Test des Apple iPhone 4S

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Sprachqualität & Empfang

Apple iPhone 4SDas Telefonieren mit dem iPhone 4 sorgte noch für einen unfreiwilligen Medienrummel. Berührte man das iPhone an einer bestimmten Stelle, konnte der Empfang komplett wegbrechen. Apple verteilte dafür kostenlose Schutzhülle, um den Problem entgegen zu wirken. Schuld war das Antennendesign welches Apple beim 4S nun ein wenig überarbeitete. Zwar reduziert sich der Empfang immer noch wenn das Gerät umschlossen wird, allerdings bricht der Empfang nicht mehr komplett weg. Die Sprachqualität ist sehr gut und die Stimme hat einen sauberen und voluminösen Klang. Auch in lauter Umgebung kann die Lautstärke in mehreren Stufen angepasst werden, so dass eine Kommunikation problemlos möglich ist. Die Ausgabe über die Freisprecheinrichtung kann indes nicht überzeugen. Zwar kann sie ziemlich laut gestellt werden, allerdings ist dies dann durch einen unsauberen und leicht verzerrten Klang begleitet. Im Test zeigte sich ein recht nerviger Fehler. So war es wiederholt ab und an nicht möglich, einen Anruf zu tätigen, direkt nach dem man das Handy entsperrte. Das Handy wählte, zeigte aber keinen erfolgreichen Verbindungsaufbau an, obwohl der Gesprächspartner schon verbunden war. Der Partner hörte einen über das Problem fluchen, man selbst hörte aber nichts vom Gegenüber.

Der Akku des iPhone liefert laut Hersteller eine Gesprächszeit von bis zu 14 Stunden im GSM-Netz und bis zu acht Stunden im UMTS-Netz. Bei der Standyby-Zeit unterscheidet Apple nicht bezüglich des Netzstandards und gibt eine Laufzeit von 200 Stunden an. Im Test musste das iPhone nach zwei Stunden Telefonieren, aktiviertem E-Mail-Push, ständig aktivem W-Lan, ca drei Stunden Internet-Nutzung und gut zwei Stunden spielen, nach knapp 16 Stunden wieder an der Steckdose. Der SAR-Wert liegt laut Apple bei maximal 0.99W/kg, was einen recht hohen Wert darstellt.

 

Display & Kamera

Apple iPhone 4SBeim Display ist alles gleich geblieben. Apple verbaut weiterhin ein 3,5 Zoll IPS-Display, welche mit einer Auflösung von 640x960 Pixel für eine Dichte von 326 Pixel pro Inch sorgt. Ein etwas größere Display wäre indes wünschenswert gewesen. Die Konkurrenz macht es vor und fährt gut damit. Die Anzeige ist aber über allen Zweifel erhaben und gestochen scharf. Selbst auf bei maximaler Vergrößerung von Texten oder Internetseiten, lässt sich bei den Buchstaben keine Treppchenbildung erkennen. Das iPhone 4S verfügt über diverse Sensoren. Ein Lagesensor dreht die Anzeige in die gewünschte Position. Dies macht es allerdings mit einer kleinen Verzögerung. Der Helligkeitssensor passt die Helligkeit an die bestehenden Lichtverhältnisse an und der Annäherungssensor schaltet das Display ab, sobald das Handy an das Ohr gehalten wird. Desweiteren findet man noch eine Kreiselsensor (Gyroskop), welche die Bewegung des Handys um die eigene Achse wahrnimmt.

Die Kamera hat Apple im Vergleich zum Vorgänger aufgebohrt und bietet nun acht Megapixel.Eine LED sorgt für die Ausleuchtung des Objektes, wenn das Umgebungslicht einmal nicht ausreicht. Apple verbesserte nicht nur den Sensor, sondern spendierte dem 4S auch eine bessere Optik um mehr Lichteinfall auf den Sensor zu gewährleisten. Wie auch schon beim iPhone 4 verwendet Apple einen rückseitig-belichteten Sensor (BSI - backside illuminated). Bei diesem liegt die lichtempfindliche Sensorschicht oberhalb der sonstigen Sensorbauteile. Somit kann mehr Licht ungehindert auf den kleinen Sensor fallen. Die BSI-Sensoren verzeichnen eine bis zu 30 Prozent höhere Lichtempfindlichkeit als herkömmliche Sensoren. Dadurch reduziert sich die Verwacklungsunschärfe und brauchbare Bilder sind auch bei relativ wenig Licht möglich.

