Test des Elson mobistel EL 580

Einführung

Test-Datum: 10.10.2008
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Elson mobistel EL 580
 

Ein Slogan der Saturn-Kette, der neben günstigen Preisen mit einem gewissen Augenzwinkern auch eine Art des modernen Pauperismus propagiert, könnte die Hersteller des Elson EL580 zur Entwicklung des Geräts getrieben haben. Denn die Frage, die sich Technikfanatiker unter der Handygemeinde stets fragen ist die folgende: Warum müssen die neuesten Trends der Mobilfunkbranche immer nur so unglaublich teuer sein? Die Flagschiffe mit Touchscreens kosten ohne Verträge weit mehr als 500 Euro. Die kostengünstige Antwort darauf gab der Hersteller Elson ohne viele Worte und viel Getöse, wie man es sonst von diversen Technikwarenhäusern kennt. Kurz gesagt lautet sie "EL580" und erhältlich ist es für rund 149 Euro.

Was ist aber an dem flotten Sparfuchs-Handy dran? Kann es sich mit seinen Konkurrenten aus der Touchscreen-Sparte messen und welche sonstigen Funktionen bietet es noch? Oder greift hier doch das Sprichwort "Wer billig kauft, kauft zwei Mal"? Die Antworten auf diese und andere Fragen können Sie in diesem redaktionellen Test zum Elson EL580 von inside-handy.de nachlesen.

Verpackung & Lieferumfang

Elson mobistel EL 580Schwarzweiß-Malerei ist ja ein bekanntes Rhetorisches Mittel. Anscheinend auch beim Design der Verpackung vom EL580. Das längliche Päckchen wirkt fast wie eine etwas langweilige Pralinenschachtel mit dem Foto des EL580 in der Mitte und einer Skizze, die sein Schatten darstellen soll - nicht in bester Grafik umgesetzt, aber man bekommt so den ersten Eindruck vom Gerät.

Zieht man das Cover ab, bietet sich ein anderes Bild: Unter der glänzenden Verpackung steckt ein etwas edlerer schwarz-matter Karton, auf dem der Schriftzug Mobistel in Silber zu sehen ist. Nimmt man den Deckel des Kartons ab, präsentiert sich rechts das EL580 und links das Zubehör. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Handy, seinem 790 mAh starkem Akku und der passenden Abdeckung auch ein USB-Kabel, das mittels eines Stromstecker-Adapters zu einem Ladekabel umfunktioniert werden kann - man muss halt an den richtigen Enden sparen. Auch dabei ist ein recht schickes Headset, dessen Kopfhörer über einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker (vergoldet!) mit dem Kabel verbunden ist. Auch dies wird jeden Sparfuchs freuen, denn hier ist es möglich einen jeden handelsüblichen Kopfhörer zu verwenden. Für die Verbindung zum Fernseher wurde ein passendes Kabel mit Cinch-Steckern ausgeliefert. Zusätzlich befindet sich zur einfacheren Steuerung noch eine Art Stylus im Päckchen - natürlich nicht das Original, dies wäre doch viel zu teuer.

Elson mobistel EL 580

Verarbeitung & Handhabung

Elson mobistel EL 580
 

Aus einer etwas größeren Entfernung macht das EL580 einen recht edlen Eindruck. Betrachtet man das Telefon aus nächster Nähe, stellt man fest, dass die verwendeten Materialien nicht sehr hochwertig sind.

Elson mobistel EL 580 Sämtliche verarbeiteten Teile - außer der Navigationstaste und der Fassung für die Kamera - sind aus Plastik gefertigt. Was aber auch das einzig Negative an der Verarbeitung ist. Elson hat allem Anschein nach sehr viel Wert darauf gelegt, das Telefon trotz der kostengünstigen Materialien gut erscheinen zu lassen: So ist die Rückseite leicht geriffelt, was dazu führt, dass sich das Telefon in der Hand gut anfühlt. Auch die Fläche, wo der Ohrhörer verbaut ist, wurde mit dem gleichen Plastik ausgestattet. Der entspiegelte Bildschirm ist solide verbaut und weist keine Spalten auf. Sonst sind die Spaltmaße nur mittelmäßig ausgefallen. Die Navigationstaste ist leicht versetzt eingebaut, was zu einer gröberen Spalte rechts an dem Runden Knopf führt. Ebenfalls etwas groß ist die Spalte um den Akkudeckel.


