Test des Bird Femme SC24

Einführung

Test-Datum: 09.01.2006
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Bird Femme SC24 - VerüackungErkennt man das Wesen einer Frau an ihrem Handy? Müssen Handy und Styling miteinander einhergehen? Ist rot wirklich noch die Lieblingsfarbe des weiblichen Geschlechts? Wer all diese Fragen spontan mit Ja beantwortet, sollte auf das Bird Femme SC24 einen genaueren Blick werfen. Schon im Typnamen steckt der Hint auf die Zielgruppe dieses Handys. In knalligem Rot kommt es daher und will das neue Baby der Besitzerin werden. Natürlich dürfen sich dabei Design und Funktionalität nicht ausschließen. Deshalb versucht der Hersteller dieses Telefons die Käuferin nicht nur mit der äußeren Erscheinung, sondern auch mit dessen praktischen Eigenschaften zu verführen. Doch ist es wirklich gelungen, diese beiden äußerst wichtigen Elemente gleichermaßen zu beachten und ihnen gerecht nachzukommen? Und ist das neue Modell aus dem Hause Bird wirklich das, was Frauen wollen? Dieser Testbericht wird sowohl über solch grundlegende, als auch über andere Fragen Auskunft geben.

Verpackung & Lieferumfang

Bird Femme SC24 - Verpackung
Bird Femme SC24 - Verpackung
Farblich genau auf das Rot des Handys abgestimmt, kommt die Verpackung daher. „Seduce yourself“, verführe dich selbst, heißt es auf dem Verpackungsumschlag, daneben eine kleine Abbildung des Handys und, den größten Teil des Bildes einnehmend, eine lasziv dreinschauende Frau, die aussieht, als sei sie der Ausstrahlung des Telefons bereits erlegen.
Entfernt man den Schutzumschlag, so kommt ein silberfarbener Karton aus kräftiger Pappe zum Vorschein, auf den in goldenen Buchstaben das Firmenlogo des Herstellers gedruckt ist. Der Karton schließt per Magnetverschluss an der Vorderseite und passt optisch gut zur gesamten Aufmachung der Verpackung.
Im Lieferumfang enthalten sind das Handy selbst und ein Ersatzakku, die beim Öffnen des Kartons als erstes ins Auge fallen. Außerdem enthalten sind ein Ladekabel, die Bedienungsanleitung und ein Headset.








Bird Femme SC24 - Verpackung

Verarbeitung & Handhabung

Gut sichtbar auf der Rückseite des Handys befinden sich Pfeile, die anzeigen, wo der Akkudeckel zu öffnen ist. Allerdings stellt sich das Öffnen desselbigen als ein nicht ganz einfaches Unterfangen dar, gut manikürte Fingernägel nehmen unter Umständen Schaden, ehe sich beim Deckel etwas rührt. Hat man jedoch erst die richtige Technik herausgefunden, so ist das Einlegen der SIM-Karte kein Problem mehr und man wird so schnell nicht mehr an die SIM-Karte müssen, da diese fest und unverrückbar in ihrer Vorrichtung sitzt.

Bird Femme SC24 - auseinander

Die Farben rot und silber dominieren das Aussehen des Handys. Fließende, runde oder ovale Designelemente befinden sich auf der Außenseite der Klappe. Matte und glänzende Chromoptik wechseln sich mit himbeerroten, matten Bereichen ab. Eine kleine LED Anzeige, die in sieben verschiedenen Farben blinken kann, ist ebenfalls auf der Außenseite vorhanden. Sie gibt je nach Farbe Auskunft über den Empfang, und eingegangene Nachrichten, warnt vor niedrigem Akkuladestand, blinkt wieder anders beim Aufladen des Akkus und bei ankommenden Anrufen.
Die Ober- und Außenkanten des Handys und auch die Antenne sind in glänzendem tiefrot gehalten und auf der Rückseite des Handys setzt sich das Herstellerlogo vom mattsilbernen Akkudeckel ab. Das Design ist gefällig, lediglich die etwas wuchtig geratene Antenne fällt dabei aus dem Rahmen.

