Test des Elson EL 400Dual

Einführung

Test-Datum: 10.09.2010
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Elson EL 400Dual

Mobistel hat mit dem EL400Dual für einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 90 Euro ein preisgünstiges Dual-SIM-Handy mit echter QWERTZ-Tastatur auf den Markt gebracht. Mit poppig bunten Covern und Social-Network-Unterstützung von Yahoo!, MSN Messenger und Facebook richtet es sich an eine junge oder jung gebliebene Zielkundschaft. Verzichten muss diese allerdings auf schnelle Netzwerkverbindungen wie UMTS oder W-LAN. Selbst EDGE hat das EL400Dual nicht mit an Bord, so dass man mit dem langsameren GPRS Vorlieb nehmen muss. Welche Stärken und Schwächen das Dual-SIM-Handy im Blackberry-Outfit sonst noch zeigt, eröffnet der Praxistest auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Das Mobistel EL400Dual wird in einer weißen Schachtel geliefert, die mit Bildern des Handys bedruckt ist. Im Zubehörkarton befinden sich neben dem Telefon ein 1100mAh LiIon-Akku, ein USB-Datenkabel mit Netzteiladapter, ein Stereo-Headset und eine Bedienungsanleitung. Eine MicroSD-Speicherkarte oder Schutztasche sind nicht mit dabei, was angesichts des niedrigen Preissegments aber nicht verwundert. Wünschenswert wäre jedoch eine CD mit Software für die Synchronisation zwischen Handy und PC. Grundsätzlich gibt es auf der Elson-Homepage einen PC Link Manager zur Synchronisation der Geräte, das EL400Dual taucht jedoch zum Zeitpunkt des Tests noch nicht in der Software-Downloadliste auf.

Elson EL 400Dual

 

Verarbeitung & Handhabung

Elson EL 400Dual

Der Akkudeckel lässt sich durch leichten Druck aus seiner Verankerung schieben. Darunter kommt der große Akku zum Vorschein. Unter dem Akku liegen nebeneinander die Steckplätze für zwei SIM-Karten und eine MicroSD-Speicherkarte. Alle Karten werden von je einem Metallbügel an ihrem Platz gehalten.

Elson EL 400DualAufgrund seines im Verhältnis zur ausladenden Tastatur kleinen Displays wirkt das EL400Dual etwas unproportional - nach oben und zu den Seiten hin wäre noch eine Menge Platz für ein größeres Display gewesen. Die Verarbeitung des Handys ist, bedenkt man den niedrigen Anschaffungspreis, in Ordnung. Auch bei festerem Zugreifen knarzt nichts und die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig. Allerdings wirkt es optisch nicht wirklich hochwertig – man sieht dem verarbeiteten Plastik an, dass es Plastik ist – da kann auch der angenehm gummierte Akkudeckel nicht drüber hinwegtäuschen. Mit 95 Gramm Gewicht inklusive Akku liegt es erstaunlich leicht in der Hand, besonders angesichts seiner nicht ganz so zierlichen Maße von 111,3 x 63 x 13 Millimetern.

Der USB-Anschluss ist zum Schutz mit einer Gummiabdeckung versehen. Diese fehlt der Kameralinse auf der Rückseite leider, zumal diese nicht ins Gehäuse versenkt wurde und beim Ablegen des Handys direkt auf dem Untergrund aufliegt – Kratzer sind da vorprogrammiert. Das Datenkabel sitzt recht fest und wackelarm in seinem Steckplatz. An der 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse am unteren Geräterand kann ein eigenes Headset angeschlossen werden, was besonders Musikliebhaber freuen dürfte. Unter dem Display befinden sich die Funktionstasten für das Anrufmanagement und die Menüsteuerung. Links sieht man untereinander zwei grüne Anruftasten zur gezielten Anwahl einer der beiden SIM-Karten. Daneben gibt es eine Menütaste. Auf der rechten Seite liegen untereinander eine Taste mit der die Kontaktliste angesteuert wird und die Beenden-/Aus-Taste. Zur Mitte hin gibt es eine „C“-Taste. Ein 5-Wege-Navigationskey liegt inmitten der bereits beschriebenen Tastatur.