Elson mobistel EL 580Dennoch wirkt das Telefon stabil und solide und bedenkt man das Preis-Leistung-Verhältnis, ist es immer noch eine ansehnliche Leistung. Und diese kleinen Fehler fallen nach einer Zeit kaum noch auf. Das Innenleben des EL580 ist gut gesichert. Die SIM-Karte sowie der Akku werden in ihren Steckplätzen zusätzlich noch vom recht festsitzenden Akkudeckel geschützt, der sich erst auf Knopfdruck löst. Was genau wurde wo im Touchscreen-Phone von Elson nun verbaut? Die Vorderseite ist vom Touchscreen geprägt, der einen Großteil des Telefons ausmacht. Darüber befinden sich noch ein Schriftzug sowie der Ohrhörer ganz oben im Plastikpart. Unterhalb des Bildschirms steht das Wort "Touchscreen" - für alle, die es noch nicht wussten. Damit schließt auch das tiefe Schwarz des Displays ab und es folgen die Navigationstaste sowie zwei Doppelbelegte Buttons: rechts sind die Funktionen Auflegen - und zugleich auch das Einschalten des Phones - sowie die jeweilige Softkey-Funktion, die unter dem Bildschirmrand erscheint. Elson mobistel EL 580 Links zeigt sich das gleiche Bild, mit dem Unterschied, dass man dort die Rufannahmetaste findet. In der Mitte sitzt der Navigationsknopf, in eine kreisförmige Fassung eingelassen. Darin befindet sich - ebenfalls rund - der Bestätigungsbutton. Beide Tasten sind aus einem Metall mit runden eingepressten Kreisen, sodass sich beim Berühren ein angenehmes Gefühl bietet. Die untere Seite des Telefons hält den Öffnungsknopf für den Akkudeckel bereit. Auf der linken Seite befindet sich der Slot für das Lade- und USB-Kabel sowie das Headset. Rechts sitzen der Auslöser, mit dem man auch die Kamerafunktion aktiviert, Lautstärkeregler sowie eine Öse, die man für ein Band oder den mitgelieferten Stylus verwenden kann. Der Druckpunkt sämtlicher verbauter Tasten ist sehr gut und bestätigt jedes Drücken durch einen leichten Widerstand sowie ein mechanisches Klicken. Die Rückseite prägt nochmals der Schriftzug Mobistel sowie ein Hinweis auf die Megapixel-Anzahl der Kamera von 3,2. Fast unauffällig sitzt in der linken oberen Ecke der Rückseite die in eine Metallfassung eingelassene Linse mit einem Blitzlicht.

Sprachqualität & Empfang

Elson mobistel EL 580Die Sprachqualität des Proletarier-Handys ist verhältnismäßig gut. Die Charakteristika, die eine Stimme lebendig klingen lassen, sind allerdings durch ein leichtes Rauschen sowie eine Dumpfheit verdeckt. Dennoch ist der gelieferte Klang kein schlechter. Mit einem Musikhandy könnte das EL580 es zwar nicht aufnehmen, aber den Vergleich mit einem Mittelklassehandy braucht es definitiv nicht zu scheuen. Zumal das Verständnis bei alltäglichen Nebengeräuschen, wie Mikrowelle oder die Hintergrundkulisse eines Bahnhofs, stets gut ist.

Wer aber doch mal an einer Baustelle vorbeiläuft, der kann die Lautstärke an den seitlichen Plus/Minus-Tasten noch während des Gesprächs anpassen. Wenn man sich aber mit einer Freundin beim Einkaufsbummel zwischen Dessous und Socken verquatscht, kann das an dem Akku schon recht stark zerren, sollte es ein ausgedehntes Beratungsgespräch sein. Daher sollte man nicht vergessen, das Ladegerät für mehrtägige Ausflüge mitzunehmen, da der 790 mAh-Akku sich doch als recht schwach erweist. Zwar werden fünf Stunden Redefreiheit vom Hersteller angegeben, aber der Realwert liegt ungefähr bei ungefähr der Hälfte dieser Zeit. Ein wenig schlechter verhält es sich mit den Standby-Zeiten. Bei einem offiziellen Wert von 250 Stunden belaufen sich diese tatsächlich nur auf zirka die Hälfte, also rund fünf Tage. Bei häufiger Telefonie oder starker Nutzung des MP3-Players, Spielen oder sonstigen displaylastigen Anwendungen muss der Wert noch mehr nach unten korrigiert werden. Der Akku stellt sich als ein großes Minus des Telefons heraus, das den Nutzern nicht viel Zeit mit den zahlreichen Anwendungen des Sparerfons lässt. Umso schlimmer ist es, wenn man bedenkt, dass es sich um ein Touchscreen basiertes Telefon handelt.

Display & Kamera

Elson mobistel EL 580Das 3,7 Mal 5,0 Zentimeter große Display überzeugt mit einer sehr brillanten und gestochen scharfen Grafik. Die möglichen 262 Tausend Farben erzeugen in der Auflösung von 240 Mal 320 Pixel schöne glänzende und weich gezeichnete Bilder. Das EL580 bietet dem Nutzer viele Optionen, um die Anzeige bestmöglich nach individuellen Wünschen anzupassen: Beim Hintergrund kann man auf diverse vorinstallierte aber auch eigene Grafiken, Bilder und Fotos zurückgreifen - auf die gleiche Weise verfährt man mit dem Bildschirmschoner. Wem das Display zu dunkel ist, der kann die Helligkeit zwischen drei Stufen umschalten und zusätzlich die automatische Standby-Zeit des Screens von fünf bis 60 Sekunden regeln. Beim Ein- oder Ausschalten des Handys können diverse Animationen gewählt werden und es lässt sich ein persönlicher Begrüßungstext einstellen. Zusätzlich lässt sich auch die Schriftart einstellen, allerdings wird es nicht klar, auf was sich die geänderte Schriftart nun letztendlich bezieht, da man bei den Systemfonts zumindest keine Veränderung wahrnimmt. Wer die Fotos vom letzten Schnäppchen-Urlaub seinen Freunden auf dem heimischen LCD-Fernseher anstatt auf dem Elson-Phone zeigen möchte, kann dies auch mittels des TV-Ausgangs ebenfalls tun. Um die Bedienung des Touchscreens zu präzisieren, lässt sich eine Kalibrierung vornehmen, die aber ohnehin vom Werk aus sehr genau ist. Erstaunlich ist, dass das Display auch bei stärkerer Beleuchtung recht gut zu lesen ist.