Bird Femme SC24 - auseinander von hinten

Das Handy liegt gut in der Hand und die Klappe lässt sich sowohl mit links, als auch mit rechts problemlos einhändig öffnen. Die verarbeiteten Materialien machen einen belastbaren Eindruck, die Hartplastikschale ist robust und selbst Stöße haben keinen Einfluss auf die Handyfunktionen. Die kompakte Form des Telefons und die daraus resultierenden 90 Gramm Gewicht, tragen außerdem dazu bei, dass keines der verbauten Elemente zerbrechlich wirkt. Klappe und Unterteil haben die richtige Stärke und auch die vorstehende Antenne ist robust genug, um eventuelle Stöße abzufangen.

Bird Femme SC24 - Front
Bird Femme SC24 - Rückseite
Im Großen und Ganzen gibt es an der Passgenauigkeit der verarbeiteten Bauteile nichts zu bemängeln. Die Tasten sind unverrückbar ins Telefon eingelassen und schauen auch beim Blick von der Seite nicht hervor. Allerdings stellen die Zwischenräume zwischen den Tasten mögliche Staubfänger dar, weil die Tasten nicht einzeln angelegt sind, sondern jeweils eine Reihe von drei Tasten bilden. Auch am Klappscharnier der Klappe ist ein Spalt zu sehen, der auf Dauer das problemlose Aufklappen des Handys verhindern könnte. Staub kann auch auf der Rückseite des Handys am oberen Rand des Akkus eindringen; obwohl er fest sitzt, ist das Spaltmaß dennoch relativ groß. Da es für den Headsetport kein Zubehörteil gibt, das zum Schutz hineingesteckt werden kann, wenn das Headset nicht installiert ist, kann auch an dieser Stelle Staub eindringen. Genau wie auf der anderen Seite des Handys bei der Lautstärke – Regelungstaste. Diese Taste ist die einzige, die man in ihrer Einlassung hin- und herschieben kann.

Das Akkuladekabel und das Headset teilen sich dieselbe Anschlussbuchse, so wurde eine weitere Einsteckbuchse im Handy vermieden, die auch nicht zum Rest des Designs gepasst hätte. Beim Anschließen des Ladekabels muss man sich ständig versichern, ob die Verbindung zwischen Telefon und Kabel auch steht, weil der Anschluss nicht genau zu passen scheint. Genauso verhält es sich beim Anschließen des Headsets. Man hat den Drang, noch einmal nachzudrücken, weil es den Anschein hat, als ob das Anschlussstück noch nicht richtig im Handy steckt, weil es nicht genau an der Außenseite aufliegt. Es ist jedoch leicht abzunehmen, ein leichter Druck auf den Knopf genügt und schon ist das Headset wieder entfernt. Sofern das Anschlussstück die richtige Größe besitzt, kann auch alternatives Zubehör genutzt werden, was jedoch weniger zu empfehlen ist, weil die Passgenauigkeit dann schlecht ist.

Das Handy besitzt rechts an der Seite eine Taste zum Verstellen der Lautstärke beim Telefonieren, die sowohl mit den Fingern der linken, als auch der rechten Hand gut erreichbar ist und ein direktes Verändern der Lautstärke ermöglicht. Außerdem gibt es auf der Oberseite des Handys eine Vorrichtung, an der ein Handy Jewel befestigt werden kann. Die rote Antenne trägt eine chromfarbene Einfassung, die am unteren Ende wie ein geschwungener Ring verläuft und verjüngt sich nach oben hin wie der Fingernagel einer Frau.

Das Handy besitzt 20 Tasten, die optisch ansprechend angelegt sind. Am oberen Ende der Tastatur im Zentrum liegen vier Tasten, die als Navigatoren im Menü fungieren. Sie sind kreuzförmig angelegt und in ihrer Mitte befindet sich eine weitere ovale Fläche, die jedoch keine Taste ist. Über sie kann man hinweg gleiten, wenn man die Navigationstasten bedient.
Links und rechts der Navigations-Keys liegen, die äußere Abgrenzung des ellipsenförmig angelegten Bereichs der Tastatur bildend, vier weitere Tasten. Die jeweils Oberen ermöglichen den Zugang zum Menü und den Shortcut zum SMS-Versand. Die untere Rechte ist die Anruftaste, die untere Linke die Taste zum Beenden des Gesprächs, beide sind jeweils durch einen grünen bzw. roten Hörer gekennzeichnet.

