Autor & Bewertung
Autor: Marcus
Datum: 14.10.09 14:05 Uhr
Pro: Preis, Ausstattung
Contra: Akku schwach
Bewertung: 
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Bericht
Verpackung + Inhalt:
Ein erster angenehmer Eindruck wird schon beim Auspacken vermittelt. Die Verpackung ist nett orange bedruckt, es gibt sogar eine deutsche Feature Liste und wenn die Kiste erst mal auf ist ... wie Weihnachten. Neben dem Gerät an sich liefert der Hersteller das Rundum-Sorglos Paket. Akku, Akkudeckel, Ohrstöpsel, (Gürtel-)Tasche, Netzteil, Kurzanleitung, CD mit Anleitung (fehlte bei mir!), USB-Kabel. Alle Komponenten vermitteln in Sachen Haptik einen halbwegs soliden ersten Eindruck. Positiv fällt die Gürteltasche auf – zwar aus günstigem Kunstleder, aber vorhanden! Auch die Tatsache, dass das Headset mit einem normalen 3,5er Klinkenstecker angeflanscht wird, nehme ich zufrieden zur Kenntnis.
Erster Eindruck – Telefon:
Man fühlt sich scher an HTC Geräte von vor einigen Jahren erinnert, wenn man das M800 zum ersten Mal in der Hand hält. Ein klassisches Smartphone eben, da hat man was zum Anfassen. Die Innereien klingen in der Beschreibung jedoch up to date. Mir drängt sich kurz die Frage auf, wer da bei wem abgekupfert haben könnte. Die Tasten machen alle einen passablen Eindruck, guter Druckpunkt und stabil verarbeitet. Der Schiebemechanismus wackelt nicht und die Tasten auf der Tastatur drücken sich präzise und angenehm. Wohl dem, der allerdings keine zu großen Finger hat. Joystick uns Sensortasten rate ich allerdings zu deaktivieren (einfach 2x die Aufnahmetaste drücken), da sich die Anwendungen sonst gerne selbstständig machen. Ich bin sofort soweit, alles über den Touchscreen via Software zu steuern. Das Einlegen der Sim-Karte ist einfach, gleiches gilt für den Akku. Viel diskutiert wird allerdings ein Hardware-Bug, der das M800 dazu bringt ständig abzuschalten. Das liegt an einem kleinen Schalter am oberen linken hinteren Bereich, der eigentlich verhindern soll, dass die Sim-Karte bei laufendem Gerät entnommen werden kann und damit zu Hardwaredefekten führt. Gut gedacht, miserabel gemacht! Denn der Akkudeckel, der den Schalter steuern soll sitzt zwar gut, aber die Steuerung ist trotzdem wackelig. Ein kleines Stück Papier, Plastik oder Pappe als Unterstützung und schon schnurrt das M800. Zum Einlegen der Micro-SD-Karte empfehle ich wohlkonditionierte Fingernägel, öffnet sich doch die Abdeckung am unteren Rand des Gehäuses ein wenig widerwillig. Auch die Ladebuchse könnte einen etwas stabileren Eindruck hinterlassen – hier sollte man vorsichtig sein. Glanzstück ist und bleibt der Touchscreen mit VGA (640x480) Auflösung. "Ein hochwertiges Display" wirbt der Hersteller, ich nenne es zeitgemäß, allerdings mit sehr leichtem Druckpunkt (das spart den Stylus Stift, der im Gehäuse seinen Aufbewahrungsplatz findet).
Weichware – Einrichtung/Umfang/Funktion
Nach dem ersten Bootvorgang möchte das M800 neben dem WinMobile auch die von E-Ten reichlich mitgelieferten Helferlein ins Rom schaufeln. Da das M800 mit mur 64MB Rom etwas geizig daher kommt, sollte man sich gut überlegen, was man wirklich alles braucht. Aber selbst wer, in einer Orgie der Verschwendungssucht alle mitgelieferten Progrämmchen erst mal aufspielt, kann ja später unbenutztes wieder entfernen. Beim Reset wäre ja alles wieder verfügbar.
Da über WinMobile viel diskutiert wurde/wird belasse ich es im Weiteren dabei, einige besonders nette Apps kurz anzusprechen, die ich begeistert nutze.