Bei Dunkelheit blüht die Anzeige aber erst richtig auf und der Navigationsbutton wird ebenfalls für eine bessere Handhabung beleuchtet - alle anderen Tasten bleiben im Dunkeln, was bei der Bedienung aber nicht weiter stört. Ein Kamera darf in keinem Multimedia-Telefon fehlen, das was auf sich hält. Beim EL580 wird die 3,2-Megapixel-Kamera entweder über den Auslöser außen oder über das Hauptmenü aktiviert. Das große Display zeigt die Motive farbecht und ohne Rauschen. Was die Informationen zu aktuellen Aufnahmeeinstellungen angeht, so ist das EL580 auch hier nicht sparsam: zu sehen sind neben der Belegungen der Softkeys (Zurück und Optionen) noch der Aufnahmemodus - also Foto oder Video - sowie der Schnellzugriff auf die Galerie. An Einstellungen sind der Speicherort, die aktuelle Auflösung sowie die Bildqualität sichtbar - beim Zuschalten weiterer Effekte oder Funktionen erscheinen zusätzlich Symbole auf dem Bildschirm, um über die aktuelle Einstellung zu informieren.

Über die Optionen bieten sich zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, die in einem Menü präsentiert werden, das stark an Sony Ericsson Modelle erinnert: Es lässt sich die Bandfrequenz der Videoaufnahmen zwischen 50 und 60 Herz verstellen ebenso wie der Weißabgleich mit fünf vordefinierten Werten oder auch die Bildqualität (Niedrig, Normal, Hoch und Fein). Das Serienbild bietet die Möglichkeit, bis zu neun Aufnahmen zu machen während man den Nachtmodus oder den Blitz hinzuschalten kann. Bei der Bildqualität lassen sich fünf Werte zwischen 320 Mal 240 und 2048 Mal 1536 einstellen - Nutzer ohne erweiterten Speicher sollten ihre Fotos lieber in geringerer Auflösung schießen, damit das Telefon nicht nach wenigen Schnappschüssen schon voll ist - der interne Benutzer-Speicher beträgt gerade Mal 87 Megabyte, der sich aber dank einer MicroSD-Karte auf acht Gigabyte erweitern lässt.

Elson mobistel EL 580Effekthaschen ist mit dem Elson-Phone natürlich sehr einfach, da das Gerät insgesamt 13 Farbeffekte wie Sepia, Graustufen etc. bietet. Allerdings sind viele der Optionen farbliche Varianten von einem Basiseffekt. Zusätzlich ist die Manipulation von Beleuchtungswerten verfügbar. Damit kann der Fotograf das Bild durch eine längere Öffnungszeit der Linse stärker beleuchten. Ungeübte Fotografen sollten aber hiervon die Finger lassen. Weiterhin verfügt das Gerät über acht Einstellungen, die je nach Lichtverhältnissen die Bilder optimieren können. Auf Bildern, bei denen man auch dabei sein möchte kann man den Selbstauslöser verwenden. Bei den drei Optionen von fünf, zehn und 15 Sekunden bleibt viel Zeit, um die richtige Pose zu wählen. Leider fällt auch die Aufnahmegeschwindigkeit der Kamera nicht sehr optimal aus, da es länger dauert bis ein Foto „im Kasten" ist. Im Videomodus hat man die gleichen Optionen zur Auswahl wie im Foto-Modus allerdings mit einigen Unterschieden: Die Optionen für Bildgröße sind an den Videomodus angepasst und zeigen nur zwei verfügbare Auflösungen an. Dazu zählen die Auflösungen QCIF mit 176 Mal 144 Pixel sowie CIF mit 352 Mal 288 Pixel. Möchte man ein Video per MMS versenden, lässt sich die Dateigröße manuell bestimmen. Man kann zwischen 95, 195 und 295 Kilobyte wählen. Soll der Film auf den PC geladen werden kann die Größe auch auf unbegrenzt gestellt werden. Im gleichen Zug ist auch eine maximale Filmdauer definierbar (15, 30 sowie 60 Sekunden und unbegrenzt). Neben der optionalen Tonaufnahme kann man auch das Format des Films zwischen Mpeg4 oder H.263 wählen. Im Sucher sieht man die fortlaufende Aufnahmezeit anstatt des Galeriesymbols - wie im Foto-Modus werden auch hier alle aktuellen Einstellungen im Display als Symbol angezeigt. Im Kameramenü kann man die Videos ebenso wie die Fotos verwalten. Optionen für Abspielen, Verwenden als Bildschirmschoner , Weiterleiten, Umbenennen, Löschen und Sortieren bieten eine simple Verwaltung sämtlicher Medien. Bei den Fotos kann man zusätzlich zwischen einer Listen- und Matrixansicht schalten sowie sich die zahlreichen Bilddetails zu Auflösung, Aufnahmezeit Belichtungszeit, ISO-Werten sowie weiteren Informationen anschauen. Fotos können nachträglich auch mit Effekten, Texten und zahlreichen weiteren Bearbeitungsmöglichkeiten, wie Bild drehen oder Spiegeln, verändert werden. Allerdings ist die Qualität der Bilder auf dem PC nicht sehr überzeugend. Diese waren teilweise unscharf, verrauscht oder auch bei größerer Auflösung verhältnismäßig klein, nachdem sie auf dem Handy nachträglich bearbeitet wurden.