Bird Femme SC24 - TastaturUnter diesem Part der Tastatur befinden sich die Zahlen-Tasten, die vier Reihen bilden und jeweils durchgehend angeordnet sind. Die mittleren Tasten sind in jeder Reihe die größten, weil die Reihen nach links und rechts außen hin immer schmaler werden und sich leicht nach oben neigen. So sind die Raute- und Sterntaste am Kleinsten geraten, doch ihnen liegt keine wichtige Funktion bei. Die Tasten setzen sich in mattsilbern vom roten Untergrund ab, nur die Navigationstasten sind blank. Die Zahlen auf den Tasten sind transparent, aber dennoch bei jedem Licht gut zu erkennen.

Man kann bei jeder Taste gezielt deren Funktion ansteuern. Obwohl alle Tasten ins Handy eingelassen sind, ist die Bedienung angenehm einfach und man hat immer noch die Sicherheit, die Taste gedrückt zu haben, die man drücken wollte. Alle Tasten sind fest und keine wackelt an ihrem Platz. Es bedarf keines zu starken Drucks, um die Taste zu drücken, doch der Zeitpunkt, in dem man die Funktion ausführt, kann gut festgelegt werden. Der Druckpunkt ist angenehm. Die Tasten sind insgesamt gut verarbeitet und von hoher Qualität, außerdem werden die Abnutzungserscheinungen durch ihre Lage immer niedrig sein.

Natürlich resultieren auch einige Nachteile aus den tiefer gelegten Tasten. Das Blind- SMS –Tippen ist schwer möglich und bedarf einiger Übung, weil man eher die Zwischenräume zwischen den einzelnen Reihen, als die der Tasten spürt. Andererseits sind die Tasten groß genug um dennoch richtig zu treffen, insgesamt überwiegen jedoch für diesen Funktionsbereich die Nachteile.

Die Vibrationsfunktion kann sowohl beim lautlosen, als auch beim hörbaren Klingeln aktiviert werden. Das Vibrieren selbst ist ebenfalls hörbar, übertönt jedoch nicht das Klingeln selbst, sofern es nicht auf der niedrigsten Lautstärkenstufe eingestellt ist. Man spürt die Vibration auch noch in der Tasche, wenn also die Umgebung zu laut ist, kann man sich noch auf seine Sinne verlassen.

Sprachqualität & Empfang

Bird Femme SC24 - HeadsetUm beim Telefonieren den Gesprächspartner gut verstehen zu können, ist es beim Bird SC24 wichtig, den Lautsprecher genau ans Ohr zu halten, andernfalls leidet die Qualität des Gehörten gewaltig. Weniger Probleme hat dagegen der Gesprächspartner, bei dem die Stimme qualitativ gut ankommt, sowohl bei Hintergrundgeräuschen, als auch im leisen Umfeld.
Vieltelefonierer, die mit einer geräuschvollen Umgebung zu rechnen haben, sollten daher aufs Headset zurückgreifen, oder ihre Gewohnheiten ändern. Ein großes Plus bietet die Möglichkeit, die Gesprächslautstärke während des Telefonierens direkt verstellen zu können. Ein Lautstärkeregler an der Seite des Handys macht dies möglich. Allerdings klingt die Stimme des Gesprächspartners mit zunehmender Lautstärke auch zunehmend blechern, sodass die Lösung des Problems der Sprachqualität woanders zu suchen ist.

Display & Kamera

Bird Femme SC24 - aufgeklappt
Das Bird Femme SC24 verfügt über zwei Displays, das Hauptdisplay und ein weiteres auf dem Klappendeckel. Beide Displays sind eckig und somit das einzige Feature, das sich vom sonst runden, fließenden Oberflächendesign abhebt.
Das Hauptdisplay misst 3 cm x 3,5 cm und nimmt nur fast ein Drittel der gesamten Klappe ein, obwohl es größer hätte ausfallen können. Rund ums Display befindet sich eine ziemlich großzügige Leerfläche, die zwar durch ihre Spiegeloberfläche schön fürs Auge, jedoch nicht von Nutzen ist. Auch das Herstellerlogo unter dem Display ist etwas groß geraten. Das LCD Display auf der Handyklappe ist lediglich
2 cm x 1,5 cm groß, auch hier überwiegt wieder der Designaspekt, unter dem die Displaygröße zu leiden hat.