 

Im Gegensatz zu den glatt gestalteten Funktionstasten ist der runde Navigationskey erhaben und lässt sich gut ertasten. In seiner Mitte befindet sich eine versenkte OK-Taste. Alle Tasten wurden ausreichend groß gestaltet, so dass man sie auch mit dickeren Fingern gut bedienen kann. Einziger Makel ist, dass Menü- und „C“-Taste, während der Navigation durch das Hauptmenü, nicht genau unter den entsprechenden Menüpunkten „OK“ und „Zurück“ auf dem Display angesiedelt sind, die über diese angesteuert werden sollten. Diese Menüpunkte liegen schon eher über der oberen Anruf- beziehungsweise der Kontaktlistentaste, was anfangs sehr verwirrend ist. Texte tippt man über die echte QWERTZ-Tastatur ein, die unter den Funktionstasten liegt. Genau genommen handelt es sich bei der Tastatur nicht um eine QWERTZ- sondern um eine QWERTY-Tastatur, die Anordnung der Tasten ist im amerikanischen Format.

Elson EL 400DualDie einzelnen Tasten sind zwar nicht sehr groß, jedoch erhaben, so dass sie sich mit normal dicken Fingern recht gut treffen lassen, auch ohne beim Schreiben hinzuschauen. Die einzelnen Tasten sind mit jeweils einem Buchstaben und einer Zahl oder einem Sonderzeichen beschriftet. Sonderzeichen lassen sich über die Alt-Taste anwählen. Eine große Space-Taste sieht man mittig am unteren Tastaturrand, so wie man es von der PC-Tastatur gewohnt ist. Außerdem gibt es eine Delete-Taste, eine Enter-Taste, eine Taste für Groß- und Kleinschreibung und eine Extrataste für Sonderzeichen. Das Tastaturfeld, auf dem sich unter den Buchstaben die Nummerntasten zur Rufnummeranwahl befinden, ist weiß abgegrenzt. Zur Eingabehilfe gibt es die Optionen Multitap-ABC, Multitap-abc, Multitap-de und Numerisch. Während der Druckpunkt der Funktionstasten etwas schwammig ist, ist dieser bei der QWERTZ-Tastatur angenehm stramm.

Sprachqualität & Empfang

Elson EL 400DualMit dem GSM-Quadband-Handy kann man fast überall auf der Welt telefonieren. Zudem ist es beim EL400Dual möglich, gleich mit zwei SIM-Karten auf einmal standby zu sein. Im Test zeigte das Telefon sowohl auf einer Congstar-, als auch auf einer Blau.de-SIM-Karte, die gleichzeitig eingelegt waren, sehr guten Empfang. Möchte man nicht auf beiden SIM-Karten auf einmal erreichbar sein, lässt sich dieses in den Dual-SIM-Einstellungens so konfigurieren, dass jeweils nur SIM-Karte 1 oder SIM-Karte 2 offen ist. Wird man auf einer SIM-Karte angerufen, während man auf der anderen telefoniert, springt seitens der zuletzt angerufenen SIM-Karte die Mobilbox an.

 

Der verpasste Anruf wird in diesem Fall leider nicht auf dem Display angezeigt, es sei denn, man hat eine SMS-Benachrichtigung über eingehende Nachrichten auf der Mailbox aktiviert. Zwar gibt es im Handymenü die Einstellungsoption „Erinnerung an Anrufzeit“, diese funktionierte im Test jedoch weder bei verpassten Anrufen, wenn gerade beide Leitungen frei waren, noch dann, wenn auf einer SIM-Karte telefoniert wurde. Eine genauere Erläuterung zu Sinn und Zweck dieser Funktion gibt es in der Bedienungsanleitung leider nicht. Um von der gewünschten SIM-Karte aus anzurufen, sind keine großartigen Einstellungen im Menü nötig, weil es für jede SIM-Karte eine separate Anruftaste gibt, was sehr praktisch ist. Auch eingehende Anrufe werden getrennt, je nach SIM-Karte, auf dem Handy verzeichnet und können durch Druck auf die jeweilige Anruftaste gesondert abgerufen werden. Öffnet man eine Nummer aus der Anrufliste der einen SIM-Karte, ist es möglich, diese auch von der anderen SIM-Karte aus anzurufen.

Elson EL 400DualDie Sprachqualität auf Handyseite ist nicht die Beste – zwar versteht man den Gesprächspartner im Festnetz gut, jedoch klingt die Stimme leicht verzerrt und topfig. Auf Festnetzseite wurde dagegen während des Tests von einer guten Tonqualität auf der Handyseite berichtet. Eine Wipptaste zum Hochsetzen der Gesprächslautstärke, falls man sich in lauterer Umgebung befindet, gibt es leider nicht. Durch eine ausreichende Lautstärke kann die Freisprecheinrichtung des EL400Dual überzeugen, wobei der Handylautsprecher aber leicht zum Scheppern neigt.