 

OS & Bedienung

Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
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Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580

Das Menü des Sparfuchses erscheint grafisch sehr aufwendig gearbeitet: ein schwarzer Hintergrund mit Tribals und die Icons sind alle bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Markiert man ein Symbol wird es ein wenig vergrößert und die Bezeichnung des Punktes erscheint oberhalb der Menüpunkte.

Die Icons sind in den meisten Fällen aussagekräftig, sodass sie einer Überschrift eigentlich nicht bedürfen. Die Anordnung im Menü ist fest und lässt sich auch nicht zwischen anderen Ansichten schalten: In der oberen Reihe sind die kommunikationsorientierten Icons, wie Telefonbuch, Nachrichten und Anrufprotokolle.

Die Zeile darunter bietet Funktionen für die Mußezeit: Audio-Player, Kamera und das Radio. Die dritte Zeile ist Benutzerbezogen und enthält den Punkt Extras mit diversen Organizer-Funktionen, gefolgt von Diensten des Mobilfunkanbieters sowie Spielen. Allerdings täuscht der letzte Punkt, da neben Spielen sich dort auch Tools befinden, wie der E-Book-Reader, Tonaufnahme oder Gesundheits-Software zur Errechnung des Body-Maß-Index'.

Die vierte und letzte Zeile bietet Zugang zur Verwaltungsebene des Telefons mit den Punkten Einstellungen, Bluetooth sowie Dateimanager. Die Bedienung am Touchscreen verläuft präzise und die Menüs werden schnell aufgerufen ohne keinerlei Zeitverzögerung. Da wo es eng wird, hilft notfalls der Navigationsknopf weiter. Der mitgelieferte Stylus ist bei der Bedienung nicht wirklich notwendig.

An Schnellzugriffsfunktionen bietet das EL580 lediglich die vier Buttons am Steuerknopf. Diese lassen sich aus einer vordefinierten Liste belegen und bieten Zugriff auf zahlreiche jedoch nicht alle Funktionen des Telefons - während eines Gesprächs sind diese aber nicht zugänglich. Vier weitere Shortcuts sind auf der Unterseite des Displays im Standardbildschirm verfügbar.

Dazu gehören Zugriff auf das Menü, die Anrufprotokolle, das Nachrichtenmenü sowie die virtuelle numerische Tastatur. Im Standardbildschirm sind die Softkeys mit den zwei äußeren virtuellen Displayshortcuts belegt, sodass sie nicht wirklich als ein eigenständiger Schnellzugriff gezählt werden können.

Um die Weglängen zu verdeutlichen soll hier der Weg zu einer SMS aufgezeigt werden: Bekanntlich führen alle Wege nach Rom, das Elson bietet aber nur drei Wege zum Verfassen einer SMS, die aber ausreichend sein sollten. Der offensichtlichste Weg führt über den Shortcuts auf dem Standardbildschirm. Einmal angeklickt muss man "Nachrichten" drücken und dann noch "Nachricht schreiben".

Bevor man aber loslegen kann, muss noch der Nachrichtentyp (SMS oder MMS) gewählt werden. Der linke Knopf der Navigationstaste verlangt dem Nutzer die gleichen Schritte ab, um eine SMS schreiben zu können. Die dritte Möglichkeit führt über das Hauptmenü. Dort muss man das Icon Nachrichten betätigen und dann erscheint das gleiche Menü, wie man es von den anderen Zugängen her auch kennt.

Beim Schreiben erweist sich das Geiz-Phone als simpel: Zur Auswahl steht auch eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, die sich beim Tippen als recht umständlich herausstellt und eine numerische Tastatur. Während man auf ihr den Text eingibt, kann man über die Sterntaste bei kurzem Drücken zwischen Groß- und Kleinschreibung wechseln. Drückt man den Knopf länger, können Sonderzeichen aus einer Matrix eingefügt werden.

Neben Animationen kann man auch SMS-Bilder und Töne einfügen. Aber Vorsicht, diese benötigen viele Zeichen, sodass man schnell drei oder mehr SMS für den Versand benötigt. Der Zeichenzähler zeigt alle getippten Buchstaben an und zur Orientierung ist auch die aktuelle Anzahl der SMS sichtbar. Über die Rautetaste wechselt man zwischen den Schreibmethoden: Mehrfachtipp, T9 oder Zahlen. Tippt man ein Wort, das die T9-Software nicht kennt, muss man den unteren Knopf der Navigationstaste drücken, um den Begriff dem Wörterbuch hinzuzufügen.

Für eine schnelle Informationsvermittlung kann eine der zehn Vorlagen verwendet werden. Möchte man die SMS zu einem anderen Zeitpunkt beenden, kann sie gespeichert und später im Entwürfe-Ordner wieder aufgegriffen werden. Vor dem Abschicken kann man sich aber noch entscheiden, ob die Nachricht nur gesendet oder auch noch als gesendete Nachricht gespeichert werden soll. Will man seine Schnäppchen-Kumpel über ein Preishit informieren, so ist der Versand an mehrere Empfänger oder gar gesamte Anrufergruppen ebenfalls möglich.

Wählt im vorigen Menü MMS aus, gelangt man zu einem Fenster mit drei Empfängerfeldern, das durch seine Beschriftung (to, cc und bcc) eher an ein E-Mail-Formular erinnert. Darunter sind zwei weitere Felder: "Thema" und "Inhalt bearbeiten". Drückt man die zweite Option kann man den Text der Nachricht Schreiben - dabei sieht man das gleiche Fenster wie beim Verfassen einer SMS. Möchte man ein Bild, eine Audio- oder Video-Datei in die MMS einfügen oder ein anderes Datei-Format anhängen, kann man dies über die Optionen tun.