Das Hauptdisplay verfügt über eine gute Farbabstimmung, alle Abbildungen sind scharf und Buchstaben heben sich ebenfalls gut vom Hintergrund ab.
Nur bei einer großen Fülle an Farben macht die Auflösung schlapp, das Bild wird pixelig und die Abbildung ist schwer erkennbar. Der Hersteller hat jedoch vorgesorgt. Alle Bilder, über die das Handy von Hause aus verfügt, überschreiten nicht die Grenzen des Möglichen und werden somit den Anforderungen vollkommen gerecht.

Bei starker Sonneneinstrahlung direkt auf das Display ist nicht mehr viel zu sehen und man könnte die Oberfläche genauso gut als Spiegel verwenden, die Lesbarkeit bei künstlichem Lichteinfall leidet jedoch keinesfalls. In der Dunkelheit zeigt sich das Design hingegen von seiner schönsten Seite. Alle Tasten und das Display selbst sind sehr gut beleuchtet und bieten dem Auge ein angenehmes Bild.

Schaltet man das Handy ein, so erscheint eine bunte Animation gepaart mit einer fröhlichen Begrüßungsmelodie und „Hello, Lady!“ heißt es auf dem Bildschirm. Dieser Text kann in eingeschaltetem Zustand jedoch beliebig verändert werden.
Zum Abschied gibt es dann eine andere Melodie auf die Ohren, die aber ziemlich plötzlich nach dem „Bye, Bye“ auf dem Display abgewürgt wird. Zeitgleich erscheint auf dem kleinen Außendisplay eine weitere Animation, die das sich schließende Handy von der Seite betrachtet, zeigt.

Alle Displaysettings sind manuell einstellbar. Der Benutzer kann aus einer Vielzahl von Farben und Bildhintergründen auswählen, außerdem kann man die Helligkeit des Displays stufenweise verändern oder die Beleuchtung vollends ausschalten.
Leider gibt es nur einen Bildschirmschoner ( drollige, kugelrunde Männchen ohne Kopf auf einer Wippe ), nach einiger Zeit langweilt diese Animation jedoch gewaltig.
Wie gut ist es da, dass man auch die Display Zeit des Bildschirmschoners nach eigenen Präferenzen auswählen kann. Ist das Handy zugeklappt, erscheint auf dem Außendisplay eine Uhr und auch der Ladezustand des Akkus ist dort einsehbar.

OS & Bedienung

Das Hauptmenü des Bird Femme SC24 unterteilt sich in sieben animierte Menüpunkte: Telefonbuch, Nachrichten, Multimedia, WAP, Spiele, Organizer und Einstellungen. Die Anordnung der Menüpunkte ist nur teilweise logisch, der Menüpunkt „Einstellungen“ sollte mehr Priorität besitzen. Die verwendeten Icons helfen jedoch beim Zurechtfinden ohne erst die einzelnen Bildunterschriften lesen zu müssen. Durch die vier Navigationstasten gelangt man schnell zu jedem der angegebenen Menüpunkte, sodass sich die Iconstruktur des Menüs empfiehlt. Ein Wechsel zum Listenmenü ist nicht möglich. Da die Menüpunkte nicht gerade zahlreich sind, verbergen sich hinter den Oberbegriffen teilweise auch Unterpunkte, die man nicht im entsprechenden Menü erwartet hätte, oder für die ein separater Menüpunkt hilfreich wäre.
So findet man beispielsweise im Organizer nicht nur das Tagebuch und die ToDo-Liste, sondern auch den Taschenrechner, Wecker und Umrechner. Der Menüpunkt „Einstellungen“ besitzt die meisten Unterpunkte, hier werden alle Display-, Ton-, Sprach-, und Sicherheitseinstellungen navigiert, sowie die Shortcuts, das Datum, die Zeit und der Active Flip Modus. Im Großen und Ganzen sind die Menüpunkte jedoch gut strukturiert und man findet sich schnell zurecht.

Bis zur Erstellung einer SMS braucht es ohne Shortcuts vier Schritte. Zuerst muss das Hauptmenü geöffnet werden, der zweite Menüpunkt ist dann „Nachrichten“ und dort ist der erste Unterpunkt das Nachrichten erstellen. Mit Shortcut Funktion kann man diese Prozedur aber auf einen Schritt abkürzen, sodass das Erstellen der SMS gleich nach einmaligem Drücken möglich wird. Außerdem hat man durch die Shortcut Funktion direkten Zugriff auf den Kalender des Organizers. All diese Einstellungen können jedoch manuell verändert werden, da es einen extra Menüpunkt für die Short Cuts gibt, in dem der User selbst entscheiden kann, auf welche Funktionen er am schnellsten Zugriff haben will. Insgesamt können zwei Tasten mit Shortcut Funktionen belegt werden.

