiten bis zu fünf Tagen ohne Nachladung bei normaler Nutzung des Phones möglich. Der starke Akku mit 1.200 mAh macht sich hier positiv bemerkbar.

Der SAR-Wert des Emporia LIFEplus beträgt 0,150 Watt/kg.

Display & Kamera

Emporia LifePlusDas von Emporia verwendete Display beim LIFEplus ist ein Monochrom FSTN-Display mit 128 x 160 Pixel Auflösung. Die Größe des 2,7 Zoll-Bildschirms liegt bei 45 x 47 mm bei einer sichtbaren Diagonale von 63 mm. Die Anzeige ist kontrastreich und scharf, eine starke orange Beleuchtung gewährleistet eine ausgezeichnete Ablesbarkeit auch bei diffusem Umgebungslicht. Auch Menschen mit Einschränkungen der Sehfähigkeit dürften hier eine optimale Darstellung vorfinden, die eine gute Erkennbarkeit gewährleisten sollte. Die Zeichen werden gut dargestellt, auch im Außenbereich und bei direkter Sonneneinstrahlung sind keine Qualitätseinbußen in der Erkennbarkeit zu sehen. Das Display verfügt über einen 10-stufigen Kontrast, wobei nur die Stufen 3 bis 7 eine optimale Erkennbarkeit gewährleisten, Stufe 1 bis 2 wirkt zu hell, Stufe 8 – 10 wirkt zu dunkel. Die Helligkeit des Displays ist statisch fest und lässt sich nicht verändern. Nur die Dauer der Displaybeleuchtung lässt sich im Einstellungs-Menü individuell festlegen (von 2 Sekunden bis zu 30 Sekunden). Wem diese Einstellungen des Displays noch nicht genügen, der kann nur noch die Schriftgröße im allgemeinen Menü und im SMS-Bereich individuell einstellen (groß oder klein). Bei „kleiner“ Schrift beträgt die Buchstabengröße noch stattliche 3 mm und ändert sich bei „großer“ Einstellung nicht sehr viel, gerade mal 4 mm. Die Schrift wirkt bei dieser Einstellung auch größer, weil der Textinhalt in Fettschrift dargestellt wird.

Die Darstellung ist auch für Menschen mit Einschränkungen bei der Sehkraft noch gut erkennbar und durchaus praxisgerecht. Warum Emporia allerdings die Schriftgrößen-Unterscheidung nicht deutlicher (wie z. B. beim Modell TIME) realisiert hat, ist eher unverständlich, da beim Modell LIFEplus ein wesentlich größeres Display zur Verfügung steht. Im Grundzustand lässt sich auf dem Display die Akkukapazität, die Netzstärkeanzeige und eine große Zeitanzeige ablesen. Bei aktivierter Tastensperre ist dann auch kurz ein großes Schlüsselsymbol sichtbar. Im geschlossenen Zustand zeigt das Slider-Phone ein „kleines Menü“, nach dem Aufschieben dann ein „großes Menü“. Näheres hierzu ist im folgenden Kapitel beschrieben. Sucht man bei diesem Emporia-Modell noch andere Einstellmöglichkeiten für das Display wie Hintergrundbilder, Bildschirmschoner, etc., so wird man hier nicht fündig werden.

OS & Bedienung

Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Das Betriebssystem von Emporia ist eine Eigenentwicklung und mit dem Schwestermodell TIME in vielen Bereichen identisch. Anders als beim Modell TIME gibt es beim LIFEplus zwei verschiedene Grundmenüarten.

1. Im geschlossenen Zustand des Sliders das „kleine Menü": Hier werden die Telefonbucheinträge in alphabetischer Reihenfolge angezeigt, dann noch die Anrufliste getrennt nach „Gewählte Nummern", „Versäumte Anrufe" und „Angenommene Anrufe" und die Anzeige der Akku-Kapazität und der Feldstärke in % (in 25 %-Schritten). Als Besonderheit lässt sich im „kleinen Menü" noch eine Favoriten-Funktion aktivieren, über die eine Vielzahl von Menüpunkten, die häufig Verwendung finden, ohne den Umweg über das Hauptmenü bei geschlossenem Slider aufgerufen werden können.