Wer einen Roman via New-Age-Media an seine Sparfuchsgeliebte verschicken möchte, kann noch mehr Textseiten mit individuellen Intervallen einfügen. Auch hier lässt sich die Nachricht vor dem Senden speichern und zur späteren Nachbearbeitung im Entwürfe-Ordner ablegen. Um eine E-Mail zu schreiben, muss erst ein Mail-Client mit drei möglichen Profilen eingerichtet werden. Die Eingabe der Daten erfolgt etwas mühselig ist aber genau und kann von jedem auch noch so Mail-Unerfahrenem eingerichtet werden.

Sind die Clients einmal eingerichtet, präsentiert sich ein ähnliches Schreibfenster wie bei der MMS, allerdings grafisch etwas aufwendiger gestaltet. Beim Tippen bietet sich auch hier ein gewohntes Bild, zusätzlich zum Text können bis zu drei Anhängen mit der Mail versendet werden. Für eilige Sparaufträge kann man auch die Priorität verändern.

Für individuelle Sparfüchse bietet das EL580 auch eine Soundprofilsteuerung mit sechs Punkten: Allgemein, Meeting, Draußen, Drinnen sowie Kopfhörer und Bluetooth. Die ersten vier Punkte können nach belieben verstellt werden - die letzten zwei lassen sich nicht anpassen. Zu den Einstellmöglichkeiten gehören alle Signaltöne für Nachrichten und Anrufe aber auch für Tastentöne und Quittiertöne samt deren Lautstärke.

Bei eingehenden Anrufen kann man auch die Art der Signalisierung einstellen. Dazu gehören fünf Kombinationen aus Rufton mit Vibration und einer optischen Benachrichtigung aber auch die Ruftonart mit einmaligem, wiederholtem oder aufsteigendem Klingeln.

Für Individualisten bietet das Telefon die Möglichkeit zur Verwendung grundlegender Formate wie MIDI, WAV, MP3 und zusätzlich auch iMelody als Anruf- oder Nachrichtensignalisierung. Der Vibrationsmotor erweist sich dabei als mittelstark. Er wird in Hosentaschen mäßig gespürt, in Rucksäcken geht er vollends unter. Auf glatten und weichen Flächen ist er auch nicht sehr geräuschvoll, sodass wenn man den Vibrationsalarm eingeschaltet hat und Musik oder der Fernseher im Hintergrund laufen, dieser nicht gehört wird.

Die Anrufprotokolle des EL580 verfügen über die vier üblichen Listen: allgemeines Protokoll, gewählte Rufnummern, empfangene Gespräche sowie Anrufe in Abwesenheit. Zu erreichen sind diese über die Rufannahmetaste, den Shortcut im Standardbildschirm oder das Hauptmenü.

Die Listenanzeige ist recht simpel gestrickt und zeigt bei allen Einträgen entweder die Nummer oder den Namen aus dem Kontaktbuch. Markiert man einen Eintrag, wird bei bekannten Anrufern in einer darunter erscheinenden Sprechblase die Nummer angezeigt.

Über die Optionen gelangt man zu weiterführenden Informationen, wie Datum und Zeit des Anrufs sowie die Nummer. Die Optionen bieten auch die Möglichkeit, einen Eintrag zu löschen oder zu bearbeiten, dessen Nummer zu wählen, zu speichern und wem das zu viel ist sie sogar zu löschen. Außerdem lässt sich über den Punkt eine Nachricht (SMS und MMS) an den Kontakt versenden.

Zur einfacheren Zurechtfindung in den Listen ist neben den Einträgen stets ein Symbol für den jeweiligen Anruftyp zu sehen: So sieht man ein Telefon mit einem davon wegzeigenden Pfeil für gewählte Nummern, ein Handy mit einem darauf zeigenden Pfeil für empfangene Anrufe sowie ein Telefon mit einem Fragezeichen für Anrufe in Abwesenheit - das letzte Symbol ist aber nicht gerade intuitiv. Ein Nachteil der Listen ist, dass sie komplett in Grautönen gehalten sind, weshalb der User nicht auf Anhieb sieht, um welchen Anruftyp es sich handelt. Mit farbigen Pfeilen würde dieses Problem behoben werden.

Möchte man einen Eintrag aus dem Anrufprotokoll inkognito anrufen, muss man dafür in die Anrufeinstellungen des Einstellungsmenüs. Dort ist die Rufnummerunterdrückung an erster Stelle gelistet. Über einen Schnellzugriff in der Navigationstaste ist diese Funktion aber nicht erreichbar.


Zu guter letzt geht nach längerer Nichtnutzung des Telefons auch die automatische Tastensperre an. Diese lässt sich auf vier verschiedene Zeitlimits einstellen oder einfach abschalten. Entriegeln kann man sie wie beim iPhone durch einen virtuellen Schieber - die asiatische Klonmaschinerie lässt grüßen! Die manuelle Sperrung wird über ein langes Drücken des Auslösers eingeleitet.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Elson mobistel EL 580Bei den Verbindungsmöglichkeiten können Sparfüchse Fotos und Musik via Bluetooth 1.2 problemlos austauschen. Diese werden dann automatisch in das Grundverzeichnis des Telefons kopiert - eigentlich komisch, da das Gerät über zwei Ordner für Empfangenes verfügt: "Empfangen" und das englische "Pendant Received". Auch die Verbindung zu einem drahtlosen Headset funktionierte auf Anhieb, womit dann das Austauschen über Angebote am Steuer ganz einfach wird. Besitzer von entsprechenden Geräten mit Bluetooth-Schnittstellen können diese auch mit dem EL580 fernsteuern. Diese Funktion konnte aber nicht getestet werden.