Die Schriftgröße des Displays ist nicht änderbar. Auch die Größe anderer Anzeigen kann man nicht verändern. Für ältere und sehbehinderte Menschen wird es so vor allem schwierig, den Ladezustand des Akkus zu überprüfen, weil sich dessen Anzeige sehr klein in einer der oberen Ecken befindet. Außerdem könnten die optischen Signale für eine eingegangene SMS schnell übersehen werden, wenn ein bunter Bildhintergrund für das Display gewählt wurde.
Im Menü selbst ist die Schriftgröße aber ausreichend groß, genauso beim SMS schreiben, wo auf dem Display jeweils fünf Zeilen der Nachricht erscheinen.

Natürlich kann man auch seine eigene Rufnummer unterdrücken. Der Modus hierfür befindet sich unter dem Hauptmenüpunkt „Einstellungen“ und dem Untermenüpunkt „Anrufe“. Vierter Punkt der nun folgenden Funktionen ist dann „Nummern anzeigen“, wo man Unterscheidungen zwischen ausgehenden und ankommenden Anrufen treffen kann. Zum einen ist es möglich, die eigene Rufnummer beim Anrufen für alle anderen Netze und Telefone zu unterdrücken, oder aber man differenziert zwischen den einzelnen Netzen und lässt die Rufnummerunterdrückung nur für bestimmte Netzanbieter bestehen.
Außerdem besteht bei allen ankommenden Anrufen die Möglichkeit, die eigene Nummer auf dem Display des Anrufers nicht anzuzeigen, wenn der Anruf auf eine andere Nummer weitergeleitet wird. Für alle ankommenden Anrufe zeigt das Handy die Rufnummer des Anrufers an, sowohl auf dem Haupt-, als auch auf dem Außendisplay, sofern diese Einstellung gewählt wurde.

Außerdem kann man bei den Anrufeinstellungen den Anklopfmodus wählen, genauso wie die automatische Wahlwiederholung. Ein weiterer Menüpunkt ist die „Schwarze Liste“. Auf diese Liste werden automatisch alle ankommenden Nummern gesetzt, die mehr als acht Mal nicht beantwortet oder weggedrückt wurden.

Auch beim SMS schreiben gibt es verschiedene Funktionen. Während des Erstellens der Nachricht kann man zwischen dem ABC-Modus und dem T9 Wörterbuch wählen, zudem ist es möglich, auch Zahlen direkt einzugeben. Das Wörterbuch ist lernfähig und beim ersten Mal nicht erkannte Worte werden hinzugefügt und später wieder erkannt. Die verschiedenen Modi kann man direkt beim Schreiben einstellen, dazu dienen die Raute- bzw. die Sternchentaste. Leider gibt es keinen Zeichenzähler, sodass man nie weiß, wann die Höchstanzahl an Zeichen pro SMS ausgeschöpft ist.
Allen Nachrichten können Animationen, Bilder, Melodien und Visitenkarten angehängt werden, zudem sind die Gültigkeitsdauer und das Format der gesendeten Nachricht frei wählbar. Ob man einen Sendebericht erhalten will oder nicht, kann man ebenfalls einstellen. Zum Speichern der SMS stehen nur der Nachrichteneingang bzw. -Ausgang zur Verfügung. Ordner können nicht erstellt werden. Nachrichten, die auf einem anderen Handy in Ordnern gespeichert waren, sind nach dem Einlegen der SIM Card ins SC24 nicht mehr auffindbar.

Der MMS Versand ist relativ einfach. Zuerst müssen Betreff und Empfänger festgelegt werden, dann kann man wahlweise einen Text, oder sofort die Multimedia Anhänge einfügen. Über die Optionstaste gelangt man ins entsprechende Menü für Bilder, Sounds, Visitenkarten und Symbole. Diese können dann als Slideshow in die MMS eingefügt werden. Sollte der Umfang der Nachricht zu groß werden, weist das Telefon auf diesen Umstand hin und bietet den Bearbeitungs- und Formatierungsmodus an. Nach dem Versenden gelten für MMS Nachrichten dieselben Optionen, wie für die SMS: Gültigkeitsdauer und der Empfang eines Sendeberichts können selbst eingestellt werden.