Apple iPhone 4SGestartet wird die Kamera über das entsprechende Icon auf dem Bildschirm und ist innerhalb von zwei Sekunden einsatzbereit. Einstellungen gibt es kaum. Neben der Möglichkeit, ein Raster einblenden zu lassen, lässt sich noch das Foto- und Videolicht aktivieren. Zudem lässt sich per virtuellem Knopf auf die vordere Kamera umschalten und ein Schieberegler startet den Videomodus. Eine Erweiterung, welche mit der neuen iOS-version Einzug hält, ist der HDR-Modus(High Dynamic Range). Hierbei werden drei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen und von der Software zusammen gesetzt. Überlichtete Bereich werden so reduziert und mehr Details in dunklen Bereichen sichtbar. Dies funktioniert ziemlich gut, allerdings wirken die Bilder manchmal etwas unrealistisch, wenngleich dieser Effekt auch vom Nutzer gezielt erreicht werden kann. Mehr Einstellungen bietet die Kamera des iPhone 4S nicht. Wer mehr braucht, der muss sich eine der diversen Kameraapplikationen aus dem App Store herunter laden, um Zugriff auf Belichtungsmessung, Fokus, Kontrast usw. zu haben.

Um das Bild aufzunehmen, reicht eine Berührung des entsprechenden Symbols im Display. Möglich ist auch das Auslösen über den Lautstärke-Knopf, insofern man dies aktiviert hat. Dabei stellt der Autofokus den mittleren Bereich scharf und löst die Kamera aus. Liegt der fokussierende Bereich einmal nicht in der Bildmitte, kann dank Touchfokus dieses gezielt auf dem Display markiert werden. Das Speichern der Bilder geht innerhalb von einer Sekunde von Statten. Das eben geschossene Bild wird in einer kleinen Vorschau angezeigt. Hier lässt sich nicht nur das letzte Bild betrachten, sondern man erhält auch Zugang zur Galerie mit allen aufgenommenen Bildern. Die Bilder lassen sich auch minimal bearbeiten um sie zum Beispiel zurecht zu schneiden.

Bei guten Lichtverhältnissen kann die Kamera komplett überzeugen und ist eine der besten am Markt. Die Bilder haben eine sehr gute Schärfe, Sättigung und liefern knackige Farben. Sie sind hell und weisen eine gute Dynamik auf. Bei Bildern mit wenig Licht spielt der BSI-Sensor seine Vorteile gegenüber herkömmliche Sensoren im vollen Umfang aus und ermöglicht so noch akzeptable Schnappschüsse. Ein Problem bleibt indes bestehen: Auch bei dem BSI-Sensor erhöht sich das Bildrauschen bei weniger Licht, wenngleich dies erst später als bei herkömmlichen Sensoren eintritt. Gegenüber dem Vorgängermodell zeigt sich hier aber eine Verbesserung. Aufgrund der besseren Optik und neuerem Sensor, muss die Rauschunterdrückung nicht so aggressiv eingreifen. Somit bleiben feine Details noch erkennbar, während beim iPhone 4 diese weich gezeichnet wurden, um das Rauschen zu vermindern.

Videos werden im neuen 4S in FullHD mit 1080p aufgenommen. Wie auch bei den Bilder gibt es keine Einstellungsmöglichkeiten, bis auf das zu schaltbare Videolicht. Auf dem iPhone betrachtet sind die Videos scharf und kontrastreich. Zwischen hellen und dunklen Bereichen vermag die Kamera sehr schnell zu unterscheiden und findet die richtige Belichtung. Auch auf einem PC-Monitor oder einem Fernseher können die Videos überzeugen. Mickro-Ruckler sind aufgrund des Dual-Core-Prozessor nicht mehr zu sehen und auch die Tonaufnahme ist weitestgehend klar.

 
 

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