Bei der Verbindung zum PC kann man zwischen drei Modi wählen: Massenspeicher-, Webcam- sowie der PC-Link-Modus. Beim ersten wird das Handy als ein Wechseldatenträger erkannt und man kann mit dem Windowsexplorer einfach darauf zugreifen und die dortigen Dateien verwalten. Das EL580 als Webcam klingt zwar nicht schlecht, funktionierte beim Test mit dem Programm Skype und MSN allerdings nicht. Auch die Synchronisation mit Outlook war nicht möglich obwohl Elsons Programm PC-Link auf Outlook Kontakte zugreifen konnte. Da allerdings keine Verbindung mit dem Gerät hergestellt werden konnte war der Transfer nicht möglich. Das Programm PC-Link bietet umfangreiche Editoren, wie einen Bild- und Ton-Editor. Diese Unterprogramme der Software ermöglichen das Erstellen, Bearbeiten sowie Speichern von an die Gegebenheiten des Handys angepassten Dateien sowohl auf dem Telefon als auch auf dem Computer. Darüber hinaus lassen sich SMS sowie MMS mit dem Tool erstellen, lesen und natürlich vom PC aus versenden - sobald eine Verbindung hergestellt ist. Eine Einsicht in das Telefonbuch soll in dem Programm auch möglich sein. Neben Outlook bieten die Einstellungen auch weitere Mail-Programme zur Auswahl, mit denen die Adressbücher abgeglichen werden können.

Multimedia & Organizer

Mit dem Elson-Phone können auch Sparfüchse auf viele Komfortfunktionen zugreifen. Während des Gesprächs erscheinen sieben Icons. Damit hat man die Möglichkeit den Anrufer auf die integrierte Freisprecheinrichtung durchzustellen - leider klingt diese ziemlich verrauscht -, ihn stumm zu schalten oder das Telefonat halten, um dann einen anderen Teilnehmer anzurufen - dies kann entweder über den Zugriff auf die numerische Tastatur oder das Telefonbuch erfolgen. Möchte man dem verbundenen oder einem anderen Kontakt eine Nachricht schreiben ist dies auch kein Problem. Als letztes lässt sich das Gespräch über ein Button beenden. Über die Optionen kommt man nochmals zu diesen aber auch zu weiteren Funktionen, wie zum Beispiel Gespräch aufnehmen. Eine interessante Funktion ist der Hintergrundsound bei eingehenden Gesprächen. Damit wird das Vortäuschen von bestimmten Umgebungskulissen ein Kinderspiel: „Schatz, ich hab mir ein Motorrad gekauft!", könnte man zum Beispiel der verblüfften Freundin am Telefon in den Hörer schreien, während im Hintergrund das Motorengeräusch einer recht flotten Maschine erklingt. Neben diesem sind auch Effekte, wie Bürgersteig, Flughafen, Restaurant, Lokal und weitere, vorhanden. Um den Coup perfekt zu machen, müsste man aber auch neue Geräusche einpflegen können. Das Telefonbuch bietet für zahlreiche Einträge Platz.

Es gibt verschiedene Anzeigemöglichkeiten der Kontakte: So kann man mit der Schnellsuche in den vorhandenen Kontakten scrollen oder mittels Eingabe von Buchstaben die mit der eingegebenen Kombination anfangenden Kontakte filtern. Eine Suche mit einer Direkteingabe ist auch möglich, allerdings werden hierfür nur die Buchstaben des ersten Namens einbezogen. Daher kann man nicht nach dem Nachnamen suchen, wenn die Liste mit Vornamen anfängt - hier besteht Verbesserungsbedarf, da diese Funktion im Prinzip nichts anderes ist als die Schnellsuche. Bestehende Kontakte können in Anrufergruppen eingeteilt werden. Dazu können entweder die vorhandenen Gruppen verwendet aber auch angepasst werden. Sollte dies nicht genügen, lassen sich auch neue Gruppen erstellen. Die Einrichtung von Kurzwahlen erfolgt ebenfalls über das Telefonbuchmenü. In den Einstellungen kann der Standardspeicherort für neue Kontakte gewählt oder Felder beim Anlegen eines neuen Kontakts bestimmt werden - der Standard-Ort für die Suche der Einträge (Telefon oder SIM-Karte) kann ebenfalls zugewiesen werden.

Die eigene Visitenkarte kann auch hier bearbeitet und versendet werden. Hat man den gewünschten Eintrag gefunden, kann man dem Kontakt über Optionen dann Nachrichten oder eine Visitenkarte schicken, den Eintrag kopieren, duplizieren, verschieben oder löschen sowie eine der angegebenen Nummern via IP-Telefonie wählen. Möchte man einen neuen Kontakt anlegen, stehen Felder zur Verfügung, die einem Normalanwender durchaus genügen dürften: Neben Basiseinträgen wie Name, Handynummer, Privatnummer und E-Mail-Adresse gibt es Möglichkeiten, den Firmennamen samt Bürodurchwahl und der Faxnummer zu speichern. Für persönliche Informationen zum Kontakt lassen sich Geburtstag sowie vordefinierte oder individuelle Bilder, Videos oder Töne angeben und eine von fünf möglichen Anrufergruppen zuweisen. Eingeblendet werden in der Kontaktansicht natürlich nur die Felder, die auch über Einträge verfügen.

