Vom Weiten her scheint das tschechische Noble wie das hiesige Bier: recht unauffällig aber oho. Und wie sieht es beim zweiten Blick aus? Beim Zusammenbau ergeben sich kleinere Probleme mit dem Entfernen des Akkudeckels, da dieser nur recht schwer zu lösen ist. Hat man diese Hürde aber genommen, erfolgt der Einsatz vom weiteren Inhalt als unkompliziert und sicher. Leider entspricht der Handylook nicht dem verkauften Namen. Denn unter dem Stichwort "Noble" würde man hochwertige Teile erwarten, die sowohl in ihrer Optik als auch in ihrer Haptik den Erwartungen entsprechen würden - leider trifft dies in beiden Fällen nicht zu. Wenigstens wurden die einzelnen Telefonteile gut zusammengesetzt, sodass das East-Phone recht robust wirkt und die Spaltmaße nur sehr gering ausfallen; damit bieten sie Staub und Schmutz wenig Angriffsfläche - bis auf zwei Punkte: der USB-Anschluss links und die darüber liegende Kopfhörerbuchse sind ungeschützt im Gehäuse verbaut. Wie schaut das Noble denn nun aus? Auf der Vorderseite ist oben der Ohrhörer mit der Videotelefonie-Kamera mit einem weißen dezenten Schriftzug des Gerätenamens. Darunter folgt das sehr spiegelnde Display, das schnell mit Fingerabdrücken überseht ist. Weiter unten schließt der Name des Herstellers den passiven Teil der Vorderseite ab. Nun kann der Nutzer aktiv werden: Im Prinzip bietet sich aber ein altbekanntes Bild, denn die Abfolge von zwei Softkeys, Navigationsbutton, Zurück- und Löschen-Taste sowie (im Fall des Nobles) zwei Rufannahmetasten sind wahrlich keine Revelation. Man muss das Rad aber nicht jedes Mal neu Erfinden - für die Verwendung von zwei Karten eignet sich diese Anordnung sehr gut.
Was hier leider negativ ausfällt ist die Verarbeitung der Knöpfe, die leider nicht sehr hochwertig sind und aus einem "günstig" wirkenden Plastik gefertigt wurden. Dafür sind diese haptisch gut von einander zu unterscheiden. Auch der Steuerknopf wirkt ähnlich billig und funktioniert bei der Bedienung leider auch nicht immer zuverlässig. Was auf der Vorderseite noch verwirrt, ist das Design, denn durch die etwas kürzere Oberseite wirkt das Gerät nicht ganz verschlossen, was aber nach kurzer Gewöhnung nicht weiter stört. Da die Unterseite keine Besonderheiten aufweist, wurde die Oberseite wahrscheinlich auch schlicht gehalten. Dort befinden sich lediglich der Knopf, der den Akkudeckel löst sowie der Einschaltbutton. Auch links zieht sich das gleiche Bild fort, denn dort sind bloß die Lautstärke-Regler zu finden, während auf der rechten Seite der Kamera-Auslöser sowie die Buchsen der für Headset und USB-Stecker verbaut wurden. Von hinten sehen Menschen gleich aus, heißt es doch so schön im Volksmund. Dies gilt de facto auch für viele Handys, denn die im Akkudeckel eingelassene Megapixelkamera ist wahrlich kein neues Bild: Die Linse ist durch ein silbern geriffeltes Metallstück umringt - ähnlich wie beim Navigationsbutton. Wenig tiefer liegt fast unauffällig in einem dunklen Grauton gehalten das Logo des Herstellers.
Schiebt man den Slider auf, präsentiert sich die alphanumerische Tastatur in üblicher drei Mal vier Anordnung. Sehr positiv ist, dass der Druckpunkt der einzelnen Buttons sehr gut ausfällt. Zudem sitzen sie sehr fest und wirken damit stabil und im Gegensatz zu diversen anderen Teilen des Telefons recht hochwertig. Leider ist ein Tippen ohne Sichtkontakt nicht wirklich möglich, da die Tasten haptisch kaum voneinander zu unterscheiden sind. Da freut sich der Nutzer schon über die starke Beleuchtung, die ihm den Weg zur gewünschten Taste weist.
|
Kommentar zum Emgeton Noble Test schreiben