Laut Hersteller soll das Handy eine Gesprächszeit von bis zu fünf Stunden und eine Standbyzeit von bis zu 300 Minuten haben. Im Test zeigte es nach vier Tagen Standby, mit dauerhaft laufendem Bluetooth, einer halben Stunde Gesprächszeit und moderatem Gebrauch vom Kamera und MP3-Player, noch ein Viertel seiner Akkuladung an. Der Hersteller bescheinigt dem EL400Dual einen SAR-Wert von 0,672 W/kg.

Display & Kamera

Elson EL 400DualMit gerade mal 2.0 Zoll fällt das TFT-LCD-Display des EL400Dual recht klein aus. Auch die Darstellung mit 65.000 Farben und einer Auflösung von 176 x 220 Pixel weiß nicht so recht zu überzeugen, da sie pixelig und grobkörnig wirkt. Schaut man von der rechten Seite auf den Bildschirm, changieren die Farben stark, was die Ablesbarkeit erschwert. Durch die glänzende Oberfläche lassen sich Darstellungen auf dem Display bei direkter Sonneneinstrahlung kaum mehr erkennen. Bei Lampenlicht und indirekter Beleuchtung wirkt der Monitor jedoch angenehm hell. Sowohl Helligkeit, als auch Beleuchtungszeit lassen sich manuell nachregeln. Über einen Lagesensor, der die Displaydarstellung vom Hoch- ins Querformat bringt, wenn das Handy gedreht wird, verfügt das EL400Dual nicht – dieser ist jedoch auch nicht wirklich vonnöten, da es sich um einen Querformat-Screen handelt.

 

Das EL400Dual verfügt über eine VGA-Kamera ohne Blitz oder Autofokus. Als Sucher dient das Handydisplay, der Auslöser wird über den OK-Button des Navigationskey betätigt. Dieser reagiert nahezu verzögerungsfrei. Für die Kamera gibt es folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Elson EL 400DualBelichtungskorrektur 
  • Anti Flackern (50HZ, 60HZ)
  • Bildgröße (160x120, 320x240, 640x480)
  • Bildqualität (Hoch, Niedrig, Normal)
  • Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Neonlicht, Glühlampe)
  • Szenenmodus (Automatisch, Nacht)
  • Effekteinstellungen (Normal, Graustufe, Sepia, Sepia grün, Sepia blau, Farbinvertierung)
  • Speicher (Telefon, Speicherkarte)
  • Standardwerte wiederherstellen)

Die Qualität der Fotos ist, wie von einer VGA-Kamera nicht anders zu erwarten, nicht wirklich gut. Die Bilder wirken, besonders zu den Seiten hin, verschwommen. Details sind fast gar nicht zu erkennen. Lassen sich bei optimalen Lichtverhältnissen aufgenommene Bilder mit viel gutem Willen noch gerade so dem Spaßfaktor zuordnen, fallen bei Dämmerlicht geknipste Fotos schon in die Kategorie „Unbrauchbar“. Die mit dem EL400Dual aufgenommenen Videoclips im AVI-Format werden auf dem PC-Monitor sehr klein und unscharf wiedergegeben.

OS & Bedienung

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Auf dem Startbildschirm sieht man am oberen Bildschirmrand die gewohnten Statusanzeigen, wie Netzstärke für jede SIM-Karte einzeln, Akkuladestand oder Bluetooth-Verbindung. In der Bildschirmmitte sind die Providernamen der SIM-Karten angegeben, darunter das Datum, die Uhrzeit und eventuelle Mitteilungen. Schnellzugriffsfunktionen lassen sich der oberen und unteren Richtungstaste des Navigationskeys zuordnen. Grundsätzlich ist eine intuitive Bedienung ist gut möglich, allerdings ist im Test aufgefallen, dass sich hier und da leichte Rechtschreibfehler in den Menübeschreibungen oder Kommandos eingeschlichen haben - so kann man beispielsweise ein Foto „speicheren“, anstatt es zu „speichern“.

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Am unteren Bildschirmrand befindet sich eine Menüleiste zur Direktanwahl von sechs verschiedenen Handyfunktionen, wie beispielsweise Multimedia, Facebook oder Telefonbuch, die man selber aus einer Liste auswählen und in der Leiste platzieren kann. Über die Menütaste gelangt man in das Hauptmenü, das sowohl mit, als auch ohne eingelegte SIM-Karten bedient werden kann. Im Menü werden Icons der wichtigsten Einstellungen und Handyprogramme angezeigt. Ist keine SIM-Karte eingelegt, erscheint das Haupmenü in Listenform mit farbigen Icons vor der Beschreibung. Hat man eine oder zwei SIM-Karten eingelegt, sieht man es als schlichtes schwarz-weißes Raster. Die Anordnung der Hauptmenüpunkte ist starr und lässt sich nicht ändern. Unter den Hauptmenüpunkten findet man Untermenüs in Listenform.