Besonders begeistert hat mich der Verbindungsmanager, der "fingerkompartibel" neben dem GSM auch das Bluetooth und das WiFi ein/ausschaltet und konfiguriert. Da auch der Akku des M800 etwas schwach dimensioniert ist, kann man so wunderbar nicht benötigte Komponenten abschalten. Ich nutze das, in dem ich mit dem M800 zuhause via Wlan surfe und skype.
Der M-Desk soll die "eierlegende Wollmilchsau" in Sachen Verwaltungsapps sein. Hier bündelt E-Ten viele kleine Apps, mit denen man fast alles steuern kann. Damit wird das Änders des Standartklingeltones genauso zum Kinderspiel, wie die Kurzwahl, der Zugriff auf das Mobile Office (das gratis mitkommt!), oder die Verwaltung der GPS Satelliten Daten. Besonders schön dann, wenn man sich nicht mit der teilweise verwirrenden Durchtipperei der WinMobil Menüs beschäftigen möchte.
Der VCard Manager ist aber wohl das findigste Tool, das man mit dem M800 mitbekommt. Eine Art OCR-Software, die mittels Kamera die Möglichkeit eröffnet, Visitekarten direkt in die Kontaktdatenbank einzupflegen. Bei den ersten Versuchen überzeugt das Tool sofort!
Ich habe im Netzt inzwischen viele kleine Progrämmchen gefunden, mit der man noch das Eine oder Andere anpassen, verbessern oder pimpen kann. Letztlich ist das eine Frage das Geschmacks. Weniger ist mehr, meine Devise hat mich bisher dazu gebracht, mir neben dem Google Handy Pack, NetFrame Mob., einen Zeitsteuerung für GSM und WiFi und einem Tweak-Tool zu installieren. Interessant bei der Installation, ich lasse alle "neuen" Proggis von der Speicherkarte aus laufen. 2GB bürgen schließlich für ausreichend Platz.
Telefonie
Software gestützte Telefonie bringt gerne den einen oder anderen Bug mit. Allerdings fällt beim M800 angenehm auf, dass sich die Phone App leicht auch mit den Fingern bedienen lässt, die Lautstärken für Klingelton, Hörer und eingeb. FSE absolut ausreichend sind und alle notwendigen Features programmiert wurden. Wer die mitgelieferte Homescreen verwendet, kann sogar dort einige Kontakte mit Bild hinterlegen und spart sich die Kurzwahl. Allerdings braucht es etwas Übung mit der Software umzugehen. Einmal zu scharf einen Kontakt angesehen und schon wählt das Telefon. Das fördert zwar die Kommunikation, kann aber schon etwas nervig sein.
Konstant verweigert hat mein M800 bisher die Zusammenarbeit mit meiner "Supertooth Voice" BT-FSE. Hier scheint ein Paring wohl erst nach einem gründlichen Studium der Anleitung möglich zu sein. Dazu bin ich bisher nicht gekommen. Das mitgelieferte, kabelgebundene Headset ist ausreichend und die Klangqualität für die Telefonie passabel. Einen HiFi-Hörgenuss kann man nicht erwarten.
Kleine Nettigkeiten, wie den personalisierbaren Klingelton, Videotelefonie oder das Anruferbild sind selbstverständlich und funktionieren einfach. Ohne große Worte!
Surfen
Das Thema überhaupt – Handysurfen. Hier ist das iPhone einfach die Nummer 1. Ich hatte kürzlich, um nicht immer von Äpfeln zu sprechen, die Möglichkeit die aktuellen HTC-Pro Modelle ausgiebig zu probieren. Das macht es mir jetzt einfacher zu vergleichen. Positiv ist zuerst die Auflösung. In VGA lässt es sich einfacher surfen, wie auf kleineren Displays. Der IE-mobil gibt sich dabei alle Mühe. Allerdings fehlt die Vollbildfunktion und Flash bleibt in der Grundinstallation auch außen vor. Ein entsprechendes PlugIn von Adobe gibt es und damit hat man dem Apfeltelefon endlich mal was voraus. Das Surfen selber gestaltet sich dank der Schiebetastatur einfacher als auf dem iPhone. In Sachen Performance und Ladezeiten steht man dann aber wieder hinten an. Nett die Möglichkeit, dem Telefon das 3G zu verbieten. Das schont den Volumentarif und ob das abrufen der Mails oder das Aktualisieren der Wetterapp nun 2 oder 3 Minuten dauert, ist mir egal. Für Chats o.ä. empfiehlt es sich dann aber doch das UMTS-Netz zu nutzen. Der Unterschied ist mehr als deutlich. Negativ fällt nur auf, dass die Datenverbindungen automatisch aufgebaut, aber nur manuell abgebaut werden können. Da WinMobile die Möglichkeit zum zeitgesteuerten Abbauen eigentlich implementiert haben sollte, ist es schade, dass man dem OS erst mit einem Tweak-Tool zu Leibe rücken muss.