E-Mails können mit dem Bird Femme SC24 nicht versendet werden. Auch das Hören von Musik per MP3 oder Radio ist nicht möglich.

Klingel- und Signaltöne können aus einer Reihe bereits vorhandener Töne ausgewählt werden. Alle Klingeltöne sind polyphon und reichen vom einfachen Ringtone über altbekannte Melodien bis hin zum Hahnenschrei oder Vogelzwitschern. Außerdem gibt es verschiedene Pieptöne, die als Warntöne dienen z.B. wenn der Akku leer ist oder aber man wünscht sich einen Piep bei jedem Aufklappen des Handys. Klingeltöne können auch selbst aufgenommen werden, was auch sehr ratsam ist, denn die Liste selbst enthält nicht gerade eine besonders große Auswahl an Tönen.

Die Tastatursperre stellt sich durch langes Drücken der Rautetaste ein. Da es nur einen Handgriff braucht, ist diese Funktion also zweckmäßig, allerdings gibt es kein Zeichen oder Hinweis auf diese Funktion, und auch in der Bedienungsanleitung steht nichts zu dieser Einstellung. Dass das Handy diese Funktion überhaupt besitzt, ist also nur durch Probieren herauszufinden.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Bird Femme SC24 - anschlüsseDas Handy ist mit einem WAP Browser ausgestattet und auch die Datenübertragung zum PC, PDA oder einem anderen Medium ist möglich. Die Übertragung erfolgt dann je nach Datenparameter oder automatisch, wobei es jedoch ratsamer ist, je nach Größe der zu übermittelnden Daten über das Parameter selbst zu entscheiden.

Multimedia & Organizer

Bird Femme SC24 - von Unten
Bird Femme SC24 - schräg
Bird Femme SC24 - seitlich
Bird Femme SC24 - schräg
Bird Femme SC24 - von oben
Bird Femme SC24 - schräg
Bird Femme SC24 - seitlich
Bird Femme SC24 - schräg
Das Bird Femme SC24 verfügt weder über Sprachsteuerung, noch über einen Sprachspeicher.

Um die Freisprechfunktion zu aktivieren, braucht man lediglich während des Telefonierens zweimal auf die Taste mit dem grünen Hörer zu drücken.
Die Qualität des Lautsprechers ist gut solange sie nicht bei beiden Gesprächspartnern durch laute Hintergrundgeräusche beeinträchtigt ist.
Der telefoneigene Anrufbeantworter funktioniert nur bei Absprache mit dem Netzanbieter. Ist diese Möglichkeit gegeben, so können Anrufer eine Nachricht hinterlassen, auf die der Benutzer aufmerksam gemacht wird.

Außer dem normalen Profil gibt es nur noch das Lautlos-Profil. Dieses wird durch langes Drücken der Sternchentaste aktiviert bzw. deaktiviert. Schaltet man das Handy aus, so deaktiviert sich der Lautlos-Modus automatisch. Persönliche Profile kann man nicht erstellen.

Das Telefonbuch ist die wohl enttäuschendste Einrichtung des Handys. Vor jedem neuen Eintrag muss man sich immer wieder entscheiden, ob die Nummer dem Handy oder dem SIM Card Speicher zugefügt werden soll. Beim Namenseintrag kann man nur Großbuchstaben verwenden und pro Name ist das Hinzufügen von nur einer Nummer möglich, ganz zu schweigen von Adresse, E-Mail oder anderen Notizen. Dafür bietet das Handy an, jeden Kontakt in eine bestimmte Gruppe einzufügen, was nur der Unübersichtlichkeit beträgt. Öffnet man das Telefonbuch, so geschieht die Auflistung per Namensregister. Um die dementsprechenden Nummern einsehen zu können, muss man erst noch bei den Optionen den Punkt suchen, durch den die Nummer angezeigt wird. Während des Telefonierens hat man jederzeit Zugriff auf das Telefonbuch, doch durch die umständliche Weise, auf die neue Kontakte erstellt werden müssen, empfiehlt es sich, Informationen und Nummern per Hand zu notieren.