2. Bei geöffnetem Slider das „große Menü": „SMS-Nachrichten" (Anzeige des Menüpunktes kann auch deaktiviert werden), „Anruflisten", „Telefonbuch", „Einstellungen" und „SIM-Dienste".

Die meisten Untermenü-Punkte findet man im Bereich „Einstellungen" des Hauptmenüs. Die vielen Untermenüpunkte sind bereits vom Modell TIME her bekannt. Auch beim LIFEplus hat Emporia leider nicht eine übersichtlichere Menüaufteilung vorgenommen. Verbessert wurde allerdings die optionale Möglichkeit der Eingabe der „0000", um überhaupt ins Einstellungs-Menü gelangen zu können. So wird wenigstens der ungewollte Aufruf und die Gefahr des „Verirrens" im großen Einstellungs-Menü verhindert.

Generell wirkt das Menü unübersichtlich und des öfteren taucht die Frage auf, auf welcher Ebene des Menüs man sich eigentlich befindet. Vor allem für ältere Menschen verkompliziert sich die Bedienung durch diese unpraktische Gestaltung des Menüs. Hat man sich mal im Menü „verirrt", dann hilft ein kurzer Druck auf die Rufbeendigungstaste, die wieder den Weg zum Grundmenü freimacht.

Die SMS-Erstellung kann bei geöffnetem Slider über das „große Menü" erfolgen. Hier reichen zwei Tastenbetätigungen um mit der Erstellung der Textnachricht beginnen zu können. Einen eigenen Shortcut über eine Hardware-Taste wie beim Modell TIME gibt es hier nicht. Das Schreiben einer SMS gestaltet sich gewohnt einfach mit dem Emporia LIFEplus, die 12er-Tastatur dient zur Eingabe der einzelnen Buchstaben, auf eine T9-Eingabehilfe muss der Ersteller allerdings verzichten. In den Voreinstellungen kann nur zwischen „Immer Großschreiben", „Gemischt - Großschreibung zu Satzbeginn", „Immer Kleinschreibung" und „Ziffern" gewählt werden. Mit der #-Taste kann man während der Erstellung zwischen diesen Eingabearten umschalten.

Eine SMS kann maximal 480 Zeichen enthalten, die aber beim Senden automatisch auf drei einzelne SMS aufgeteilt werden. Komfortfunktionen wie Gruppen-SMS und eine Blacklist zur Blockierung des Empfangs von SMS unerwünschter Sender sind erfreulicherweise auch auf dem Emporia LIFEplus zu finden. Eingehende SMS werden per Ton und Vibration gemeldet und im Display erscheint die Meldung „Neue Nachricht". Diese Nachricht kann dann gespeichert, weitergeleitet, beantwortet oder gelöscht werden. Der Speicher fasst bis zu 50 SMS, ein weiterer SMS-Empfang ist dann nicht mehr möglich.

Mit dem Emporia LIFEplus lässt sich auch ein Telefonbucheintrag per SMS empfangen (wenn der Sender auch ein Emporia-Gerät verwendet), der dann automatisch als neuer Eintrag im Telefonbuch abgespeichert wird. Der Versand von SMS-Nachrichten ist die einzige Möglichkeit der Textkommunikation, da das Emporia LIFEplus weder MMS noch E-Mail senden und empfangen kann.

An Schnellzugriffsfunktionen bietet das Emporia LIFEplus das "kleine Menü" im geschlossenen Zustand mit der Favoritenwahl, im geöffneten Zustand die Kurzwahl über die Zifferntasten zum Aufruf der Top10 (gespeicherte Kurzwahleinträge aus dem Telefonbuch).
Eine Taste an der rechten Außenseite zum Aufruf der Weckerfunktion ergänzt die Schnellzugriffsfunktionen.

Auf dem Emporia LIFEplus ist die gleiche Rufton-Auswahl zu finden wie auf dem Schwestermodell TIME. Acht verschiedene (polyphone) Ruftöne stehen zur Auswahl, für jeden Geschmack ist was dabei. Fünf verschiedene Klingellautstärken sind für jeden Rufton verfügbar.

Die Tastensperre wurde beim Emporia LIFEplus ähnlich wie beim Schwestermodell TIME über einen Schiebeschalter an der linken Gehäuseseite gelöst, der nach Aktivierung alle Tasten außer der Taschenlampen-Taste und der Wecker-Taste sperrt.