Organizerfunktionen findet man im Elson EL580 unter dem Punkt Extras im Hauptmenü.Neben Kalender, Aufgaben, Wecker befinden sich dort auch die Funktionen der Stoppuhr, darüber hinaus zwei Rechner (Taschen- und Einheitenumrechner) sowie eine Weltzeituhr. Im Kalender kann man die Tage in der Monatsansicht sehen. Oben sind der Name des Monats samt Jahreszahl zu sehen. Beide Variablen lassen sich durch Drücken auf einen Pfeilknopf in die Zukunft und Vergangenheit verstellen. In der Anzeige ist der Samstag blau und der Sonntag rot markiert, alle anderen Tage sind weiß. Der aktuelle Tag wird durch eine rote Umrandung gekennzeichnet und der markierte ist durch eine große rote Fläche kenntlich gemacht. Alle Einträge werden in dieser Übersicht durch ein nicht gänzlich geschlossenen grünen Kreis dargestellt, der durch seinen handschriftlichen Charakter ein bisschen Wandkalendernostalgie vermitteln soll. Über die Optionen kann ein bestimmtes Datum eingesehen werden, zudem lassen sich alle Notizen des Tages anzeigen. Bei der Wochenansicht ist es ähnlich. Man sieht die Woche mit dem farbig gekennzeichneten Wochenende in einer Kästchenansicht von Null bis 22 Uhr - scheinbar endet der Tag für emsige Sparfüchse um zehn Uhr abends. Ärgerlich ist nur, dass die Stundenanzeige im Kalender und Aufgabenbereich nur im US-12-Stunden-System mit dem Nachsatz AM und PM möglich ist. Wo man in der vorigen Ansicht den Monat und das Jahr gesehen hat, ist nun die Nummer der Kalenderwoche sowie die Zeichen "12H" zu sehen - mit dem letzteren kann man wider Erwartungen zwischen Vormittag und Abend des Tages schalten. Termine werden in den Kästchen als Häkchen gekennzeichnet - Informationen über den jeweiligen Vermerk bekommt man erst, wenn man sich die Aufgaben zeigen lässt. Bei den Terminen kann man folgende Einträge aufnehmen: Mahnung, Meeting, Kurs, Datum, Anruf und Jahrestag. In allen möglichen Einträgen, die durch verschiedene Symbole gekennzeichnet werden, gibt es Felder für die Beginn- sowie Endzeit und eine Erinnerungsfunktion mit sich wiederholender Frequenz, bei der sogar die Wochentage eingestellt werden können.

Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580
Elson mobistel EL 580

Des Weiteren bietet das Sparfuchs-Phone Platz für Notizen mit Ortsangabe sowie Priorität. Alle im Kalender erstellten Aufgaben können auch separat im Punkt "Aufgabenliste" eingesehen werden und natürlich auch vice versa. Um kein Angebot zu verpassen, bietet der Wecker bis zu fünf Weck- beziehungsweise Erinnerungszeiten. Dort kann die Frequenz der Erinnerung sowie Audiooptionen und Alarmart (Vibration oder Rufton) eingestellt werden. Ausgeschlafene können auch das Intervall der Schlummertaste verstellen. Mit der Weltuhr kann man sich an den großen Metropolen der Welt in Hinsicht der Uhrzeit orientieren. Auf einer Weltkarte navigiert man mit einem Kreuz über Fixpunkte und bei der aktuell markierten Stadt wird der Stadtname, das dortige Datum und Uhrzeit angezeigt.

Mit dem Rechner und dem Umrechner ist man für alle Situationen gewappnet, bei denen Zahlenakrobatik von Nöten ist - im Taschenrechner sind sogar mehr als nur die üblichen Operationen integriert. Die letzten Zeitmanagementfunktion des EL580 ist die Stoppuhr, die mit einfachen Funktionen das Organizer-Repertoire des Handys ergänzt. Damit den Sparfüchsen unterwegs nicht langweilig wird, bietet das Elson-Phone einige Spiele und unterhaltsame Anwendungen. Bei den Spielen findet man drei mehr oder weniger weniger interessante Spiele. Wer seinem Handy eine eigene musikalische Note geben möchte, kann dies über die Melodieeditor tun. Für längere Fahrten im Zug können Text-Dateien (*.txt) gelesen werden - allerdings erweist sich die Anzeige als recht klein und umständlich, sodass das Lesen nach kürzerer anstrengend wird. Gesundheitsfanatiker können mit dem Körpermaßindex zwischendurch ihr Idealgewicht ermitteln und prüfen, ob ihr aktuelles sich noch im Rahmen hält. Der Biorhythmusrechner gibt dem, der daran glaubt auch in das natürliche „innere Gleichgewicht" einen Einblick.