Der Organizer ist gut strukturiert. Der Kalender als wichtigster Menüpunkt, erscheint als erstes, gefolgt von der ToDo Liste und dem Taschenrechner, sowie weiteren Funktionen. Termine und Events können auf herkömmliche Weise an einem bestimmten Datum eingesehen werden, es ist aber auch möglich, eine Zeitspanne von einer Woche oder einem Monat auszuwählen und alle Geschehnisse auf einen Blick zu erfassen.
Zu jedem eingetragenen Termin kann man wählen, wann dieser wieder aus dem Kalender gelöscht werden soll und zu welcher Kategorie man ihn zuordnen will.
Die Einteilung erfolgt in die Kategorien Meeting, Verabredung, Geburtstag, Reise und Ferien. Jeder Kategorie wird ein individueller Signalton zugeordnet, der, sofern aktiviert, eine gewünschte Zeit vor dem Termin ertönt. Kann man dann erst die einzelnen Töne zuordnen, so weiß man sofort, ob es sich bspw. um etwas Geschäftliches oder einen Geburtstag handelt.

Die ToDo Liste ist ähnlich aufgebaut wie der Kalender. Die Eintragungen erhalten auch hier verschiedene Kategorien, diesmal lauten diese: Einkaufsliste, Geschäftliches, Privates, Anrufen, Idee und Geschenk. Im Kalender Menü ist außerdem ein Link, durch den man ebenfalls direkten Zugriff auf die ToDo Liste erhält, wenn die Eintragung im Kalender der der Liste entspricht.

Außerdem beim Organizer mit dabei sind Taschen- bzw. Umrechner, der Wecker und die Stoppuhr. Mit dem Taschenrechner kann man alle beliebigen Rechenoperationen durchführen, das Rechnen mit Dezimalstellen ist ebenfalls möglich. Beim Währungsumrechner ist es von Nöten, den Namen der Währung und den Wechselkurs zu wissen, nur dann können beliebige Werte eingesetzt und umgerechnet werden. Wecker und Stoppuhr funktionieren auf dieselbe Weise, man stellt die Zeit ein und das Handy gibt nach Ablauf dieser Zeit einen Alarmton von sich.

Das letzte Feature des Organizers ist gleichfalls der Beweis dafür, dass das SC24 nur für Frauen bestimmt ist. Unter dem Menüpunkt „Biorhythmus“ kann man den körperlichen, seelischen und geistigen Rhythmus des Körpers sowohl für sich selbst, als auch für die beste Freundin checken. Man muss dafür einfach nur seinen Geburtstag eingeben und kann anschließend den Biorhythmus für einen bestimmten Tag oder über einen gewissen Zeitraum hinweg (dann in einem Koordinatensystem) betrachten. Außerdem funktioniert diese Option wie ein elektronischer Regelkalender. Jeden Monat im Voraus erscheint im eingebauten Menstruationskalender die Phase des Eisprungs in gelb, die Fruchtbarkeitsperiode in blau und die Zeit der Menstruationsblutung in rot. Es lässt sich darüber streiten, wie nützlich oder nutzlos dieses Feature ist, aber auf alle Fälle bereitet es großen Spaß, sich von seinem Handy ausrechnen zu lassen, in welchem seelischen Zustand man sich gerade befindet oder ob die Lebenszeit gerade arg durch eine Zigarette eingeschränkt wurde.

Das Telefon besitzt eine digitale Uhr auf dem Hauptdisplay und eine weitere auf dem LCD Display auf der Außenseite. Beim LCD Display kann man sich entscheiden, ob die Uhrzeit analog oder digital gezeigt werden soll oder ob man die Uhr ganz und gar verbergen will. Das Datum wird auf beiden Displays angezeigt. Außerdem kann man die Zeit für bestimmte Zeitzonen einstellen, wobei die Richtlinie immer die GMT Zeit ist, von der man ausgeht um die Zeit für das gewünschte Land zu berechnen.
Je nach Jahreszeit hat man die Möglichkeit, die Sommer- oder Winterzeit einzustellen. Auch hierfür gibt es einen extra Menüpunkt, der dies automatisch macht.