 

 

 

 

 


Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

An Connectivity-Möglichkeit steht beim Emporia LIFEplus nur ein Dualband-GSM-Modus zur Verfügung. Andere Verbindungsarten wie Bluetooth oder Infrarot gibt es beim LIFEplus nicht. Über die SIM-Dienste können der SMS/MMS-Infoservice und MobileFun-Anwendungen genutzt werden.

Multimedia & Organizer

Das Kapitel Komfort ist beim Emporia LIFEplus nicht sehr ausgeprägt. Eine klasse Freisprecheinrichtung mit guter Soundqualität, ein guter Wecker, eine Geburtstagserinnerungs-Funktion, LED-Taschenlampe, zwei Profile und ein Notrufknopf vervollständigen die kurze Liste. Betrachten wir die Notruffunktion über den Notrufknopf als besonderes Ausstattungsmerkmal des LIFEplus etwas näher: Wie bereits beschrieben befindet sich auf der Rückseite des Gerätes ein großer Notrufknopf, der bei Betätigung die Anwahl einer individuellen Telfonnummer startet. Es können bis zu fünf einzelne Nummern hinterlegt werden, die in einer individuellen Reihenfolge der Speicherung angewählt werden. Ist eine der Nummern nicht erreichbar, dann wird die nächste angerufen usw..

Der Angerufene muss binnen 60 Sekunden die Taste „0“ als Bestätigung des Notrufes drücken, sonst wird das Gespräch unterbrochen. Diese Rückversicherung ist eingebaut, damit kein Notruf automatisch auf einer Mailbox oder einem Anrufbeantworter ungehört landet. Ist keine Notrufnummer hinterlegt, dann wählt das Gerät automatisch die 112. Bleibt der Notruf unbeantwortet, dann beantwortet das LIFEplus-Handy innerhalb der nächsten Stunden jeden eingehenden Anruf automatisch, ohne dass eine Tastenbetätigung notwendig ist. Ein versehentlich ausgelöster Notruf kann durch Drücken der Taste Rufbeendigung (3 Sekunden) beendet werden. Optional kann auch vor dem Notruf eine Notruf-SMS automatisch an eine Handynummer oder einen SMS-fähigen Festnetzanschluss versendet werden. Über das Einstellungsmenü kann der Notknopf auch deaktiviert werden. Das Emporia LIFEplus verfügt sogar über zwei verschiedene Profile: „Lautlos“ (alle Töne und Vibra aus) und „Besprechung“ (Rufton wird durch einen Doppel-Piep-Ton ersetzt, Vibra-Alarm auf 10 Sekunden begrenzt).

Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus
Emporia LifePlus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wecker des Emporia LIFEplus kann nur mit einer Weckzeit programmiert werden, drei verschieden Alarmmelodien stehen zur Verfügung. Die Weckerfunktion wird über den seitlichen Schiebeschalter aktiviert und deaktiviert. Die aktive Weckerfunktion wird über ein Symbol im Display angezeigt. Eine Wiederholfunktion des Weckrufes und eine Schlummerfunktion sind die einfachen aber praktikablen Ausstattungsmerkmale des LIFEplus-Weckers. Im Telefonbuch des LIFEplus können bis zu 200 Einträge gespeichert werden. Zu jedem Namen kann nur eine Telefonnummer gespeichert werden. Die LED-Taschenlampe des Emporia LIFEplus wird über eine seitliche Taste eingeschaltet. Das Licht der LED ist hell und reicht zur Erhellung der näheren Umgebung bis zu ein paar Metern. Eine hilfreiche und in der Praxis sicher öfters zu gebrauchende Funktion des Emporia-Phones.

Fazit

Emporia LifePlus
 
Emporia Telecom kann auch mit dem Modell LIFEplus wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass Handys für Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen der Sehkraft und der Motorik eine Daseinsberechtigung in unserer kommunikativen Gesellschaft finden können. Das Modell LIFEplus ist von der Haptik und der Optik klar auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten. Das Handy als Helfer in Notfällen erreicht mit dem Emporia LIFEplus eine ganz andere Dimension. Optik und Haptik sind durchaus positiv, nur die etwas „zerklüftete“ Menüstruktur wird dem markigen Spruch des Herstellers „Das erste Handy, das keine Bedienungsanleitung braucht.“ nicht gerecht.

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