Sprachnotizen können auch hier mit der Tonaufnahmefunktion gemacht werden. Etwas verwirrend ist aber der Name des Menüpunktes "Spiele", da es sich überwiegend um Anwendungen und nicht um Spiele handelt. Musikfreunde werden am Audio-Player reichlich Spaß haben. Auf den ersten Blick scheint er ein wenig unübersichtlich, beschäftigt man sich aber kurz mit der Oberfläche, eröffnen sich viele Möglichkeiten: Das oberste Drittel bietet Informationen rund um das Abspielen: Links oben zeigen zwei Ziffern an, wie viele Lieder die aktuelle Playlist hat und welches das aktuelle davon ist. Rechts davon sieht man die Symbole für Repeat-Funktion (ein Lied, alle Lieder und aus), Equalizer-Preset (Normal, Bass, Dance, Classic, Treble, Rock, Pop und User), die Abspielgeschwindigkeit (fünf Einstellungen) sowie die Zufallswiedergabe. Diese Funktionen können bequem über den Touchscreen verändert werden.

Darunter sind das Symbol zur aktuellen Wiedergabe (Play oder Pause) sowie die aktuelle Zeit und am rechten Ende des Displays ist die Gesamtzeit des Titels angegeben. Grafisch wird der Fortschritt des Liedes noch zusätzlich in einer Leiste dargestellt. Als letztes schließt dieses Drittel der Name des Interpreten mit dem Liedtitel ab. Das mittlere Drittel besteht aus einem Kästchen mit vier Reitern, die Informationen zur Playlist, Spektrum, ID3-Tag (Genre, Interpret und Titel) sowie Details zur Dateigröße und Liedlänge und der Signalart (Mono oder Stereo) anzeigen. Der untere Bereich wird aus den Steuerbuttons gebildet (Previous, Play/Pause und Next) sowie der Lautstärkeleiste, welche grafisch die momentane Lautstärke anzeigt. Die Softkeys sind mit den Funktionen "Liste" und "Zurück" belegt. Über den ersten Softkey gelangt man zur Verwaltung von Playlists und Dateien. Die umfassenden Funktionen ermöglichen es, Dateien zu Playlists hinzuzufügen, zu entfernen aber auch ganze Listen umzubenennen oder gar zu löschen.

Zusätzlich kann man globale Einstellungen zur Wiedergabe - wie man sie in der ersten Zeile des Players findet - ebenfalls dort vornehmen. Sollte der Sparfuchs beim Musikgenuss gestört werden, ist dies kein Problem, da seine Resume-Funktion für einen nahtlosen Fortlauf des Liedes sorgt. Wer allerdings einen MP3-Player-Ersatz sucht, ist mit dem Gerät trotz umfangreicher Funktionen und der Standard-Musikformate (MP3, WAV - wünschenswert wäre noch WMA) nicht sehr gut bedient, da der schwache Akku den mobilen Musikgenuss stark reduziert. Somit eignet sich das EL580 im besten Fall als musikalische Ablenkung für zwischendurch. Wer keine Musik auf dem Gerät speichern aber dennoch auf Musik unterwegs nicht verzichten möchte, der kann auf das integrierte Radio zurückgreifen. Der Empfänger bietet rauschfreies Radio mit Anzeige der Frequenz, Steuerungsbuttons und Shortcuts zu neun bevorzugten Senderspeicherplätzen. Weitere 30 Sender können in einer separaten Liste gespeichert werden. Neben der automatischen Suche können die Frequenzen auch manuell eingegeben werden. Auch die Möglichkeit zur Aufnahme des Radios ist vorhanden, allerdings nur in mittelmäßiger Qualität. Zur Verfügung stehen dabei drei Aufnahmeformate und Einstellungen zur Qualität sowie Speicherort. Erstaunlicherweise ist die Klangqualität sowohl über Lautsprecher als auch über Headset sehr gut. Der Klang entfaltet sich und wirkt klar und voluminös. Hier könnte er sogar mit um ein Mehrfaches teureren Konkurrenten mithalten. Etwas seltsam erscheint es, dass die Sprachwiedergabe über Lautsprecher und Ohrhörer qualitativ nicht so hochwertig ist - lediglich über Headset klingt der Gesprächspartner sehr gut.

Fazit

Elson mobistel EL 580
 

Wer billig kauft, kauft beim Elson EL580 doch nicht zwei Mal! Das Telefon bietet ein umfangreiches Repertoire an Funktionen und Anwendungen, die teurere Produkte ebenfalls aufweisen. Vor allem wäre da der Touchscreen oder die zahlreichen Organizerfunktionen zu erwähnen.

Im Detail steckt der Teufel aber doch manchmal, denn trotz der Menge an Einstellungsmöglichkeiten hakt es hier und da Mal - vor allem der Akku erweist sich als ein Hinkefuß. Erstaunlich ist es, wie gut die Handhabung des Telefons funktioniert und wie intuitiv sie sich in den einzelnen Menüebenen gestalten kann - da könnten sich manche höherpreisige Telefone eine Scheibe von abschneiden. Natürlich hapert es an der einen oder anderen Stelle minimal, aber für einen Einführungspreis von 149 Euro kann man bei dem Gerät definitiv nicht nörgeln und es allen Nutzern empfehlen, die ein günstiges Touchscreen-Telefon wollen, sich an vielen Funktionen erfreuen und sich an der äußeren, etwas kostengünstig herstellten Aufmachung nicht stören. Dafür trumpft das Gerät aber tatsächlich durch seine "inneren Werte" auf, deren Umsetzung oft stark an zwei andere Mobilfunkhersteller erinnert - nämlich Samsung und Sony Ericsson. Daher heißt es in dem Fall: Sparfüchse aufgepasst, das Elson EL580 ist günstig aber nicht billig!

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