Das Handy besitzt zwei Spiele. Zum einen gibt es ein Bild Puzzle mit neun, 16, oder 25 Teilen, welches schnell langweilig wird, weil man es auch von anderen Handys schon kennt und somit bereits weiß, was einen erwartet.
Das zweite Spiel ist ein herunter geladenes und heißt MegaBox Conquest. Hier muss man sich wie beim magischen Labyrinth die Gegner vom Hals halten, indem man Wände verschiebt oder sich durch sie hindurch frisst, ähnlich der Maus im Käse, und erhält Punkte, wenn man seinen Verfolger einsperrt. Auf mehreren Levels erhöht sich die Zahl der Gegner und verringert sich die Zahl der schützenden Mauern.
Dieses Spiel hat einen höheren Funfaktor, doch zum allzeit beliebten Zeitvertreib wird es auch nicht werden, weil dafür die Abwechslung zu gering ist.

Fazit

Natürlich kann das Bird Femme SC24 mit Marktführern wie Nokia oder Siemens nicht mithalten und wird auch nicht zum Geheimtipp unter Frauen werden. Doch wer sich größtenteils nur aufs Telefonieren und SMS schreiben beschränkt, dabei aber aufs Design des Handys Wert legt, ist mit dem SC24 gut bedient. Der Einführungspreis von 129€ ist fast unschlagbar und lässt kleine Mängel gern in Kauf nehmen. Wer allerdings zu hohe Anforderungen an das Bird Femme SC24 stellt, wird wohl bereits von einem der wichtigsten Elemente eines jeden Handys, dem Telefonbuch, enttäuscht sein. Die Speicherkapazität ist relativ gering und pro Name steht auch nur Platz für eine Nummer zur Verfügung. Da jedoch heutzutage fast jeder über mehr als eine Nummer verfügt, fängt das leidige Suchen nach passenden Anhängen für die Speichernamen wieder an. Wer etwa mehrere Freunde mit dem gleichen Vornamen hat, wird schnell die Übersicht verlieren, die bei diesem Namensregister nicht mehr gegeben ist.Wer allerdings in seinem Handy Ordnung hält, weil er alles und jeden in Gruppen einordnet, der wird auch Fan vom SC24 werden. Sowohl im Telefonbuch, als auch im Organizer gibt es viele Möglichkeiten, seine Kontakte, Notizen und Termine unter die entsprechenden Merkwörter zu schreiben. Und wer gern Abwechslung in seinem Klingelton hat, kann dann jeder dieser Gruppen einen eigenen Signalton zuordnen; Hauptsache nur, dass über diese Vielfalt das Klingeln nicht überhört wird.

Das Handy passt durch seine praktische Größe in jede Handtasche und lässt sich dank der LED Anzeige und der gut sichtbaren Farbe trotzdem schnell finden.
Gewöhnen muss man sich an die seitenverkehrten Hörertasten, hier befindet sich der grüne Hörer auf der rechten, der rote auf der linken Seite. Doch durch den Flipmodus sollte es auch hier nicht dazu kommen, dass man das Gespräch versehentlich wegdrückt, gleich beim Öffnen der Klappe wird das Gespräch angenommen. Eine Eigenschaft, die ebenfalls verbesserungswürdig ist, sind die Größen der Displays. Beide sind etwas klein geraten und darunter leiden teilweise die Schriftgröße und die obere Symbolleiste, in der u.a. die Uhrzeit und der Ladestand des Akkus angezeigt werden. Insgesamt ist das Handy aber gut bedienbar, die Tasten reagieren sehr gut und der Druckpunkt liegt angenehm. Die Navigation durchs Menü erfolgt schnell, lediglich einige Menüpunkte sollten anderen vorgezogen werden, wie zum Beispiel der Menüpunkt Einstellungen, der an letzter Stelle steht. Auch ohne vorher die Bedienungsanleitung gelesen zu haben, findet man sich zurecht. Wer bei bestimmten Funktionen noch mal nachlesen will, aber dessen liebste Fremdsprache nicht gerade Englisch ist, wird etwas frustriert sein. Die Anleitung kommt nur in Englisch, ist sehr kurz und knapp gefasst und es mangelt bei der Beschreibung mancher Menüpunkte wirklich an Erklärung. Eine weitere gute Eigenschaft des Handys ist, dass der Benutzer selbst wählen kann, welche Wege er durch die Shortcut Funktion verkürzen will.

Genauso spaßig wie unnütz ist auf jeden Fall die Anzeige für den Biorhythmus.
Hier manifestiert sich aber endgültig, dass das Bird Femme SC24 kein Männer-, sondern ein Frauenspielzeug ist, das wahrscheinlich die beste Wahl als kurze Übergangslösung zwischen altem Handy und neuem HighTech Telefon darstellt.

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