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Nachrichten werden über das zuvor beschriebene echte QWERTZ-Tastaturfeld eingegeben. Versenden kann man Nachrichten wahlweise über SIM1 oder SIM2. Einer SMS/EMS können Textvorlagen, vordefinierte Animationen und schwarz-weiß Bildchen, vordefinierte Melodien und Töne hinzugefügt werden, die im SMS-Ordner werkseitig eingespeichert sind. Zu einer MMS lassen sich Fotos, Videos, Audiodateien und weitere Anhänge aus dem Dateimanager hinzufügen, die gegebenenfalls allesamt vom Nachrichtenprogramm auf eine zulässige Größe verkleinert werden. Außerdem kann man Bookmarktexte und neue Seiten (als Dias bezeichnet) einfügen, die optional in verschiedenen Zeitintervallen abgespielt werden. Nachrichten können an beliebig viele Kontakte oder Gruppen versendet werden.

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Zum Versenden oder Empfangen von E-Mails muss zunächst ein POP- oder IMAP-Konto angelegt werden. Verfügt man über mehrere E-Mailadressen, lassen sich mehrere Konten erstellen. Die Eintragung der Serverdaten für die Mailkonten geschieht nicht ganz vollautomatisch, so dass man Eingangs- und Ausgangsserver, beispielsweise „pop3.web.de“, selber in Erfahrung bringen und ergänzen muss. Einer E-Mail können beliebige Dateien aus dem Datei-Manager angehängt werden. Der Empfang von E-Mails geschieht nur manuell, ein Push-Mail-Service wird nicht unterstützt.

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Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Elson EL 400DualAuf UMTS, EDGE oder gar WL-AN muss man auf dem EL400Dual verzichten, so dass man beim Surfen im Internet auf das sehr langsame GPRS angewiesen ist. Das ist, gerade angesichts der Ausrichtung des Telefons auf Social-Network-Anwendungen, bedauerlich. Mit der Bluetooth 1.2-Verbindung klappte eine Kopplung mit dem PC im Test reibungslos. Der Versand eines 76,8 Kilobyte großen Fotos dauerte damit 6 Sekunden. Über das mitgelieferte USB-Datenkabel kann das Mobiltelefon an den PC angeschlossen werden. Ist eine MicroSD-Speicherkarte eingelegt, wird das Telefon als Massenspeicher erkannt, so dass man Dateien auf diesem Wege zwischen den Geräten austauschen kann. Das Datenkabel kann auch zum Laden des EL400Dual vom Computer aus benutzt werden. Da sich keine Synchronisationssoftware im Lieferumfang des Handys befindet und zum Testzeitpunkt auch noch keine für das EL400Dual passende Software auf der Herstellerseite zur Verfügung stand, konnte diese Funktion leider nicht getestet werden. Der flexible Speicher des Handys kann mit einer MicroSD-Speicherkarte um bis zu acht Gigabyte aufgerüstet werden.

Multimedia & Organizer

Beim Browser des EL400Dual handelt es sich um einen einfachen WAP-Browser. Selbst das Öffnen der Google Suchfunktion in der mobilen Ansicht dauerte darüber über die langsame GPRS-Verbindung fast 60 Sekunden. Webseiten in klassischer Ansicht ließen sich mit dem Browser im Test erst gar nicht öffnen. Der Browser wird in Ganzseitenansicht angezeigt, die Adresseingabe geschieht über das Optionsmenü. Bilder können angezeigt und gespeichert werden. Aufgrund seines sehr eingeschränkten Funktionsumfanges eignet sich der Browser nicht wirklich zum Surfen im Internet, sondern allenfalls zur gelegentlichen Informationssuche. Die Einwahl in Facebook-, MSN Messenger- und Yahoo!-Accounts funktionierte hingegen im Test etwas schneller und fehlerfrei, so dass das Handy immerhin als Messenger genutzt werden kann. Über einen GPS-Empfänger verfügt das EL400Dual nicht.