Dass das M800 theoretisch auch als UMTS-Modem ans Labtop geklemmt werden kann, versteht sich. Auch hier wieder ein Pluspunkt gegenüber dem iPhone.
Die Konfiguration des Browsers ist ebenso wie die des Mailkontos mehr als einleuchtend und einfach. Assistent sei Dank!
ActiveSync und Verwaltung
Hat man sich erst einmal an die Art und Weise gewöhnt, die Microsoft hier für Standart befindet, so gehen diese Aufgaben leicht von der Hand. ActiveSync 4.5 unter XP einrichten und Telefon anklemmen. Outlook vorausgesetzt synct das Programm brav dieses und jenes, ob man es braucht ... schade an dieser Stelle, dass MS das Syncen via WLan abgeschafft hat. Mit dem kleinen Kniff über den Google Kalender ist es dann aber auch wieder machbar.
Kamera
Ein Aha-Erlebnis. Nachdem der Kamera Knopf an der Seite des Gehäuses gedrückt ist, wird die eingebaute Cam gestartet. Die Kamera selbst wartet neben vielen Einstellmöglichkeiten, die eigentlich alle über den Touchscreen recht bequem bedient werden können, nur mit einer Tücke auf. Dem Auslöser. Drückt man die Auslösetaste dauert das Scharf-Stellen rund 1 Sekunde. Dann wechselt der Sucher von rot nach grün und es ertönt ein Tönchen. Wer jetzt absetzt, der hat zwar schön eingemessen, aber nicht fotografiert. Der Druckpunkt der Auslösetaste ist so extrem, dass man schon denkt, die Kamera habe einen Schlag. In Sachen Bilder kann die M800-Cam mit den gängigen Schnappschuss Cams mithalten. Fotolicht in Form einer weißen Diode gibt es auch. Schade allerdings, die Videos sind zwar recht passabel belichtet, aber über ein 320x240 geht die Auflösung nicht hinaus. Das ist nicht Stand der Technik, aber zu verzeihen.
Nochmal zurück zum Fotolicht. Ich nutze das M800 ja auch als Taschenlampe. Wer den Sensortasten aktiviert kann über die HomeTaste (die mit dem Haus) ein Menü aufrufen, in dem es einen Punkt "LED" gibt. Wem also das Fotolicht als unbrauchbar erscheint, der hat mit dem M800 zumindest eine gute helle Taschenlampe mit Telefon erworben.
MeinFazit:
Sieht man davon ab, dass man mit dem M800 einen echten Brocken als Smartphone bekommt, dann kann man sich an der umfangreichen Zubehörausstattung, der wirklich fast vollständigen Hardware und der erprobten Software durchaus erfreuen. Für gut 30% des Kaufpreises eines iPhone 3GS bekommt man mit dem Glofish M800 einen Mix aus "After-Market-Gerät", LED-Taschenlampe und Speicherzwerg. Letztlich kann man dem Glofish guten Gewissens eine solide Verarbeitung (abgesehen vom oben beschriebenen Akkudeckelproblem), eine gute Ausstattung und einen fairen Preis bescheinigen. Das Discount Smartphone brauch sich also nicht vor den Konkurrenten verstecken. Letztlich kostet ein M800 gekauft beim Discountversender für 249€) mit einem O2o Tarif und einer SufFlatM. Gerade mal 30€ pro Monat (berechnet man den Kaufpreis linear auf die 24 Monate). Der iPhone User wird da neidisch, schon weil je nach Vertrag auch gerne noch 20€ in Sachen "Gerätepreis" draufkämen (beiden Kalkulationen liegt die Idee zu Grunde das Telefon 24 Monate zu nutzen).
Alles in allem bleibt das M800 trotzdem etwas für mutige Geister, die sich an den Ecken und Kanten nicht stören und lieber nach der passenden App googeln, als im App-Store zu klicken.
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| Verarbeitung: | ![]() |
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| User besitzt Gerät: | Ja |
| seit: | 3 Monate |
| Nutzungshäufigkeit: | täglich |
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| Empfehlung: | Ja |
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