Test des Emgeton Noble

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Einführung

Test-Datum: 06.04.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Emgeton Noble
Dynamische Manager, junge Journalisten oder vielleicht adlige Gigolos aus der Tschechei kennen das Dilemma: Während die eine Freundin auf dem privaten Telefon einem die Einkaufsliste für den heutigen Abend durchgibt, ruft auf dem anderen Handy die zweite Freundin an und will sich für das Wochenende verabreden. Wo setzt man(n) die Prioritäten? Dabei könnte die Lösung doch recht einfach sein, denn das Dual-SIM-Handy "Noble" vom tschechischen Hersteller Emgeton bietet kommunikationsgestressten Frauenhelden und auch anderen Menschen eine einfache Lösung. Das Emgeton Noble kann zwei SIM-Karten fassen und einem somit den drohenden Ärger ersparen.

Ist alles an dem Handy so "easy" wie das Versprechen der Dual-SIM-Lösung oder könnte der damenumwerbende Adelsträger an anderer Stelle mit dem Slider-Telefon Stress bekommen? Wie steht es um die Bedienung des Noble-Geräts vom tschechischen Hersteller Emgeton? Der verhältnismäßig neue Markt für so genannte Dual-SIM-Telefone bietet den Produzenten einen großen Spielraum für allerlei Features? Wie wurden diese in diesem Fall umgesetzt? Bringen sie Neuerungen gegenüber der Konkurrenz oder werden alte Standards als neue Ware verkauft? Diese und weitere Fragen können Sie im redaktionellen Test von inside-handy.de nachlesen.

Verpackung & Lieferumfang

Emgeton NobleTribals - die gewundenen und an keltische Motive erinnernden Verzierungen sind hinter dem Noble auf der Verpackung zu sehen. Auf dem weißen Karton sieht der Nutzer Den Schriftzug des Geräts sowie den des Herstellers mit dem Hinweis (bildlich als auch schriftlich), dass zwei SIM-Karten im Telefon Platz finden können - die restlichen Seiten des Päckchens sind zwar anders aber ebenso schlicht gehalten, dafür aber recht stilvoll. Schiebt man die Deckhülle ab, bietet sich ein sehr ähnliches Bild, bei der Kartonage hat man lediglich die Farbwahl abgeändert. Die starke Verpackung lässt sich einfach nach links aufklappen und gibt die Sicht auf das Gerät frei, das auf einem dafür gefertigten Untersatz liegt, mit dem das restliche Zubehör gesichert wird. Neben dem Standardlieferumfang, wie Handy, Akku (1010mAh) und der Verschluss, werden noch Kopfhörer mit einer 2,5-Miniklinke geliefert, die zugleich auch als Headset fungieren. Zudem sind noch ein Datenkabel sowie eine CD mit entsprechender Software geliefert. Für alle Mobilfunk-Neulinge ist auch eine Bedienungsanleitung dabei. Schade ist, dass keine Speicherkarte im Lieferumfang dabei war - und das obwohl der Hersteller sich auf der Website als führend im Bereich der MP3-Player sowie ähnlichen Gefilden bezeichnet - ein klares Minus, denn dies sollte im Zeitalter der purzelnden Speicherpreise doch drin sein.


 

Emgeton Noble
 
Die inside-handy Wertung: 67%

Verarbeitung & Design

Emgeton Noble

Vom Weiten her scheint das tschechische Noble wie das hiesige Bier: recht unauffällig aber oho. Und wie sieht es beim zweiten Blick aus? Beim Zusammenbau ergeben sich kleinere Probleme mit dem Entfernen des Akkudeckels, da dieser nur recht schwer zu lösen ist. Hat man diese Hürde aber genommen, erfolgt der Einsatz vom weiteren Inhalt als unkompliziert und sicher.

Emgeton NobleLeider entspricht der Handylook nicht dem verkauften Namen. Denn unter dem Stichwort "Noble" würde man hochwertige Teile erwarten, die sowohl in ihrer Optik als auch in ihrer Haptik den Erwartungen entsprechen würden - leider trifft dies in beiden Fällen nicht zu. Wenigstens wurden die einzelnen Telefonteile gut zusammengesetzt, sodass das East-Phone recht robust wirkt und die Spaltmaße nur sehr gering ausfallen; damit bieten sie Staub und Schmutz wenig Angriffsfläche - bis auf zwei Punkte: der USB-Anschluss links und die darüber liegende Kopfhörerbuchse sind ungeschützt im Gehäuse verbaut. Wie schaut das Noble denn nun aus? Auf der Vorderseite ist oben der Ohrhörer mit der Videotelefonie-Kamera mit einem weißen dezenten Schriftzug des Gerätenamens. Darunter folgt das sehr spiegelnde Display, das schnell mit Fingerabdrücken überseht ist. Weiter unten schließt der Name des Herstellers den passiven Teil der Vorderseite ab. Nun kann der Nutzer aktiv werden: Im Prinzip bietet sich aber ein altbekanntes Bild, denn die Abfolge von zwei Softkeys, Navigationsbutton, Zurück- und Löschen-Taste sowie (im Fall des Nobles) zwei Rufannahmetasten sind wahrlich keine Revelation. Man muss das Rad aber nicht jedes Mal neu Erfinden - für die Verwendung von zwei Karten eignet sich diese Anordnung sehr gut.

Emgeton NobleWas hier leider negativ ausfällt ist die Verarbeitung der Knöpfe, die leider nicht sehr hochwertig sind und aus einem "günstig" wirkenden Plastik gefertigt wurden. Dafür sind diese haptisch gut von einander zu unterscheiden. Auch der Steuerknopf wirkt ähnlich billig und funktioniert bei der Bedienung leider auch nicht immer zuverlässig. Was auf der Vorderseite noch verwirrt, ist das Design, denn durch die etwas kürzere Oberseite wirkt das Gerät nicht ganz verschlossen, was aber nach kurzer Gewöhnung nicht weiter stört. Da die Unterseite keine Besonderheiten aufweist, wurde die Oberseite wahrscheinlich auch schlicht gehalten. Dort befinden sich lediglich der Knopf, der den Akkudeckel löst sowie der Einschaltbutton. Auch links zieht sich das gleiche Bild fort, denn dort sind bloß die Lautstärke-Regler zu finden, während auf der rechten Seite der Kamera-Auslöser sowie die Buchsen der für Headset und USB-Stecker verbaut wurden. Von hinten sehen Menschen gleich aus, heißt es doch so schön im Volksmund. Dies gilt de facto auch für viele Handys, denn die im Akkudeckel eingelassene Megapixelkamera ist wahrlich kein neues Bild: Die Linse ist durch ein silbern geriffeltes Metallstück umringt - ähnlich wie beim Navigationsbutton. Wenig tiefer liegt fast unauffällig in einem dunklen Grauton gehalten das Logo des Herstellers.

Emgeton NobleSchiebt man den Slider auf, präsentiert sich die alphanumerische Tastatur in üblicher drei Mal vier Anordnung. Sehr positiv ist, dass der Druckpunkt der einzelnen Buttons sehr gut ausfällt. Zudem sitzen sie sehr fest und wirken damit stabil und im Gegensatz zu diversen anderen Teilen des Telefons recht hochwertig. Leider ist ein Tippen ohne Sichtkontakt nicht wirklich möglich, da die Tasten haptisch kaum voneinander zu unterscheiden sind. Da freut sich der Nutzer schon über die starke Beleuchtung, die ihm den Weg zur gewünschten Taste weist.

 
Die inside-handy Wertung: 67%
 
 

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