Außer einer Wiedergabeliste und der Zufallswiedergabe, einer Wiederholungsfunktion und der Hintergrundwiedergabe, bietet der MP3-Player des EL400Dual keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Die Wiedergabesteuerung geschieht teilweise über den Navigationskey und teilweise über einzelne QWERTZ-Tasten und ist nicht sehr intuitiv. Über den Handylautsprecher wird Musik sehr laut, jedoch mit wenig Klangvolumen, wiedergegeben. Auch das mitgelieferte Stereo-Headset ist nicht das Gelbe vom Ei, denn hierüber hat die Wiedergabe zwar mehr Klangfülle, wirkt aber ziemlich topfig. Auch zur Inbetriebnahme des UKW-Radios wird das Headset benötigt, da dieses als Antenne fungiert. Die Wiedergabe kann bei angeschlossenem Headset jedoch auch über den Handylautsprecher erfolgen. Sender können wahlweise manuell oder automatisch gesucht werden, was im Test sehr gut funktionierte. In einer Kanalliste sind bis zu neun Sender speicherbar. Eine Hintergrundwiedergabe ist möglich.

 

Im Organizer des EL400Dual findet man eine Aufgabenliste, eine Weltzeituhr, einen Wecker, einen Taschenrechner, einen Einheitenumwandler, einen Währungsumwandler, eine Stoppuhr, einen eBook-Reader für Dateien im TXT-Format und eine Sprachmemofunktion. Außerdem verfügt das Telefon über einen praktischen Datei-Manager, in dem Ordner für Bilder, Audio, empfangene Dateien und Fotos vorinstalliert und neue Ordner angelegt werden können. Der Kalender des Handys wird wahlweise in Monats-, Wochen-, oder Tagesansicht angezeigt, wobei die Monatsansicht fast mikroskopisch klein ausfällt. In den Kalender lassen sich Aufgaben, wie Erinnerungen, Treffen oder Kurse hinzufügen und durch Daten wie Uhrzeit, Datum, Beschreibung, Alarm, Wiederholung, Standort und Priorität ergänzen.

Elson EL 400Dual
Elson EL 400Dual
Elson EL 400Dual
Elson EL 400Dual

Im Telefonbuch des EL400Dual können Kontakte und Anrufergruppen mit Anruferbild und Anruferklingelton gespeichert werden. Neue Kontakte können wahlweise einer der SIM-Karten oder dem Telefon hinzugefügt werden. Speichert man einen Kontakt auf dem Telefon, kann man ihn mit Informationen wie Name, Nummer, Privatnummer, Firmenname, E-Mailadresse, Büronummer, Faxnummer, Foto und Rufton versehen. Zum schnellen Anpassen von Klingeltönen und Nachrichtensignalen an die eigene Umgebung, verfügt das Mobiltelefon über die sieben Benutzerprofile Allgemein, Treffen, Draußen, Drinnen, Headset und Bluetooth. Auch einen Flugmodus kann man aktivieren. Die Profile sind nicht zeitbegrenzt einstellbar.

Auf dem EL400Dual sind die Spiele „Puzzle“ und „Panda“ installiert. Bei „Puzzle“ handelt es sich um ein Schiebepuzzle mit neun Feldern und bei „Panda“ muss man einen kletternden Panda davon abhalten mit Insekten zu kollidieren. Beide Spiele sind keine grafischen Highlights, aber nette Pausenfüller.

Fazit

Elson EL 400Dual

Wer für wenig Geld ein Handy sucht, mit dem er auf zwei SIM-Karten gleichzeitig erreichbar ist und viele SMS schreiben will, ist dank Dual-SIM-Standby und QWERTZ-Tastatur gut bedient. Die Empfangsleistung erwies sich im Test als sehr gut und auch die Telefonfunktionen über die beiden SIM-Karten wirken weitestgehend ausgereift und gut durchdacht. Viel mehr sollte man jedoch vom EL400Dual nicht erwarten. Mangels UMTS, EDGE und W-LAN ist die Internetverbindung über den funktional stark eingeschränkten Browser sehr langsam und wenig komfortabel. Wenig überzeugen konnten im Test auch das relativ kleine Display, die Kamera und der MP3-Player. Gut funktioniert hat hingegen das Radio und auch der Organizer hat einige nützliche Funktionen zu bieten.

Pro

  • Gut funktionierende Dual-SIM-Standby-Funktion
  • Sehr gute Empfangsleistung
  • 3,5 Millimeter Klinkenbuchse
  • Social-Network-Ausstattung 
  • QWERTZ-Tastatur

Contra

  • Kleines Display mit mittelmäßiger Darstellung
  • Geizig ausgestatteter Browser
  • Nur GPRS, kein WLAN und UMTS oder EDGE
  • Schlappe Kamera
  • MP3-Player nicht intuitiv bedienbar

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